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Vettel im Abschlusstraining Schnellster

Ein Unfall von Pedro de la Rosa beendete das Abschlusstraining in Montreal, in dem Favorit Sebastian Vettel eine solide Bestzeit hinlegte

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich wurde Lewis Hamilton als Favorit auf die Pole-Position in Montreal gehandelt, weil der McLaren-Pilot auf dem Circuit Gilles Villeneuve traditionell stark ist. Doch nach dem dritten Freien Training zum Grand Prix von Kanada sieht es fast so aus, als könne Sebastian Vettel (Red Bull) seinen derzeitigen Erfolgsrun fortsetzen.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel ist auch in Montreal Favorit auf Pole-Position und Sieg Zoom

Der amtierende Weltmeister schaffte es zwar nicht, seine besten Sektoren in eine Runde zu packen, war in 1:13.381 Minuten aber trotzdem um 0,320 Sekunden schneller als der Schnellste von gestern, Fernando Alonso (Ferrari). Vettel fuhr in allen drei Sektoren Bestzeit und hatte mit 320 km/h auch den besten Topspeed der Topfavoriten auf den Sieg. Insgesamt reichte es zu Platz sechs in dieser Wertung. Spitzenreiter: Jaime Alguersuari (14./Toro Rosso/2,764) mit 326 km/h.

Ferrari auf Supersoft-Pirellis stark

Alonso und auch sein Ferrari-Teamkollege Felipe Massa (4./+0,575) glänzten am Ende mit einem sehr langen Run auf den Pirelli-Options (Supersoft), bei dem sie sich sukzessive steigern konnten, ohne die Reifen zu stark zu verschleißen. Dazwischen landete Nico Rosberg (Mercedes) auf Platz drei. Interessant: Der Deutsche fuhr seinen schnellen Supersoft-Run schon früh in der Session, war dafür gegen Ende hin wieder mit mehr Benzin unterwegs.

Pedro de la Rosa

Pedro de la Rosa war lange Zeit schnell, crashte aber am Ende der Session Zoom

Für eine Schrecksekunde sorgte bereits nach Ablauf der Zeit Perez-Ersatzmann Pedro de la Rosa, als er seinen Sauber in der neuralgischen Kurve vier erst außen, dann innen in die Mauer setzte. Der 40-Jährige blieb erst lange im Auto sitzen, konnte dann aber im Beisein von FIA-Chefarzt Gary Hartstein selbst aussteigen. Offenbar war er nicht verletzt, sondern er blieb lediglich im Cockpit, um dem Team genaue Informationen durchzufunken.

Es sollte der einzige Crash des Vormittags bleiben - aber womöglich war es entgegen des ersten Eindrucks kein Fahrfehler: "Da war irgendwas mit dem rechten Hinterrad", vermutet 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer. "Das Heck ging komisch weg. Ich tippe darauf, dass da hinten etwas nicht gestimmt hat." De la Rosa lieferte ansonsten solide Arbeit ab, wurde zwar nur 17., hatte aber weniger als eine halbe Sekunde Rückstand auf Kamui Kobayashi (15.).

Buemi mit Handling unzufrieden

Glück hatte Sebastien Buemi, als sein Toro Rosso an der gleichen Stelle die Mauer nur leicht streifte. Der Schweizer wurde hauchdünn vor seinem Stallgefährten Alguersuari 13., schimpfte aber am Boxenfunk: "Wir machen mit dem Reifendruck irgendetwas falsch. Sobald ich ein bisschen attackiere, rutscht das Auto nur noch herum." Auf einen Top-10-Platz fehlte ihm im dritten Training übrigens fast eine Sekunde.


Fotos: Großer Preis von Kanada, Samstag


Zehnter wurde Montreal-Neuling Paul di Resta, unmittelbar hinter Adrian Sutil - Force India kommt auf Low-Downforce-Strecken also weiterhin gut zurecht. In der gedachten vierten Reihe stehen Michael Schumacher (Mercedes) und Witali Petrow (Renault), der Nick Heidfeld (12./+1,969) fast eine halbe Sekunde abnahm. Das kann "Quick Nick" aber erklären: "Jemand hat vor mir geschlafen. Das hat meine Runde leider ruiniert."

McLaren noch nicht schnell genug

Lewis Hamilton

Für Montreal-Spezialist Lewis Hamilton lief es heute Morgen nicht gut Zoom

Ohne Verkehr, aber offenbar auch ohne den nötigen Speed scheint McLaren derzeit unterwegs zu sein: Jenson Button (+0,954) wurde Fünfter, Lewis Hamilton (+1,088) Sechster - der Montreal-Spezialist wird es also schwer haben, heute Nachmittag zum vierten Mal auf die kanadische Pole-Position zu fahren. Allerdings kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass McLaren schon mit mehr Benzin auf das Rennen hingearbeitet hat.

Der große Pechvogel der Session war aber zweifellos Mark Webber, denn der Red-Bull-Pilot, der diese Saison ohnehin nicht in Fahrt kommt, musste von der Box aus zuschauen und konnte keine einzige Runde drehen. Diagnose: defekte KERS-Batterie. Das ist für ihn umso bitterer, als sein Teamkollege Vettel nach der starken Performance schon wieder als Topfavorit ins Qualifying geht, obwohl Montreal nicht unbedingt als Red-Bull-Strecke gilt...

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