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Lance Stroll gibt zu: "Ich dachte nicht, dass ich das Virus habe"

Racing-Point-Pilot Lance Stroll schildert, wie er seine Corona-Infektion und die Tage auf dem Nürburgring erlebt hat - Im Nachhinein sei man immer klüger ...

(Motorsport-Total.com) - Lance Stroll ist zurück im Formel-1-Cockpit. Der Kanadier hat seine Coronavirus-Infektion überstanden und ist in Portugal wieder fit. "Ich fühle mich gut, meine Symptome waren sehr mild. Ich hatte keine Probleme, daher freue ich mich zurück zu sein." Seine Bekanntgabe am Mittwoch hat dennoch einige Fragen aufgeworfen.

Lance Stroll

Lance Stroll ist nach seiner Infektion nun wieder fit Zoom

Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer trug am Donnerstag zur Verwirrung bei. Er hatte noch in der Eifel behauptet, Stroll leide an "grippeähnlichen" Symptomen - was eine Corona-Infektion nicht ausgeschlossen hätte. Zwei Wochen später wollte er davon nichts mehr wissen. Er habe sich "falsch ausgedrückt".

Vor dem Grand Prix von Portugal konnte schließlich Stroll selbst Rede und Antwort stehen. "Ich bin am Samstagmorgen aufgewacht und hatte eine Magenverstimmung, die war recht schwerwiegend. Ich werde daher auch nicht ins Detail gehen. Ich konnte am Vormittag unmöglich fahren. Daher habe ich entschieden, mich von der Strecke fernzuhalten."

"Habe alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten"

Als sich sein Gesundheitszustand am Samstag auf dem Nürburgring immer weiter verschlechterte, holte er den Rat seines Hausarztes in der Schweiz ein - per Telefon. "Ich habe ihn über meine Magenprobleme informiert. Es waren die gleichen Symptome wie schon nach Russland."

Nach dem Grand Prix in Sotschi wurde Stroll jedoch zweimal negativ getestet. "Es waren sehr ähnliche Probleme an jenem Samstag. Mein Arzt riet mir, mich selbst zu isolieren. Er meinte, dass das keine COVID-Symptome seien", betont Stroll außerdem.

Er habe weder gehustet, noch hatte er Fieber oder Kopfweh - ebenfalls Symptome, die bei einer Corona-Infektion auftreten können. "Ich hatte nur eine Magenverstimmung und konnte daher nicht fahren. Ich blieb von der Strecke fern und bin am nächsten Tag nach Hause geflogen."


Grand Prix von Portugal

Als er schließlich nach seiner Ankunft in seiner Wahlheimat Schweiz den standardisierten Test machte - jedes Teammitglied wird automatisch nach der Heimreise getestet -, war das Ergebnis positiv. Von einer Fehldiagnose seines Arztes will Stroll nicht sprechen, auch von einem erhöhten Risiko für die Teammitglieder von Racing Point nicht.

Dennoch war er noch am Donnerstag und Freitag am Nürburgring vor Ort, da er zuvor am Dienstag negativ getestet wurde. Erst als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, zog er seine Teilnahme zurück.

"Ich habe alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, habe jeglichen Kontakt mit dem Team am Samstag sofort gekappt, als es mir schlechter ging", betont der Kanadier. Als er gefragt wird, ob zu den Vorsichtsmaßnahmen nicht auch ein Test gehört hätte, weicht er aus.

"Hätte mich testen lassen sollen"

"Wie ich schon sagte, hatte ich keinen Kontakt mit den anderen Teammitgliedern, sondern nur mit meinem Trainer und meiner Assistentin, Lucy. Beide haben sich ebenso isoliert." Aufgrund der ärztlichen Meinung ging er davon aus, sich nicht mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Wo sich Stroll angesteckt hat, ist weiterhin unklar. "Ich habe keine Ahnung." Auch sein Vater und Racing-Point-Teambesitzer Lawrence Stroll wurde nach dem Deutschland-Rennen positiv getestet. "Ihm geht es gut", schildert der 21-Jährige.

Im Nachhinein sei man natürlich immer klüger, sieht er ein. "Zu jenem Zeitpunkt dachte ich nicht, dass ich das Virus hätte", gibt er zu. "Später wurde klar, dass ich es doch hatte und ich hätte mich auch testen lassen sollen", sieht er dann doch ein. "Aber gemeinsam mit meinem Arzt kamen wir zu dem Schluss, dass wir nicht dachten, es wäre COVID."

Lance Stroll

Lance Stroll beim Trackwalk am Donnerstag Zoom

Nach einer zehntägigen Quarantäne ist er nun wieder genesen. Am Montag (19. Oktober) wurde er zuletzt wieder negativ getestet. Wie sehr hat sich die Infektion auf seine Vorbereitung auf den Portugal-Grand-Prix ausgewirkt? "Nicht wirklich."

Allerdings habe er in der Selbstisolation kaum trainiert. "Erst als es mir gegen Ende hin wieder besser ging, habe ich mit ein wenig Training begonnen. Zuhause habe ich ein paar Kraftübungen gemacht und mich auf mein Fahrrad gesetzt." Er fühle sich gut und sei in "großartiger Form".

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