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  • 09.07.2016 · 18:11

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Kimi Räikkönen vor Sebastian Vettel: "Ist doch egal"

Kimi Räikkönen schlägt Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel im Qualifying für den Grand Prix von Großbritannien 2016: Handlingprobleme bremsen die Roten

(Motorsport-Total.com) - Trotz maximalem Einsatz der Piloten im Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien 2016 in Silverstone ist Ferrari hinter den eigenen Erwartungen zurück. Kimi Räikkönen sicherte sich Startplatz fünf, aber hatte auf seinem schnellsten Umlauf satte 1,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Sebastian Vettel lag aufgrund von kleinen Fahrfehlern als Sechster sogar 2,2 hinter Polemann Lewis Hamilton. Der Deutsche wandert wegen eines Getriebewechsels noch um fünf Positionen zurück.

Kimi Räikkönen

Windige Zeiten: Kimi Räikkönen hatte in der Qualifikation mit seinem Ferrari zu kämpfen Zoom

"Es ist nicht ideal. Wir hätten etwas mehr erwartet, aber es ist hier etwas schwierig", schildert der Finne nach der Zeitenjagd in Northamptopnshire. "Wir sind nicht schnell genug, liegen klar hinter Red Bull. Sie waren bei allen Bedingungen vor uns. Das ist dann halt, wo wir jetzt stehen." Die Hackordnung dieses Wochenendes hatte sich bereits am Freitag abgezeichnet. Einige Beobachter waren jedoch davon ausgegangen, dass Ferrari im Qualifying mehr zulegen kann als Red Bull - weit gefehlt.

"Es gibt einige Autos, die recht windempfindlich sind - unseres gehört halt dazu. Es ist deswegen nicht gerade die Strecke, auf der wir es am einfachsten haben", nennt Räikkönen konkret eine Schwachstelle des Ferrari. Vor diesem Hintergrund werde auch deutlich, wo das Fahrzeug bislang seine größten Schwächen habe: an der Aerodynamik. "Wir arbeiten daran, aber in diesem Bereich gibt es keine schnellen Lösungen", so der Weltmeister von 2007.


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Großbritannien


Räikkönen, dessen Vertrag nun um ein Jahr verlängert wurde, setzte sich in der Qualifikation selbst unter Druck. In Q2 legte Räikkönen einen Dreher auf die Bahn. "Das hat Zeit gekostet, danach gab es gewisse Dinge zu klären. Es gibt halt ein paar Probleme mit dem Handling des Autos", erklärt er. "Ich habe die Runde begonnen, kam auf den Randstein und dann habe ich mich gedreht - das war es. Der Dreher hat mir das Leben dann natürlich nicht leichter gemacht."

In aller Eile musste der Finne anschließend eine Zeit markieren, die ihn in den Top 10 hielt. Dies gelang im zweiten Anlauf, nachdem er beim ersten Versuch zu weit von der Strecke abgekommen war. "Hoffentlich wird morgen alles etwas einfacher", so Räikönnen, der dem teaminternen Sieg gegen Vettel keine Bedeutung beimessen will. "Dass ich vor ihm bin, spielt keine Rolle. Wären wir auf den ersten beiden Plätzen, dann wäre das natürlich etwas anderes. Aber auf Platz fünf und sechs? Wie soll einen das glücklich machen? Das ist doch ganz egal."