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Jerez: Badoer trotz Crash Tagesschnellster

Auch wenn Luca Badoer schon vor der Mittagspause einen heftigen Abflug hatte, blieb er bis zum Ende des Testtages der Schnellste

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor der Mittagspause war Luca Badoer beim Anbremsen auf die Haarnadelkurve in Jerez abgeflogen und schwer in die Reifenstapel eingeschlagen. Der Unfall war beinahe eine Kopie des Crashs vom Vortag, als der Italiener ebenfalls wegen einer gebrochenen Vorderradaufhängung abflog. Das Auto - ein F2005-Chassis mit V10-Motor mit zwei abgeschalteten Zylindern ausgerüstet - wurde schwer beschädigt und der unverletzte aber kräftig durchgeschüttelte Badoer muss den Rest der Woche aussetzen.

Luca Badoer

Luca Badoers Ferrari F2005 wurde bei dem Einschlag schwer beschädigt

Immerhin war der 34-Jährige nach nur 13 gefahrenen Runden mit einer Bestzeit von 1:18.237 Minuten der mit Abstand Schnellste des Tages. Teamkollege Marc Gené im F2004 des Vorjahres mit echtem V8-Motor im Heck kam mit 2,885 Sekunden Rückstand nach 77 Umläufen auf den 14. Rang.#w1#

Der zweite Platz ging an Jenson Button im BAR-Honda 007B, dessen V8-Motor am Ende des Tages spektakulär verrauchte. Der Brite hatte nach 71 Runden 0,857 Sekunden Rückstand auf Badoer. James Rossiter im zweiten BAR kam nach 66 Runden mit 2,366 Sekunden auf den zehnten Rang.

Auf den Plätzen drei und vier folgten die beiden Renault-Testfahrer Heikki Kovalainen und Franck Montagny. Der Finne war mit 110 Runden der fleißigste Pilot des Tages und hatte 1,050 Sekunden Rückstand zu verzeichnen, bei Montagny waren es nach 104 Runden 1,246 Sekunden mehr. Beide fuhren mit dem Auto der letzten Saison mit V10-Motor, bei dem man zwei Zylinder stillgelegt hat.

Dahinter reihten sich die beiden Toyota TF106 von Ryan Briscoe - der den am Rücken verletzten Ralf Schumacher ersetzt - sowie Jarno Trulli ein. Briscoe hatte nach 65 Umläufen 1,326 Sekunden Rückstand zu verzeichnen, bei Trulli waren es nach 59 Umläufen derer 1,698.

Bei Williams-Cosworth konnte Mark Webber das stallinterne Duell gegen Teamneuling Nico Rosberg knapp für sich entscheiden. Dem Australier fehlten nach 44 Runden 2,106 Sekunden auf die Spitze, bei Nico Rosberg waren es 2,227 Sekunden. Beide fuhren im Interims-Auto mit V8-Cosworth-Motor.

Bei McLaren-Mercedes hatte Gary Paffett einen Schreckmoment zu überstehen, als ihm auf der Start- und Zielgerade der V8-Motor im Heck des MP4-20B platzte, was in einem Dreher endete, der aber ohne weitere Folgen blieb. Mit 2,247 Sekunden Rückstand kam der Brite auf den neunten Rang.

Alexander Wurz belegte im zweiten "Silberpfeil" mit 2,658 Sekunden Abstand nach 29 Runden den 12. Rang. Der Österreicher hatte rund eine Stunde von Badoer in Kurve fünf einen heftigen Abflug und beschädigte sich dabei das Auto ebenfalls schwer.

Für Red Bull Racing waren am zweiten Testtag beide Stammfahrer im Einsatz. David Coulthard kam auf 47 Runden und wurde mit 2,617 Sekunden Rückstand als Elfter gestoppt, bei Christian Klien waren es nach nur zehn gefahrenen Runden auf dem 13. Rang liegend 2,843 Sekunden.

Bei MF1 Racing konnte sich Jeffrey van Hooydonk - trotz Drehers mit Steckenbleiben im Kiesbett - bei seinem Formel-1-Debüt nach 77 Runden mit 3,388 Sekunden Rückstand gegen den vom Team immer noch nicht bestätigten Stammfahrer Tiago Monteiro durchsetzen, der nach 23 Runden 6,130 Sekunden Abstand auf die Spitze hatte. Allerdings war es ein ziemlich ungleiches Duell, denn der Belgier fuhr mit dem EJ15B mit V10-Motor im Heck, Monteiro saß im EJ15C mit V8-Triebwerk von Toyota.

Das Feld komplettierte Jacques Villeneuve im Sauber-BMW. Der Kanadier hatte nach dem Hickhack um seinen Verbleib im Team keinen guten Test-Einstand als bestätigter BMW Fahrer - er blieb auf seiner Einführungsrunde mit technischen Problemen stehen, kam dann auf 62 Runden aber nicht über den Rückstand von 3,447 Sekunden und den 16. Rang hinaus. Den ganzen Tag über kämpfte der Ex-Weltmeister mit Motorenproblemen.