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  • 18.03.2022 · 20:04

  • von Tobias Ebner, Co-Autor: Adam Cooper

Hülkenberg nach Tag 1 in Bahrain locker: "Habe ein bisschen WD40 aufgetragen"

Nico Hülkenberg fährt in den Bahrain-Trainings so, als wäre er nie weg gewesen - Aston-Martin-Stammfahrer Sebastian Vettel spielte dabei eine Rolle

(Motorsport-Total.com) - Das Comeback von Super-Sub Nico Hülkenberg ließ sich gut an. Den Trainingsfreitag zum Formel-1-Auftakt 2022 in Bahrain schloss er mit seinem Aston Martin auf dem 17. Platz ab, mit 2,1 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Weltmeister Max Verstappen. Das Schicksal der Roten Laterne blieb ihm erspart, und auch körperlich scheint er den Tag gut weggesteckt zu haben.

Nico Hülkenberg

Lächeln bitte: Nico Hülkenberg kann zufrieden sein mit seinem Bahrain-Freitag Zoom

"Ich habe ein bisschen WD40 auf meinen ganzen Körper aufgetragen, also bin ich eigentlich ziemlich geschmeidig und gut [drauf]! Überraschend gut sogar", scherzte Hülkenberg nach zwei Freien Trainings. Das täuscht jedoch nicht über die Herkulesaufgabe hinweg, die auf den Deutschen an diesem Tag wartete.

Immerhin ging er komplett ohne Vorbereitung im echten Boliden in dieses Wochenende. Landsmann Sebastian Vettel gab ihm für seinen Einsatz jedoch noch ein paar Tipps. "Er hat mir natürlich Feedback gegeben, worauf ich achten sollte, was er denkt, wie das Auto zu fahren ist, und so weiter. Es ist immer gut, so etwas zu hören, aber als Rennfahrer muss man es natürlich selbst erleben und spüren", meint Hülkenberg.

Nico Hülkenberg ohne Anpassungsschwierigkeiten

Das tat der Aston-Martin-Pilot auch. Und schlug sich dabei mehr als beachtlich. Schon der Start in den Tag gelang mit Position 14 und einem Rückstand von 1,6 Sekunden auf den Schnellsten in der ersten Session, AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly.


Ist Mercedes wirklich so schlecht & Mick wirklich so gut?

"Wenn man bedenkt, wo wir heute angefangen haben und wie viel Zeit wir hatten, war das ein ziemlich guter Tag. Das war es, was ich mir für heute vorgenommen hatte: Einfach etwas Vertrauen in das Auto aufzubauen und mich so gut wie möglich zurechtzufinden. Und ich denke, das habe ich erreicht", zieht Hülkenberg zufrieden Bilanz.

"Aber am Freitag ist natürlich Training, da fährt man alleine herum und hat einigermaßen frische Reifen. In dieser Hinsicht ist es wahrscheinlich der einfachste Tag des Wochenendes." Ernst wird es das erste Mal im Qualifying am Samstagnachmittag, wenn alle Beteiligten endlich die Hosen runter lassen und volle Attacke gehen.

Ziel für das Qualifying: Beste Version von mir selbst

Hülkenberg ist es jedenfalls blitzschnell gelungen, sich auf die neue Formel-1-Fahrzeuggeneration einzustellen. Über den Unterschied zu den Abtriebs-Monstern der Jahre zwischen 2017 und 2021 sagt er: "Es fühlt sich anders an, und irgendwie auch nicht. Es ist schon lustig. Offensichtlich ist das Autofahren immer gleich."

Aber: "Wenn man in die Details geht, dann liegen dort die Unterschiede begraben. Für mich ist wahrscheinlich der größte Unterschied die Reifen, das Gefühl der Reifen, die kleinen Seitenwände, die ich zum ersten Mal spüre. Und ich denke, das ist ganz anders."

Nun gilt es darum, die Lektionen der beiden freien Trainings am Samstag umzusetzen. Hülkenberg geht jedoch ohne konkrete Ziele in den Qualifying-Tag: "Ich möchte einfach die beste Version von mir selbst sein, alles aus mir herausholen, was möglich ist. Wir alle wissen, dass das eine ungeheuer schwierige Aufgabe ist und eine große Herausforderung vor uns liegt. Aber ich freue mich darauf. Und ich werde tun, was ich kann."

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