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Honda setzt Formel-1-Berater Gilles Simon vor die Tür

Honda hat sich von seinem Motoren-Konsulenten Gilles Simon getrennt - Erneute Probleme beim neuen Motor stellen das Verhältnis zu McLaren auf die Probe

(Motorsport-Total.com) - Das erste Opfer der neuerlichen Honda-Misere bei den Formel-1-Testfahrten 2017 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ist gefunden: Motorenberater Gilles Simon ist nicht mehr Teil des Formel-1-Projekts des japanischen Herstellers. Nach mehreren Motorschäden bei den jüngsten Testfahrten wurde die Kooperation beendet. Simon ist zunächst für sechs Monate beurlaubt, bevor er wieder ein Projekt in der Formel 1 in Angriff nehmen kann. Er war seit 2013 externer Berater des Honda-Programms.

Stoffel Vandoorne

Honda hat sich von Motorenberater Gilles Simon getrennt Zoom

Ein Honda-Sprecher bestätigt gegenüber 'Autosport': "Es stimmt, dass wir den Vertrag mit ihm in gegenseitigem Einvernehmen in diesem Jahr auflösen werden." Zu weiteren Details will sich Honda nicht äußern. Auch der Grund für die Motorschäden wird noch in Japan eingehend untersucht. Die Fehlenden Erkenntnisse sind keine gute Nachricht: Bei den Tests in dieser Woche wird eine Antriebseinheit in Melbourne-Spezifikation zum Einsatz kommen. Ob die halten wird oder wieder gedrosselt werden muss, wird sich am morgigen Dienstag zeigen. (Zu unseren Teststatistiken)

Gerüchten zufolge soll es Unstimmigkeiten zwischen dem Honda-Management und dem Franzosen gegeben haben, in welche Richtung die Entwicklung der Antriebseinheit gehen soll. Honda steht gewaltig unter Druck, da sich der Ton von McLaren deutlich verschärft hat. "Wir sind siegfähig, Honda noch nicht", hieß es zuletzt von Eric Boullier. Die erneuten Probleme werden die Beziehung der beiden Parteien nicht unbedingt verbessert haben. Honda entschuldigte sich sogar bei McLaren.

Gilles Simon arbeitet seit 1984 in der Formel 1. Von Renault ging es über ein Sportwagen-Engagement bei Peugeot in den 90er-Jahren zu Ferrari, wo er für die Motoren verantwortlich war, die Michael Schumacher zu fünf Weltmeisterschaften getrieben haben. Er hat auch mit der FIA bei der Einführung der Hybridmotoren zusammengearbeitet. Nach einem kurzen Engagement beim gescheiterten PURE-Projekt heuerte er 2013 bei Honda an.

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