Helmut Marko über Vettel: "Bei uns hat er auch immer wieder nachgefragt"

Helmut Marko schlägt die Tür für ein Vettel-Comeback bei Red Bull zu und glaubt, dass der viermalige Weltmeister in Zukunft eher in Le Mans fahren wird

(Motorsport-Total.com) - Es waren emotionale Momente, als Sebastian Vettel in Imola mit seinem eigenen 1993er-McLaren Demorunden in Erinnerung an Ayrton Senna und Roland Ratzenberger gefahren ist. Doch ein "echtes" Comeback als Rennfahrer im Formel-1-Zirkus ist unwahrscheinlich, obwohl Vettel selbst dem Vernehmen nach durchaus interessiert wäre.

Titel-Bild zur News: Helmut Marko

Helmut Marko sieht für Sebastian Vettel keine Chance auf ein Formel-1-Comeback Zoom

Laut Informationen von Motorsport-Total.com soll der 36-Jährige bei mehreren Teams ganz lose deponiert haben, dass er interessiert wäre, sollte sich eine Möglichkeit auf einen konkurrenzfähigen Stammplatz in der Formel 1 ergeben. Doch dazu scheint es nicht zu kommen.

Helmut Marko, langjähriger Förderer von Vettel im Red-Bull-Juniorteam, glaubt jedenfalls nicht an eine Rückkehr in die Formel 1. Die Topteams sind entweder zu oder haben kein Interesse, und am Hinterherfahren kann ein viermaliger Weltmeister eigentlich keine Freude haben.

"Wenn ich richtig informiert bin, geht das eher Richtung Porsche und Langstrecke", sagt Marko in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, das zunächst werbefrei für Kanalmitglieder zu sehen war, am Samstagmorgen aber kostenlos für alle User freigeschaltet wurde.


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Marko, 1971 selbst Le-Mans-Sieger auf Porsche, hält den Wechsel auf die Langstrecke für "eine gute Lösung", zumal eine WEC-Saison mit acht Rennwochenenden mit Vettels Privatleben als Familienvater wahrscheinlich besser kompatibel ist als eine Formel-1-Saison mit 24 Rennwochenenden.

Offenbar will Vettel keiner haben!

Dass Vettel zwischenzeitlich auch bei Red Bull an die Tür geklopft hat, bestätigt Marko in dem Interview, das am Samstagmorgen in der Nähe der Rennstrecke in Imola geführt wurde: "Bei uns hat er auch immer wieder nachgefragt. Aber neben Verstappen, glaube ich, wäre das für ihn keine angenehme Zeit."

Spricht man hinter vorgehaltener Hand mit Teamchefs über die theoretische Möglichkeit eines Vettel-Comebacks, stellen sich alle die gleichen Fragen: Wie gut ist Vettel noch? Wäre ein Vettel 2025 der gleiche Kapazunder wie in den Weltmeisterjahren von 2010 bis 2013, oder zu besten Ferrari-Zeiten - oder würde man Vettel Fahrer bekommen, der bei Ferrari von Charles Leclerc geschlagen wurde und bei Aston Martin Lance Stroll bei weitem nicht so deutlich im Griff hatte wie heute Fernando Alonso?

Dabei wäre Vettels Alter per se wahrscheinlich kein Dealbreaker. Alonso beweist, dass man auch mit 42 Jahren noch Leistungen auf Topniveau bringen kann. Lewis Hamilton ist 39. Und Nico Hülkenberg gilt mit 36 als einer der besten Qualifyer der Formel 1. Vettel wird im Juli 37. Jung genug, um noch das eine oder andere Jahr dranzuhängen.

Doch die Zeiten, in denen alle Vettel haben wollten, sind offenbar vorbei. Auf die konkrete Frage, ob ein Vettel-Comeback eine gute Idee wäre, antwortet Marko achselzuckend: "Comeback? Wo?"

Verstappen zu McLaren? Das sagt Max selbst!

Anno 2024 ist Max Verstappen die Königsfigur auf dem Brett. Dem werden Wechselgelüste zu Mercedes nachgesagt, und weil er zuletzt stets betont hatte, ihm sei vor allem wichtig, im schnellsten Auto zu sitzen, fragte ihn ein Journalist am Donnerstag in der Pressekonferenz, ob er dann jetzt nicht eigentlich zu McLaren wechseln müsste.

"So läuft das nicht", winkt Verstappen ab. "Wir haben ja immer noch ein sehr, sehr schnelles Auto. Und wenn man sich den Saisondurchschnitt anschaut, dann haben wir, glaube ich, sogar das schnellste Auto. Sonst führst du nicht in der WM." Oder, wie Marko den Hype um McLaren zuletzt kommentiert hat: "Lassen wir mal die Kirche im Dorf."

"Ich bin glücklich, wo ich bin", stellt Verstappen klar. "Es wird gerade viel investiert, mit der neuen Motorenfabrik. Ich bin happy. Wir müssen nur weiter dran arbeiten, unser Paket zu verbessern. Das ist das Einzige, woran ich denke. Würde ich so denken, müsste ich ja fast bei jedem Rennen drüber nachdenken, das Team zu wechseln! Aber so ticke ich nicht."

Das ganze Interview mit Helmut Marko (32 Minuten) gibt's jetzt auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de zu sehen. Bereits seit Mittwoch stand das Video Kanalmitgliedern exklusiv vorab zur Verfügung, ohne die bei YouTube üblichen Werbeunterbrechungen. (Info: Wie kann man Kanalmitglied werden und an den monatlichen Stammtischen mit prominenten Gästen aus der Formel 1 teilnehmen?)

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