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Helmut Marko: Doch keine 35 Rennen für die Wende gebraucht

Helmut Marko erinnert an den schwierigen Saisonstart von Red Bull und lobt das Team für ein Jahr, das in dieser Form "schwer zu wiederholen" sein wird

(Motorsport-Total.com) - Dass Max Verstappen dieses Jahr mit 146 Vorsprung in der WM beenden und Red Bull ähnlich dominant den Konstrukteurstitel holen würde, damit hätte das Team zu Beginn der Formel-1-Saison 2022 mitnichten gerechnet. Denn damals hatten noch Charles Leclerc und Ferrari die Oberhand.

Sergio Perez, Christian Horner, Max Verstappen, Helmut Marko, Adrian Newey

Helmut Marko und Max Verstappen hatten 2022 reichlich Grund zum Jubeln Zoom

Doch je weiter die Saison voranschritt, desto mehr holte Red Bull auf, während Ferrari stagnierte und - auch bedingt durch Strategiefehler und Pannen - ins Hintertreffen geriet.

"Wir haben, glaube ich, 46 Punkte Rückstand nach drei Rennen gehabt", blickt Red-Bull-Motorsportkonsultent Helmut Marko im Gespräch mit 'ServusTV' und erinnert sich an den berühmten Spruch von Verstappen: "Da braucht er 35 oder 36 Rennen."

Marko: "Im nächsten Jahr schwer zu wiederholen"

"Das haben wir, Gott sei Dank, revidiert. Wir haben den Umschwung geschafft und wir haben vor allem in der Saison von einem Auto, das übergewichtet war und nicht leicht abzustimmen, dann ein Auto geschaffen, das überall funktioniert hat. Bis auf Brasilien, da sind wir daneben gehinkt", fasst Marko zusammen.

"Aber ansonsten - in der ganzen Entwicklung, in der ganzen Meisterschaft - können wir nur sagen: Das Team hat einen hervorragenden Job gemacht, beide Fahrer haben super Leistungen abgeliefert und das wird schwer, im nächsten Jahr zu wiederholen."


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Dann beginnt die Mission Titelverteidigung erneut. Allerdings mit einem "Handicap", wie Marko betont. Denn wegen des ersten Platzes bei Konstrukteuren und einer Strafe für die Überschreitung der Budgetobergrenze 2021 steht Red Bull im Vergleich zur Konkurrenz weniger Zeit im Windkanal zur Verfügung.

Gutes Auto und Kontinuität im Team auch 2023

"Das heißt, jeder unserer Windkanalversuche muss sitzen", blickt der Red-Bull-Berater voraus. "Gott sei Dank ist die Regeländerung (für 2023; Anm. d. R.) relativ gering mit den höheren Unterböden und wir haben heuer ein sehr gutes Auto gehabt."

"Da sind wir schon relativ optimistisch, dass wir zumindest vorn wieder dabei sein werden. Mit den Fahrern und der Mannschaft, die ja im Gesamten gleich bleibt - diese Kontinuität in der gesamten Firma ist wahnsinnig wichtig - sind wir, glaube ich, gut aufgestellt."

Und um Verstappen macht sich Marko ohnehin keine Sorgen: "Das Selbstvertrauen vom Max wächst und wächst. Also, es kann so weitergehen, wird nicht, aber könnte", sagt er.

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