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  • 29.05.2011 · 10:49

  • von Dieter Rencken

Heidfeld: "Es lief einfach nicht so toll"

Renault-Fahrer Nick Heidfeld spricht über den 16. Startplatz und seine Ausgangslage für das Monaco-Rennen sowie über den Unfall von Sergio Perez

(Motorsport-Total.com) - Für Nick Heidfeld hielt die Qualifikation von Monaco keine positive Überraschung bereit, denn der 34-Jährige kam nicht einmal in die Top 10. Stattdessen musste sich Heidfeld mit dem 16. Platz und einem Startplatz hinter seinem Renault-Teamkollegen Witali Petrow zufrieden geben, womit im Rennen eine schwierige Aufgabe vor dem Deutschen liegt. Heidfeld sieht trotzdem noch Chancen auf Punkte, auch wenn das Überholen im Fürstentum nach wie vor eine knifflige Aufgabe darstellen sollte.

Nick Heidfeld

Zerknirscht: Nick Heidfeld kam in der Qualifikation nicht über Platz 16 hinaus

Frage: "Nick, wie lautet dein Fazit nach der Qualifikation von Monaco?"
Nick Heidfeld: "Platz 16 ist sicher nicht, was wir uns erhofft hatten. Die Top 10 sind immer unser Ziel - mindestens. Ich hätte gedacht, dass wir das schaffen könnten, doch das Auto war offensichtlich nicht schnell genug."

Frage: "Und dir fehlen vier Zehntel auf deinen Teamkollegen Witali Petrow. Gab es ein Problem an deinem Fahrzeug?"
Heidfeld: "Nein, es gab kein Problem. Ich brachte die Sektoren einfach nicht zusammen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Frage: "Warum lief es in der Qualifikation nicht für Renault? Was war los? Lag es an den Reifen?"
Heidfeld: "Es ist noch etwas früh, um das zu analysieren. Die Reifen schneller zum Arbeiten zu bringen, war schwierig. Nicht nur für uns. Das sah man auch bei anderen."

"Am Schluss konnte sich keiner mehr verbessern - außer denen, die zuvor noch nicht auf den superweichen Reifen draußen gewesen waren. Es gibt da schon noch ein paar Sachen, die man verbessern kann. Es gab ein paar Probleme, doch darauf möchte ich jetzt nicht herumreiten. Es lief einfach nicht so toll."¿pbvin|512|3732||0|1pb¿

Von Rang 16 noch in die Punkte?

Frage: "Was ist möglich im Rennen?"
Heidfeld: "Nicht so viel wie auf allen anderen Strecken - zumindest in Bezug auf das Überholen. Das wird hier mit dem verstellbaren Heckflügel 0,0 Prozent besser werden."

"Wenn es Überholmanöver gibt, dann liegt das vermutlich an den Reifen oder dass jemand einen Fehler macht. Vielleicht wird KERS eine kleine Hilfe sein. Möglicherweise kann man es taktisch einsetzen, wo es der andere nicht erwartet."

"Es kommen vielleicht nicht alle an und es kann Safety-Car-Phasen geben." Nick Heidfeld

"Ansonsten ist es wie immer in Monaco. Es kommen vielleicht nicht alle an und es kann Safety-Car-Phasen geben. Man muss durchkommen, ein bisschen Grip haben und dann mal schauen. Von Rang 16 wird es nicht einfach. Ich werde alles probieren, um noch in die Punkte zu kommen."

Frage: "Wie viele Stopps wird es geben? Mehrheitlich zwei?"
Heidfeld: "Ich habe eine Vorstellung, möchte mich aber noch nicht dazu äußern."

Frage: "Die Rotphase hat die Qualifikation ein bisschen verzerrt, oder?"
Heidfeld: "Red Bull hatte davor wahrscheinlich nicht alles gezeigt. Je länger sich die Qualifikation hinzog, umso schneller waren sie."


Fotos: Nick Heidfeld, Großer Preis von Monaco


"Zumindest im Vergleich zum Training waren sie von Anfang an besser dabei. Sebastian brachte es hin und hat die besten Karten. Überholen ist schwierig. Spannend wird der erste Boxenstopp, denn da kein sein Hintermann ihn eventuell überrumpeln. Das dürfte ziemlich interessant werden."

Heidfeld wünscht sich Sicherheits-Verbesserungen

Frage: "Hast du den Unfall von Sergio Perez gesehen?"
Heidfeld: "Ja, diesen Unfall habe ich gesehen. Das sah recht heftig aus. Hinzu kam, dass er sich am Anfang nicht bewegte. Ich bin froh zu hören, dass er zumindest gesprochen hat. Ob er etwas hat oder nicht, da müssen wir erst einmal abwarten. Was ist eure Info?"

Frage: "Möglicherweise hat er sich an Bein und Kopf verletzt..."
Heidfeld: "Ich hörte, dass er sich vielleicht das Bein gebrochen hat. Das dachten wir damals bei Robert (Kubica; Anm. d. Red.) in Kanada ebenfalls, doch er hatte nichts."

Frage: "Man hatte den Eindruck, Sergio fuhr am Tunnelausgang sehr weit links..."
Heidfeld: "Es sah aus, als wäre er da nicht auf der normalen Linie gewesen."

"Das Problem ist, dass es da auf einmal bergab geht." Nick Heidfeld

Frage: "Wie muss man sich das vorstellen? Du kommst aus dem Tunnel heraus und in der Bremszone hat es einige Bodenwellen. Was ist das Gefährliche daran?"
Heidfeld: "Das Problem ist, dass es da auf einmal bergab geht. In diesem Augenblick verliert der Wagen natürlich etwas an Anpressdruck. Zusätzlich gibt es noch ein paar Bodenwellen. Da neigt das Auto sowohl vorne als auch hinten zum Blockieren."

Frage: "Kann man etwas an dieser Stelle unternehmen, um die Sicherheit zu erhöhen?"
Heidfeld: "Wir werden das sicherlich noch einmal ansprechen. In den vergangenen Jahren wurden da schon Verbesserungen vorgenommen. Wir haben eine knappe Auslaufzone und eine Tec-Pro-Bande."

"Das ist schon einmal ein großer Fortschritt gegenüber einfachen Reifenstapeln, die wir früher unter anderem an dieser Stelle hatten. Man muss immer schauen, was man verbessern kann. Es gibt ein paar Ideen, doch dabei muss man viele Dinge berücksichtigen."