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Hamilton: "Das ist auch ein Teil des Lernprozesses"

Nach seinem bitteren Ausfall in Shanghai hat Lewis Hamilton die vertagte Titelentscheidung schon wieder verdaut und blickt optimistisch nach vorn

(Motorsport-Total.com) - Es waren Szenen, die ein Hollywood-Regisseur nicht hätte besser verfassen können: Lewis Hamilton humpelte mit abbauenden Reifen um die Strecke, von hinten kam WM-Rivale Fernando Alonso dramatisch näher.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton bei ersten Interviews nach seinem ersten Ausfall in der Formel 1

Doch Hamilton kam erst an die Box, als es eigentlich schon zu spät war, als bereits die Karkasse aus dem Hinterreifen durchblitzte. Bei der Einfahrt in die Boxengasse verlor der WM-Führende die Kontrolle über sein Auto, rutschte ins Kiesbett und blieb dort stecken. Die WM-Entscheidung war damit vertagt.

Wer hatte Schuld? "Die Reifen und ein Fehler", meinte der 22-Jährige äußerlich recht gelassen wirkend. Beim ersten Boxenstopp hatte man beim McLaren-Mercedes-Piloten wie bei vielen anderen Fahrern den ersten Reifensatz Intermediates aufgeschraubt gelassen, doch dieser ließ bei ihm auf der abtrocknenden Strecke schneller nach als bei der Konkurrenz.#w1#

"Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, weiterhin mit Intermediates zu fahren", erklärte Hamilton, der nun in Brasilien den Titel noch an Teamkollege Fernando Alonso oder Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen verlieren könnte. "Mir war aber nicht klar, wie stark diese schon abgefahren waren. Das ist auch ein Teil des Lernprozesses." Warum, das wird Hamilton später noch erklären.

"Als ich aus dem Auto stieg, da war ich einfach leer, denn es war mein erster Fehler des Jahres", so Hamilton gegenüber 'ITV'. "Das auf dem Weg in die Box zu tun, das war nicht etwas, was ich für gewöhnlich mache. Man kann aber nicht durch sein ganzes Leben ohne Fehler gehen."

"Aber ich habe das überwunden und freue mich auf Brasilien", erklärt der Pechvogel weiter. "Das Team wird hart arbeiten, um sicher zu stellen, dass das Auto dort schnell genug ist, und wir haben noch Punkte in der Hinterhand."

"Wir hatten ein großartiges Rennen und wir wussten nicht, ob es regnen würde oder nicht", erinnert sich der Rennfahrer an die Anfangsphase. "Die Reifen wurden schlechter und schlechter und man konnte schon die Lauffläche drunter sehen."

"Als ich an die Box kam, da war es wie Eis, ich konnte nichts dagegen unternehmen. Meine Spiegel waren schmutzig, ich konnte nichts sehen, damit meine Reifen auch nicht. Ich hatte nur das Gefühl, dass sie am Ende sind."

"Es hätte perfekt laufen können", meinte Hamilton über seinen doch späten Boxenstopp. "Ich denke, dass wir im Trockenen den Speed hatten. Mir tut es für das Team Leid, das wie immer fantastische Arbeit geleistet hat", so Hamilton, der sportlich alle Mechaniker und Ingenieure abklatschte. "Wir haben noch ein Rennen zu fahren - und wir können es noch schaffen."

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