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  • 27.07.2001 · 13:14

Häkkinen hält alle Trümpfe in der Hand

In Hockenheim will der Finne siegen, seinen Vertrag um 2 Jahre mit McLaren zu verlägern und hält alle Trümpfe in der Hand

(Motorsport-Total.com/sid) - Der Finne fliegt wieder: Mit seinem souveränen Sieg in Silverstone hat sich McLaren-Mercedes-Pilot Mika Häkkinen nach einer unglaublichen Pechsträhne nicht nur eindrucksvoll in der Spitze der Formel 1 zurückgemeldet, auch im Poker um seinen neuen Vertrag bei den Silberpfeilen hält der zweimalige Weltmeister alle Trümpfe in der Hand.

Mika Häkkinen

Mit dem Sieg in Silverstone hat sich Mika Häkkinen zurückgemeldet Zoom

Nachdem Häkkinen bei seinem ersten Triumph nach zehnmonatiger
Pause alte Klasse gezeigt und auch die letzten Gerüchte über ein
Motivationsloch zerstreut hat, wird Teamchef Ron Dennis kaum an der
Forderung des Finnen nach einem neuen Zweijahresvertrag und einer
Erhöhung seiner Gage auf rund 40 Millionen Mark vorbeigehen können.
DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert hat bereits angedeutet, dass man über Häkkinens Vorstellungen "reden kann", und damit Dennis den Ball zugespielt. DaimlerChrysler ist mit 40 Prozent der größte Anteilseigner bei McLaren. Der Brite hat eine Option auf Häkkinen, würde aber den Kontrakt lieber nur um ein Jahr plus Option verlängern.

Mit einem Sieg am Sonntag beim Mercedes-Heimspiel in Hockenheim könnte Häkkinen sein Blatt weiter verbessern, da mit der offiziellen
Bekanntgabe der McLaren-Fahrerbesetzung für 2002 - David Coulthard
wird auch bleiben - beim Großen Preis von Deutschland wohl noch
nicht zu rechnen ist.

"Ich bin hierher gekommen, um das Rennen zu gewinnen. Ich bin
selbstbewusst und habe ein schnelles Auto", meint Häkkinen. "In
Silverstone hat alles gepasst. An diesem Tag hatte keiner eine
Chance gegen mich", sagt der Finne, der 1998 schon einmal auf dem
Hockenheimring gewonnen hat: "Natürlich würde ich gerne sagen, dass
wir auch in Hockenheim so überlegen sein werden, aber die Arbeit
geht immer wieder von vorn los."

In der Form von Silverstone könnte Häkkinen sogar Ferrari-Star
Michael Schumacher bei dessen Heimrennen in Schach halten, der auch
dank der Pechsträhne des Finnen in den letzten 17 Rennen 16-mal auf
Platz eins oder zwei fuhr. In dieser Saison kann Häkkinen nach den
zahlreichen Ausfällen und Pannen in den ersten zehn Rennen trotz
des Sieges von Silverstone Schumacher den Titel nicht mehr streitig
machen. Sein Punkterückstand ist zu groß.

Deshalb stellt er sich voll in den Dienst des Teams und seines
Silberpfeil-Kollegen Coulthard, der als WM-Zweiter bei 37 Punkten
Rückstand auf Schumacher noch theoretische Chancen auf die WM-Krone
hat. Häkkinen würde den Schotten im Fall des Falles vorbeilassen.
"Wir werden bis zum Saisonende wie ein Team arbeiten", sagt der
Finne: "Wir schauen wie sich das Rennen entwickelt und werden zu
gegebener Zeit Entscheidungen treffen."

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