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  • 28.01.2013 23:51

Grosjean: "Dieses Jahr ist wirklich anders"

Der Franzose spricht über die Unterschiede zu 2012 und seine Pflichten für die kommende Saison: "Jeder wartet darauf zu sehen, ob ich konstant sein kann"

(Motorsport-Total.com) - 2013 bekommt Romain Grosjean eine zweite Chance beim Lotus-Team. In dieser Saison muss der Franzose beweisen, dass er Konstanz an den Tag legen kann. Darüber, über seinen Lernprozess und über die Entwicklung des E21 spricht er im Interview:

Romain Grosjean

Romain Grosjean will 2013 mehr Konstanz an den Tag legen Zoom

Frage: "Inwiefern unterscheidet sich der Romain Grosjean, der in die Saison 2013 geht, von dem, der in die Saison 2012 gegangen ist? Wie hast du dich verändert?"
Romain Grosjean: "Zuerst einmal bin ich älter! Nein, dieses Jahr ist wirklich anders. Ich habe mehr Erfahrung in der Formel 1 und selbst, wenn ich das Team vorher gekannt hätte, weiß ich nun, wie ich mit den Ingenieuren auf technischer Ebene besser zusammenarbeiten kann. Zudem kenne ich alle Strecken und verstehe die verschiedenen Herausforderungen einer Saison besser. Im Großen und Ganzen lief alles ziemlich gut, obwohl einige Dinge nicht ganz so funktioniert haben, wie wir wollten. Es wird sehr interessant, in die neue Saison zu starten."

Frage: "Was sind deine Ziele für 2013?"
Grosjean: "Ich kann deutlich sagen, dass ich viele Punkte für das Team holen möchte - jeder weiß das - aber es wäre falsch zu sagen, dass ich eine bestimmte Position in der Meisterschaft erreichen möchte. Ich möchte so oft wie möglich aus dem Auto steigen und denken: Ich habe einen guten Job gemacht. Zu wissen, dass ich alles getan hab, was ich konnte; stolz auf meine Session sein: Ich hoffe, ich kann mich so oft wie möglich so fühlen."

Bestätigung nach Race of Champions Zufall

Frage: "Was hast du in der vergangenen Saison am meisten gelernt?"
Grosjean: "Es ist hart, nur eine Sache herauszupicken. Man startet seine Formel-1-Karriere und denkt: 'Okay, das ist eine neue Herausforderung, eine harte Herausforderung.' Aber dann arbeitet man sich in die Saison ein und denkt: 'Whoa! Diese Herausforderung ist sogar größer, als ich dachte!' Jedes Element einer Formel-1-Saison ist etwas: das Reisen und wie man es energiesparend bewerkstelligt, mit dem Jetlag zurechtkommen, Medien- und Marketingangelegenheiten, die physischen Vorraussetzungen oder die Vorbereitungen auf die Fahrt im Auto. Ich weiß nun besser, was ich brauche; und das habe ich im letzten Jahr gelernt."


Präsentation des Lotus-Renault E21

Frage: "Wie gut fühlte es sich an, endlich die Bestätigung für 2013 bekommen, die kurz nach deinem Titel 'Champion der Champions' beim Race of Champions kam?"
Grosjean: "Es gab einige Dinge, die wir klären mussten, bevor eine Entscheidung getroffen wurde. Sicher war es nicht schön, zu warten, aber es war sicherlich sehr schön, die Bestätigung zu bekommen. Der Zeitpunkt war auch gut: kurz nach dem Sieg beim Race of Champions, was Zufall war. Das hat mir einen viel besseren Winter ermöglicht."

"Das Race of Champions hat in erster Linie viel Spaß gemacht - mit allen beteiligten Fahrern, wie den Motorradfahrern Mick Doohan, Jorge Lorenzo. Ich konnte mich gut mit allen unterhalten, wir hatten viel Spaß. Am ersten Tag kamen wir mit Frankreich gleich ins Finale und am zweiten Tag habe ich gewonnen. Ich bin sehr glücklich darüber."

Richtige Ansagen sind gefragt

Frage: "Wie viel Input hattest du auf den E21? Hattest du eine Wunschliste, was du magst?"
Grosjean: "Während des gesamten vergangenen Jahres wurde das Feedback über den E20 von den Entwicklern für den E21 interpretiert. Es gab viele Informationen von mir und Kimi, die in dieses Auto geflossen sind. Nach der Saison ist es schwierig zu sagen: 'Im nächsten Jahr möchten wir dies und das haben'. Ich denke, es geht mehr um die Arbeit während der gesamten Saison; über dies und das diskutieren, oder eine Idee über dies und das haben. Nach zwanzig Rennen weiß man mehr oder weniger, was gut war und was nicht. Hoffentlich haben wir für dieses Jahr die richtigen Ansagen gemacht."

Frage: "Wie aufregend waren die Entwicklungen hinter den Kulissen in Enstone?"
Grosjean: "Ich mag den Entwicklungsprozess und wie das Auto 'wächst'. Man sieht das erste Design, man sieht, wie es im Windtunnel getestet wird und nach einer Ewigkeit sieht man endlich das fertige Auto. Es ist sehr interessant und ich verfolge das gerne und verstehe es auch gerne, so gut ich kann, ohne Ingenieur zu sein."

"Die Vorbereitung läuft gut. Ich hatte meine Sitzanpassung. Es war schön, ins Auto zu steigen. Es ist immer eine neue Herausforderung und echt spannend, das Befeuern des Motors zu sehen oder die Sitzanpassung. Das Auto sieht bisher ganz gut aus, von dem, was ich sehen konnte. Ich hoffe, das wird auch auf der Strecke so sein. Es gibt eine Menge Sachen, die wir während der Wintertests ausprobieren wollen - Dinge, die wir im letzten Jahr nicht machen konnten. Ich hoffe, das wird sich auszahlen."


Fotos: Präsentation des Lotus E21


Frage: "Denkst du, dass du 2013 etwas beweisen musst?"
Grosjean: "Ich denke, jeder wartet darauf zu sehen, ob ich konstant sein kann. Das ist etwas, was mir im letzten Jahr ein wenig gefehlt hat. Das weiß ich und ich versuche alles Mögliche, um zu beweisen, dass ich in der Lage dazu bin."

Pause war zu kurz und zu lang

Frage: "Mittlerweile ist es zwei Monate her, seit das Saisonfinale in Brasilien stattfand. Was hast du seitdem gemacht?"
Grosjean: "Die Pause war kurz und lang zugleich. Es ist nicht so lange her, seit wir das letzte Mal im Auto saßen, aber es fühlt sich so lang an, weil wir das Fahren so lieben und vermissen. Die Vorbereitung verlief bisher ganz normal, ich habe eine Erholung bekommen, die wohl jeder gebraucht hat. Dann habe ich Sport gemacht und trainiert, um den Nacken für den ersten Test und 100 bis 120 Runden belastbar zu halten."

"Ich freue mich schon. Der Winter war für alle gut zum Relaxen aber dann möchte man wirklich schnell zurück ins Auto. Ich war ein paar Mal in der Fabrik um die Jungs zu sehen, mich auf die Saison vorzubereiten, aus dem letzten Jahr zu lernen, sich zu verbessern - technisch, persönlich und fahrerisch sowieso. Hoffentlich wird es ein gutes Jahr."

Frage: "Dein Teamkollege wird weiterhin Kimi Räikkönen sein, der schon deutlich mehr Saisons als du auf dem Buckel hat. Hilft es dir, einen solch erfahrenen Kollegen zu haben?"
Grosjean: "Es ist immer gut, einen Teamkollegen mit viel Erfahrung zu haben. Wir haben gesehen, dass es sich für ihn ausgezahlt hat im letzten Jahr. Wir arbeiten gut zusammen und alles ist offen im Team. Das ist gut für beide. Ich habe meine Schlüsse im Winter gezogen und hoffe nun, dass ich alles auf der Strecke umsetzen kann."

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