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Genugtuung für Grosjean: Prost Lügen gestraft

Der Lotus-Pilot will nicht preisgeben, welche technische Änderung am E21 seine sportliche Wiederauferstehung hervorgerufen hatte

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn Sebastian Vettel das Rennen in Bahrain gewonnen hatte, stand mit Romain Grosjean ein weiterer freudestrahlender Sieger auf dem Podium. Nach einem durchwachsenen Saisonstart landete der Franzose mit einer Aufholjagd und Rang drei in Manama einen Befreiungsschlag. Ganz nebenbei hatte der Lotus-Pilot einen seiner schärfsten Kritiker Lügen gestraft: Alain Prost. "Dass ich mich von einer sehr schwierigen Situation erholt habe, zeigt, dass er Unrecht hatte", sagt Grosjean 'RMC Sport'.

Romain Grosjean

Er darf wieder jubeln: Mit seinem Chassiswechsel hat Grosjean gepunktet Zoom

Der 27-Jährige ärgert sich darüber, dass sein mit vier WM-Titeln dekorierter Landsmann in den Medien Ferndiagnosen verbreitete: "Ich habe ihn dieses Jahr noch nicht gesehen", meint Grosjean. "Ich respektiere zutiefst, was er geleistet hat, aber es ist eben auch simpel, Dinge zu sagen, wenn man nicht nahe dran ist." Prost hatte der russischen Publikation 'Championat' noch vergangene Woche über Grosjean erklärt: "Er hat kein Vertrauen in sich selbst, vor allem angesichts der guten Performance von Kimi Räikkönen."

Für den Formanstieg des ehemaligen GP2-Meisters verantwortlich war offenbar keine psychische Neuerfindung des eigenen Ichs, sondern ein Chassiswechsel nach den ersten beiden Freien Trainings am Freitag in Bahrain. "Wir haben herausgefunden, was falsch gelaufen ist. Mechanisch war nichts kaputt", so Grosjean, der zu den Details Stillschweigen bewahren muss und stets nur von Wechselwirkungen spricht: "Ich darf ehrlich gesagt nicht erklären, was es war, weil das vertraulich ist."

Am Funk habe er am Samstagmorgen jedoch von einem Unterschied wie Tag und Nacht berichtet, erinnert sich Grosjean. Im Überschwang sei ihm sogar der Jubel über die Lippen gekommen, das Auto zu lieben. Was nun tatsächlich das Wundermittel war, bleibt jedoch ein Betriebsgeheimnis: "Ich habe mich selbst gefragt, ob es an mir, den Reifen oder dem Wagen liegt. Schlussendlich war es nichts von diesen Dingen, sondern eine sehr schwierig zu beschreibende Wechselwirkung", fasst Grosjean zusammen.