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Frostige Zeiten für Pirelli: Die Reifen zicken wieder

Chinas Kälte hat mit starkem Abrieb und Körnen zwei altbekannte Probleme wieder auf die Agenda gerufen - Sportchef Paul Hembery trotzdem unbesorgt

(Motorsport-Total.com) - Nach trügerischer Ruhe zu Saisonbeginn 2014 schien das Dauerthema Pirelli-Reifen in der Formel 1 ad acta gelegt zu sein. Es dauerte nur vier Rennen, da waren die Italiener wieder in aller Munde: Der China-Grand-Prix am Sonntag bot viel Gesprächsstoff rund um die Pneus, schließlich hatten zahlreiche Piloten mit Körnen und starkem Abbau zu kämpfen. Dazu war auch der kugelförmige Abrieb, die so genannten "Marbles", wieder zu sehen. Für Paul Hembery ist das keine Überraschung.

Pirelli-Reifen

Pirelli-Reifen: Werden die Oberfläche und der Ton der Teams wieder schroffer? Zoom

Der Pirelli-Sportchef macht die niedrigen Temperaturen in Schanghai, die deutlich unter der 20-Grad-Marke lagen, verantwortlich: "Im Prinzip hat es sich so entwickelt wie am Freitag. Die Kälte war nicht gut für uns." Allen voran die weiche Mischung, die neben der Medium-Variante angeliefert wurde, litt. Hembery hat eine weitere Auswirkung registriert: "Dazu gab es viel Abrieb auf der Strecke. Anders als im vergangenen Jahr lag der eher auf der Geraden, sodass zumindest die Kurven 'sauber' waren." Ein Vorteil, schließlich stuften Piloten die "Marbles" schon als Risiko ein.

Grund für die Position der schwarzen Teilchen war Schanghais Streckencharakteristik mit hohen Top-Speeds und eher rauem Asphalt, dazu aber relativ langsamen Kurven. "Deshalb hatten wir schon damit gerechnet", ergänzt Hembery und hebt positive Aspekte hervor: "Der mittelharte Reifen funktionierte gut und wurde im Rennen hauptsächlich genutzt. Das Körnen war sehr viel weniger und er schaffte mehr als 20 Runden mit geringem Abbau. Es gibt deshalb keinen Grund, etwas zu verändern. Wir konzentrieren uns eher auf Dinge für das kommende Jahr."


Fotos: Großer Preis von China


Einen Unsicherheitsfaktor bot vor dem Rennen nur der weichere Reifen, dessen Haltbarkeit und Fahrverhalten die Teams kaum einzuschätzen vermochten. "Das hat Fragen eröffnet", so Hembery, der ein Schwanken zwischen Strategien mit zwei und drei Stopps beobachtete. "Alles in allem war es aber problemlos." Nicht bei Lewis Hamilton, der sich noch kurz vor dem Ende im Funk darüber beklagte, dass seine Vorderreifen in die Knie gehen würden. "Der Letzte, der sich beschwert, ist normalerweise der Sieger", witzelt der Pirelli-Sportchef.

Er lobt seinen britischen Landsmann aber trotz des Vorteils der freien Fahrt an der Spitze für seine Vorstellung. Hemberys Schulterklopfer hört sich im Wortlaut so an: "Er war der Schnellste auf den weichen Reifen und ist den längsten Stint gefahren. Das war mal wieder perfekt. Auch Daniel Ricciardo hat wieder einen guten Job gemacht." Für die kommenden Rennen erwartet Hembery, wieder ein weniger gefragter Mann zu sein: Das Schanghai-Layout wiederholt sich nicht, außerdem ist mit höheren Temperaturen zu rechnen.

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