powered by Motorsport.com
  • 27.10.2016 · 22:45

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Fotostrecke Mexiko-Stadt: Kleine Atemnot vor großer Kulisse

Das Autodromo Hermanos Rodriguez und seine Besonderheiten: Dünne Höhenluft, lange Start-Ziel-Gerade und das große Schaulaufen im vollbesetzten Stadion

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Wochenende gastiert die Formel 1 zum zweiten Mal im grundlegend überarbeiteten Autodromo Hermanos Rodriguez von Mexiko-Stadt. Aus dem Comeback-Jahr 2015 sind vielen Formel-1-Fans die farbenfrohen Bilder von voll besetzten Tribünen und der Partystimmung auf den Rängen im Gedächtnis geblieben. So geht es auch den Piloten der Königsklasse. Die Vorfreude auf den drittletzten Lauf der Formel-1-Saison 2016 ist bei den meisten Fahrern riesig.

Autodromo Hermanos Rodriguez Mexiko Stadt

Auf der Rennstrecke in Mexiko-Stadt fand 1963 der erste Grand Prix statt Zoom

"Im Stadion kommst du dir vor wie ein Rockstar", meint Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat über das Gefühl beim Durchfahren des 42.000 Zuschauer fassenden Baseball-Stadions im dritten Sektor der Strecke. An jener Stelle findet vor den tobenden Massen nach dem Rennen auch die Siegerehrung statt (hier zur Fotostrecke!). "Das direkt nach Austin passt perfekt. Es sind zwei der angenehmsten Schauplätze der Formel 1 gleich im Doppelpack", so Daniel Ricciardo.

"Man muss sich schon darauf einstellen", erklärt Fernando Alonso und bezieht sich dabei auf die Höhenlage. Der 4,3 Kilometer lange Kurs liegt 2.200 Meter über dem Meeresspiegel. Dies bringt weitere Besonderheiten mit sich. Die Verbrennermotoren haben bei erheblich geringerem Sauerstoffgehalt der Luft weniger Leistung. Der Turbo muss dies durch Mehrarbeit ausgleichen. Die Kühlung von Aggregaten und Bremsen wird schwierig, der Anpressdruck und der Luftwiderstand nehmen ab.


Fotostrecke: Formel-1-Strecken 2016: Mexiko-Stadt

Der Verlauf des von Herman Tilke überarbeiteten Kurses ist ein Wechsel aus langen und kurzen Geraden sowie teils sehr engen Ecken. Am Ende des 1,2 Kilometer langen Geradeaussstücks nach Start und Ziel erreichte Sebastian Vettel 2015 mit seinem Ferrari satte 366 km/h. "Hoffentlich wird es in diesem Jahr noch schneller", meint Carlos Sainz. "Bei diesen ganzen Richtungswechseln mit reduziertem Abtrieb fühlt es sich an wie im Kart", sagt WM-Leader Nico Rosberg.

"Ich hatte vergangenes Jahr gedacht, dass es anstrengend wird, war es aber nicht", blickt Kimi Räikkönen zurück. "Man atmet automatisch etwas anders", findet Fernando Alonso. Von der Stimmung beim Grand Prix von Mexiko sind alle Piloten restlos begeistert, vom Layout der Strecke allerdings nicht. "Finde ich nicht besonders toll", winkt Williams-Fahrer Felipe Massa ab. Der Kurs gilt als wenig rhythmisch und fahrerisch nicht sonderlich herausfordernd.

Anzeige

Motorsport-Total.com auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt