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Formel-1-Projekt in Tunesien: Die 500-Millionen-Dollar-Frage

Eine Grand-Prix-Strecke eingebettet in einen Wohn- und Freizeitkomplex, finanziert durch Investments in eine Kryptowährung: Kann ein solches Projekt gelingen?

(Motorsport-Total.com) - Die tunesisch-kanadische Investmentfirma KJ Holdings plant den Bau einer Formel-1-Rennstrecke mit Flutlichtanlage für Nachrennen in Tunesien. In einem Video präsentiert das Unternehmen eine computeranimierte Visualisierung einer imposanten Anlage unweit der Touristenhochburg Hammamet, die im Norden des Landes am Mittelmeer liegt und rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Tunis entfernt ist.

Formel-1-Projekt in Tunesien

Computeranimation der Strecke in Tunesien: Nächste Wüsten-Grand-Prix? Zoom

Ein Finanzierungsplan steht nach Auskunft des Unternehmens bereits. Auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' heißt es, dass das Projekt mit 500 Millionen US-Dollar (rund 405 Millionen Euro) veranschlagt würde. Bis zu 40 Prozent sollen mit einem Börsengang akquiriert werden. Weiteres Geld verspricht man sich aus einem Investmentmodell für Kleinanleger (einer Kryptowährung mit dem Namen "Bitrace"), den Krediten tunesischer Banken sowie dem Vorverkauf von Immobilien.

Denn in der "Tunisia Racing F1 City' soll es weit mehr geben als eine Asphaltbahn und Tribünen. Weil eine Rennstrecke alleine "niemals profitabel" wäre, so heißt es von KJ Holdings, wolle man sie als Highlight in einen Komplex aus Wohn- und Freizeitanlagen Geld einbetten und damit Geld verdienen. Von vier Tennisstadien, einem Fußballstadion, drei Luxushotels, einem Golfkurs, einem Einkaufszentrum, einem Konferenzzentrum sowie 240 Villen und 600 Wohnungen ist die Rede.


Die Verantwortlichen berufen sich darauf, 2013 die Unterstützung des tunesischen Premierministers erhalten zu haben und heute von allen Ministerien des Landes unterstützt zu werden - etwa mit den 300 Hektar Land und der nötigen Infrastruktur, die benötigt werden. Um die Kommunikation mit der FIA und dem Formula One Management (FOM) kümmert sich der Vorsitzende des nationalen Automobilverbandes Chadly Zouiten, der auch als Projektchef präsentiert wird.

Formel-1-Anlage in Tunesien

Prunkvolle Anlage: Es soll viel mehr geben als nur eine Formel-1-Bahn Zoom

Mit einer Fertigstellung ist nicht vor dem Jahre 2021 zu rechnen. Überhaupt steht es in den Sternen, ob das Vorhaben gelingt: Die Finanzierung ist unkonventionell und mit zahlreichen Unbekannten gespickt. KJ Holdings kann zudem nicht auf realisierte Großprojekte dieses Kalibers verweisen.

Neu wäre der Grand-Prix-Sport in Tunesien nicht: Schon den Zwanziger- und Dreißigerjahren - während der französischen Besatzung - wurde in Tunis ein Stadtrennen ausgetragen. In den Siegerlisten finden sich große Namen wie Tazio Nuvolari und Rudolf Caracciola.

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