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Formel 1 Monaco 2018: Verstappen crasht kurz vor Qualifying!

Nico Rosberg übt nach dem Crash von Max Verstappen scharfe Kritik am Red-Bull-Fahrer - Daniel Ricciardo geht jetzt als Favorit ins Qualifying

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat sich im dritten Freien Training zum Grand Prix von Monaco in eine schwierige Ausgangsposition für das vielleicht wichtigste Qualifying des Jahres gebracht. Denn nach seinem heftigen Crash beginnt für die Red-Bull-Mechaniker ein Rennen gegen die Zeit, sein Auto bis zum Beginn der Pole-Entscheidung um 15:00 Uhr deutscher Zeit (Formel 1 2018 live im Ticker) zu reparieren.

Max Verstappen

Max Verstappens Mechaniker haben eine hektische Mittagspause vor sich Zoom

"Max ist manchmal etwas zu selbstbewusst und geht zu viel Risiko ein. Und in Monaco rächt sich das am meisten", analysiert Formel-1-Experte Nico Rosberg. Verstappen lag mit einer Bestzeit von 1:11.787 Minuten (neuer Streckenrekord) in Führung, als er ohne jede Not in der Schwimmbad-Schikane innen die Mauer touchierte und in der Folge relativ heftig crashte.

Die Red-Bull-Mechaniker reagierten flink und hatten schon eine neue Frontpartie vorbereitet, als Verstappen noch auf dem Fußmarsch zurück in die Box war. Der neue Turbo, den man ihm am Freitag eingebaut hatte, dürfte dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Ebenso wenig wie der Fahrer selbst.

In den verbleibenden Minuten verlor Verstappen dann auch noch seinen Streckenrekord an Teamkollege Daniel Ricciardo, um gerade mal eine Tausendstelsekunde. "Bei Daniel haben wir gesehen, dass man solche Dinge vermeiden und dennoch schnell sein kann. Er ist macht einen tollen Job bisher", lobt Rosberg.

Die beiden Ferraris waren im Abschlusstraining zweite Kraft. Sebastian Vettel fehlten 0,237, Kimi Räikkönen (mit neuer Steuerelektronik) 0,356 Sekunden. Das liegt noch im Rahmen, wenn man davon ausgeht, dass Red Bull in Q3 mit den stumpfsten Waffen kämpft, wenn es um die Motorenmodi geht.

Interessant: Ferrari fuhr in FT3 wieder mit der neuen Hinterradaufhängung, die das Team in Barcelona erstmals eingesetzt hatte. Nach der schwachen Vorstellung in Barcelona waren daran Zweifel aufgekommen, sodass am Donnerstag wieder die alte Version drin war. Jetzt scheint sich Ferrari aber für die neue Aufhängung entschieden zu haben.

Der Rückstand von Mercedes ist schon relativ groß. Eine halbe Sekunde fehlt Lewis Hamilton (5.) und Valtteri Bottas (6.) auf Red Bull. Bottas sah zudem ziemlich unglücklich aus, als er sich bei einem Wendeversuch im Notausgang von Sainte Devote den Heckflügel kaputtfuhr. Hamiltons Ausritt in der Hafenschikane war dagegen harmlos.

Hinter den drei Topteams liegt das vordere Mittefeld extrem dicht beisammen. Am Ende des Trainings waren die Toro-Rosso-Junioren Brendon Hartley und Pierre Gasly mit knapp einer Sekunde Rückstand "Best of the Rest". Vor Carlos Sainz (Renault) und Sergei Sirotkin (Williams), der nahtlos an seine solide Leistung vom Donnerstag anknüpfen konnte.

Nico Hülkenberg (Renault) fehlten 1,326 Sekunden auf die Spitze. Das bedeutete am Ende P14, unmittelbar vor Fernando Alonso (McLaren). Richtig abgeschlagen sind nur Haas und Sauber. Für die beiden Teams wäre alles andere als ein Aus in Q1 eine angenehme Überraschung. Aber: In Monaco-Qualifyings gelten bekanntlich eigene Gesetze ...

Rosbergs Fazit: "Niemand wusste vor dem Wochenende, wer in Monaco am schnellsten sein wird. Red Bull war vom ersten Training an sehr schnell, sie sehen wie die Favoriten aus. Daniel hat die beste Chance auf die Pole. Ferrari und Mercedes sind sehr eng beisammen. Aber ich würde sagen, dass Ferrari im Moment das zweitschnellste Auto hat."

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