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Formel 1 Baku: Hamilton bei Aserbaidschan-Premiere vorne

Das erste Training beendet Lewis Hamilton vor Teamkollege Nico Rosberg und dem starken Valtteri Bottas im Williams - Daniel Ricciardo zerlegt seinen Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton hat am Freitagvormittag bei der Formel-1-Premiere in Aserbaidschan die erste Bestzeit auf dem Baku City Circuit gesetzt. Der Mercedes-Star umrundete im ersten Freien Training den 6,003 Kilometer langen Stadtkurs in 1:46.435 Minuten und fuhr damit 0,377 Sekunden schneller als Stallrivale Nico Rosberg, für den nur der zweite Platz blieb. Dritter war überraschend Williams-Pilot Valterri Bottas (+0,661 Sekunden), der auf einer härteren Pirelli-Mischung fuhr und Luft nach oben haben könnte.

Lewis Hamilton

Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton vor der Altstadt-Kulisse von Baku Zoom

Während sich alle Piloten sukzessive an das Limit herantasteten, übertrieb es Hamilton bei zwei Gelegenheiten. In Kurve 15, die mit ihrem engen Notausgang einigen Fahrern zum Verhängnis wurde, bremste der Brite zu weit außen auf dem schmutzigen Teil der Fahrbahn. Er rutschte in die Auslaufzone. Nur wenige Minuten später unterlief Hamilton der gleiche Fehler, diesmal streifte er mit der Vorderachse sogar die Mauer, konnte einen heftigeren Unfall jedoch vermeiden. Einen abschließenden Longrun musste Mercedes streichen, weil er einen Bremsplatten zu beklagen hatte.

Die vielen Patzer waren wohl mangelnder Streckenkenntnis, einer schmutzigen Asphaltdecke und der allgemeinen Schwierigkeit des neuen Hermann-Tilke-Kurses geschuldet. "Es ist definitiv eine herausfordernde Bahn. Sie ist sehr schnell, es gibt viele Mutkurven und es ist ziemlich eng für die Geschwindigkeit", unterstreicht Nico Hülkenberg (Force India). Auch McLaren-Rennleiter Eric Boullier meint: "In der ersten Session war die Strecke ziemlich rutschig. Die meisten Autos sind mit viel Abtrieb gefahren, was aber wohl nicht dem entspricht, was wir noch nutzen werden."

Die konservative Herangehensweise könnte bewirken, dass die Rundenzeiten noch weiter purzeln - und die Höchstgeschwindigkeiten steigen. Schon jetzt wurden über 350 km/h auf der 2,1 Kilometer langen Start- und Zielgerade gemessen. Windschatten soll dort bis zu einer halben Sekunde pro Runde bringen, haben die Messungen im ersten Freien Training ergeben. Hohe Speeds treffen auf null Spielraum für Patzer. "Ich bin mir also sicher, dass viele Fehler passieren", sagt Boullier.

Einziger Bruchpilot: Daniel Ricciardo zerlegt sein Auto

Mit dem Tempo seiner Autos darf der Franzose zufrieden sein: Fernando Alonso (4./+1,554) und Jenson Button (7./+2,584) hielten auf der Powerstrecke Baku trotz Power-Defiziten erstaunlich gut mit. "Ich möchte aber keine Erwartungen schüren", bremst Boullier und warnt vor Euphorie. "Wir wissen, dass die meisten Motorenhersteller am Freitag ein wenig gedrosselt fahren, was wir aber nicht getan haben. Es wird später und am Samtag eine andere Geschichte." Hinzu kommt der hohe Spritverbrauch, der McLaren ebenfalls deutlich mehr ärgern dürfte als Mercedes oder Ferrari.

Apropos Ferrari: Sebastian Vettel (5./+2,192), der sich einen heftigen Dreher leistete, aber nirgends anschlug, und Kimi Räikkönen (12./+3,200) hielten sich noch zurück. Nico Hülkenberg (8.) besitzt das Potenzial, für eine Überraschung zu sorgen. Der Force-India-Pilot nutzte bei seiner schnellen Runde Pirellis Soft-Reifen - also die härteste zur Verfügung stehende Variante. Mit ihr auf den Achsen war er zwar 2,866 Sekunden hinter Hamilton, aber der Champion griff bereits auf Supersoft zurück. Pascal Wehrlein (Manor/+4,784) wurde 20. und hielt sich als Rookie schadlos.

Einen völlig gebrauchten Vormittag erwischte Red Bull: Daniel Ricciardo (13.) zerlegte sein Auto als einziger Pilot. Der Australier war am Ausgang von Kurve 15 zu schnell unterwegs, schlug mit dem Heck in die Mauer ein und provozierte eine Rote Flagge. Er hatte gerade 17 Runden abgespult, damit fehlt ihm wichtige Streckenpraxis. Max Verstappen (16.) musste nach sieben Umläufen die Segel streichen. Rauchzeichen seines Autos entpuppten sich nach einem Check als Ölleck.

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