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Formel 1 Bahrain 2015: Ferrari dominiert erstes Training

Kimi Räikkönen sichert sich in Sachir seine erste Trainingsbestzeit der Formel-1-Saison 2015 - Ferrari-Doppelführung mit einer halben Sekunde Vorsprung

(Motorsport-Total.com) - Einen überraschenden Ausgang brachte das erste Freie Training zum Grand Prix von Bahrain in Sachir (Formel 1 2015 live im Ticker). Denn an die Spitze der Zeitentabelle setzten sich nicht etwa die bisher so dominanten Mercedes-Silberpfeile, sondern die beiden Ferrari-Fahrer. Die bestätigten damit die Erwartung, dass ihnen hohe Temperaturen besonders entgegenkommen könnten.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen sicherte sich die erste Bestzeit des Wochenendes in Bahrain Zoom

Kimi Räikkönen erzielte eine Bestzeit von 1:37.827 Minuten und war um 0,202 Sekunden schneller als Sebastian Vettel. Mercedes landete auf P15/16 - mit rund eineinhalb Sekunden Rückstand. Verkehrte Welt in Bahrain? "Das ist das wahrscheinlich am wenigsten aussagekräftige Training des ganzen Jahres", relativiert Reifenhersteller Pirelli. Und Formel-1-Experte Marc Surer erklärt: "Weil es am Nachmittag bei Hitze gefahren wurde, das Rennen aber erst am Abend, bei Dunkelheit, stattfindet."

Aber Zahlen lügen nicht, und am Ende der 90 Minuten hatte Räikkönen mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung auf Landsmann Valtteri Bottas (Williams), Carlos Sainz (Toro Rosso) und Daniel Ricciardo (Red Bull). "Mercedes hat keine schnelle Runde gesetzt. Die arbeiten mehr für Sonntag", sagt Ferrari-Testfahrer Marc Gene. "Aber ja, wir sind schnell, wir sind da." Und zwar "ein bisschen besser als in Schanghai. Wir werden versuchen, das Rennen zu gewinnen. Warum nicht?"

Was Surer nicht für ausgeschlossen hält: "Sie haben bei ähnlichen Temperaturen schon bewiesen, dass sie das können. Optimistisch sein ist nicht verkehrt." Zumal sich ein vermeintlicher Defekt am (neuen) Motor von Vettel als Irrtum herausgestellt hat: "Sebastian hat nach der dritten Kurve etwas gespürt, aber sie haben das kontrolliert und es ist alles okay. Es ist ein neuer Motor. Bis jetzt ist alles gut damit", beruhigt Gene.

Bei Mercedes verfolgte man heute offensichtlich ein ungewöhnliches Trainingsprogramm, denn insgesamt 45 Runden und ein freiwilliges Ende schon neun Minuten vor Ablauf der Zeit deuten nicht auf überhöhte Panik hin. Lewis Hamilton klagte zwar - wie schon (mehrmals) in Schanghai - über einen heißen Sitz, Nico Rosberg war einmal in der neuralgischen Kurve 10 jenseits der Ideallinie, aber ansonsten verlief die Session aus silberner Sicht problemlos.

Fernando Alonso schien zwischenzeitlich sogar auf Platz eins auf, rutschte aber im Finish noch auf Rang sieben ab (+0,771). Weniger gut lief es für Teamkollege Jenson Button, der gleich im ersten Run einen merkwürdigen Dreher in der ersten Kurve verzeichnete. "Es war ein Elektronikdefekt. Das Auto ging einfach aus", gesteht McLaren-Teamchef Eric Boullier. "Wir haben einige Zeit gebraucht, um den Fehler aufzuspüren, doch dann war es zu spät, um noch einmal auf die Strecke zu gehen. Wir hoffen, wir sind zum zweiten Training bereit."

Das Schweizer Sauber-Team brachte mit Felipe Nasr wieder einen Fahrer in die Top 10. Marcus Ericsson (17./+1,707) konnte das Potenzial hingegen nicht entfalten, weil es ein Problem mit seiner Höchstgeschwindigkeit gab. "Wir wissen, was es ist. Das klären wir nach der Session", funkte ihm sein Renningenieur. Irgendwo dazwischen im dichten Mittelfeld: Felipe Massa (10./Williams/+0,963), Nico Hülkenberg (13./Force India/+1,360) und Jolyon Palmer (14./Lotus/+1,456).

Manor-Marussia fuhr einmal mehr hoffnungslos hinterher - diesmal fehlten dreieinhalb Sekunden auf Ericsson. Für die vielleicht spektakulärste Szene in einem ansonsten wenig aufregenden Training sorgte übrigens Pastor Maldonado: Der Lotus-Fahrer kam in der Zielkurve von der Strecke ab, fuhr ins Kiesbett, blieb aber voll auf dem Gas und kam ungeschoren davon. Am Ende war er als Zwölfter trotzdem um fast eine halbe Sekunde schneller als Freitagstester Palmer.

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