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Qualifying in Melbourne: Mercedes 1,4 Sekunden vor dem Rest

Start der Formel 1 2015: Lewis Hamilton sichert sich die Pole für den Grand Prix von Australien vor Rosberg - Vettel Vierter - Größte McLaren-Pleite seit 1983

(Motorsport-Total.com) - Das hat gesessen! Mercedes wurde seiner Favoritenrolle für die Formel-1-Saison 2015 im Qualifying zum Grand Prix von Australien (Formel 1 live im Ticker) voll gerecht: Weltmeister Lewis Hamilton sicherte sich die Pole-Position vor Vorjahressieger Nico Rosberg - während die Konkurrenten zu Statisten degradiert wurden. Zwar patzte der eine oder andere Silberpfeil-Gegner im entscheidenden Q3, aber Felipe Massa (Williams) hatte als erster Verfolger schon ernüchternde 1,391 Sekunden (!) Rückstand.

Gelungen indes der Ferrari-Einstand von Sebastian Vettel: Der viermalige Champion, im Abschlusstraining noch schnellster Nicht-Mercedes-Fahrer, landete auf dem vierten Platz und hatte am Ende nur 0,039 Sekunden Rückstand auf Massa. "Bitter, Platz drei wäre möglich gewesen", seufzt Vettel. "Der letzte Versuch war Murks. Ich habe die Runde abgebrochen, weil ich nicht die Aussicht hatte, meine Zeit zu verbessern."

Aber gegen die erdrückende Mercedes-Dominanz wäre sowieso kein Kraut gewachsen gewesen. "Im Moment haben wir von der Pace einen wirklich soliden Vorsprung", weiß Sportchef Toto Wolff. "Ob es eine Sekunde ist oder acht Zehntel, weiß ich nicht, aber der Vorsprung ist schon da." Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal: "Wir hatten ein Problem mit dem Reifendruck." Nicht zu vergessen das Bremsproblem an Rosbergs Auto heute Morgen.

"Ich schätze mich glücklich, dieses Auto fahren zu dürfen, und bin sehr dankbar dafür", schwärmt Hamilton, der in Melbourne erst einmal gewonnen hat und 2014 ausgeschieden ist: "Als Team hoffen wir auf einen besseren Start. Beide Fahrzeuge sollen am Sonntag erfolgreich sein." Rosberg akzeptiert die Niederlage: "Lewis war in beeindruckender Form. Er war extrem schnell und hat es auf den Punkt gebracht. Ich hatte auch den Speed, habe es aber nicht zusammengekriegt."

Die dritte Startreihe ist eine finnische: Kimi Räikkönen verlor das Ferrari-Stallduell gegen Vettel lediglich um 0,033 Sekunden, nachdem ihm in den Freien Trainings noch wesentlich mehr gefehlt hatte, und Valtteri Bottas (Williams) bekam aufgrund von Bremsproblemen keine saubere Q3-Runde zustande. Den ersten Versuch musste er ohne Zeit abbrechen, im zweiten kam er in der letzten Kurve zu stark über den Randstein. Rückstand: 1,760 Sekunden.

"Tolle Leistung unter diesen Umständen, Valtteri. Großartig gemacht", klatschte Bottas' Renningenieur noch am Boxenfunk Beifall. Williams-Ingenieur Rob Smedley verrät nämlich: "Valtteri hat sich ab Mitte des zweiten Qualifyings über Rückenschmerzen beschwert. Wir haben dann uns dann seinen Sitz angeschaut, aber damit ist alles in Ordnung. Ich weiß nicht was passiert ist, ob er sich vielleicht den Rücken irgendwo angestoßen hat."

Lokalmatador Daniel Ricciardo (Red Bull/+ 2,002), Carlos Sainz (Toro Rosso/+2,183) und die beiden Lotus-Fahrer Romain Grosjean (+2,233) und Pastor Maldonado (+3,153) komplettierten die Top 10. Dass Red Bull zumindest einen Fahrer in die Top 10 bekam, muss nach den Renault-Problemen als Erfolg gewertet werden: "Ich bin jetzt etwas glücklicher", sagt Ricciardo. "Mit Platz sieben müssen wir nach diesem Wochenende zufrieden sein. Aber wir haben Probleme."

Felipe Nasr hätte nach dem leidigen Rechtsstreit mit Giedo van der Garde beinahe ein kleines Sauber-Wunder wahr gemacht, als er am Ende von Q2 plötzlich als Neunter auf dem Zeitenmonitor auftauchte. Am Ende reichte es für den Rookie nur zu Platz elf. Dahinter landete Max Verstappen (Toro Rosso), der in seinem ersten Formel-1-Qualifying zuerst über ein Drücken auf die rechte Schulter klagte und dann einen Fahrfehler einbaute.

Daniil Kwjat (Red Bull) wurde 13., unmittelbar vor dem Force-India-Duo Nico Hülkenberg und Sergio Perez - das gerade mal durch eine Tausendstelsekunde getrennt war! "Sergio ist ein starker Fahrer, es wird in diesem Jahr wieder eine enge Kiste", weiß Hülkenberg. "Leider sind am Ende im Vergleich zur Konkurrenz die Rundenzeiten zu langsam. Auf eine Runde sind wir etwas zu langsam, im Renntrimm vermutlich auch."

Die größte Pleite des Tages lieferte aber die wiederbelebte McLaren-Honda-Partnerschaft ab: Weil Manor-Marussia nicht am Qualifying teilnahm, war niemand langsamer als Jenson Button und Kevin Magnussen. Schlechter war McLaren seit Monaco 1983 nicht mehr. Kein Wunder, dass "Mister McLaren" Ron Dennis zerknirscht ist: "Die Zeiten sprechen für sich. Wir sind weit zurück, aber die anderen Hersteller haben auch ein Jahr Vorsprung."

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