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Ferrari SF21: Chefdesigner erklärt "radikale Änderungen" am Auto

Warum sich Ferrari beim Formel-1-Auto SF21 für zahlreiche Innovationen entschieden hat und an welchen Stellen besonders viel geändert wurde

(Motorsport-Total.com) - Was neu ist am Ferrari SF21 für 2021? Vieles! Das zeigt schon ein flüchtiger Blick auf den Ferrari-Neuwagen. Denn das italienische Traditionsteam hat den SF1000 von 2020 im großen Stil weiterentwickelt und an vielen Stellen optimiert. Warum, das hat Ferrari-Chefdesigner Enrico Cardile bei der offiziellen Fahrzeugpräsentation erklärt.

Ferrari SF21

Ferrari hat den SF21 vorgestellt - mit einem "radikal" umgebauten Heckbereich Zoom

Demnach habe Ferrari mit dem Modell 2021 zwei große Ziele verfolgt. "Wir wollten einerseits das aerodynamische Handicap [der neuen Regeln für 2021] wettmachen und andererseits den Luftwiderstand reduzieren", sagt Cardile. Das Ergebnis sind zahlreiche neue Winglets und Luftleitbleche rund um den Ferrari SF21.

Der größte Umbau aber fällt laut Cardile nicht sofort ins Auge: Im Heck des Rennwagens arbeiten ein neuer Verbrennungsmotor sowie ein überarbeitetes Getriebe samt neuer Hinterrad-Aufhängung.

Wo Ferrari die "radikalen Änderungen" versteckt

Cardile erklärt: "Als wir das Projekt SF21 begonnen haben, mussten wir uns sofort für einen Bereich des Fahrzeugs entscheiden, in dem wir eine radikale Änderung durchführen würden. Wir haben uns für das Heck entschieden." Genau dort hat Ferrari seine zwei Entwicklungstoken eingesetzt.


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Und Cardile zeigt sich zuversichtlich, die richtigen Maßnahmen ergriffen zu haben: "Im Zusammenspiel mit dem, was unsere Kollegen beim Antriebsstrang entwickelt haben, haben wir jetzt ein wesentlich schlankeres Heck." Das bietet aerodynamische Vorteile.

Modifiziertes Kühlsystem am Ferrari SF21

Dazu beigetragen hat auch eine Umstellung beim Kühlsystem des SF21. "Der zentral eingebaute Kühler ist jetzt mehr gefordert", sagt Cardile. "Gleichzeitig ist das Bodywork kompakter ausgefallen."

Was er damit meint: Ferrari hat den Lufteinlass der Airbox über dem Cockpit vergrößert und parallel dazu die Öffnungen in den Seitenkästen leicht verkleinert. Es strömt nun also mehr Kühlluft durch die Airbox und weniger durch die Seitenkästen.

Ergänzt werden diese Neuerungen durch eine völlig neugestaltete Luftführung gleich bei der Frontpartie des Fahrzeugs. Cardile spricht von einem "neuen Frontflügel" und einer "neuen Nase". Einzig Chassis und Vorderrad-Aufhängung habe man vom Vorjahresmodell SF1000 übernommen.

Ferrari: Regeländerungen sind doch kein Problem!

Und das, obwohl die Formel-1-Autos 2020 eigentlich fast ohne Änderungen auch in die Saison 2021 hätten gehen sollen, als Sparmaßnahme in der Coronakrise. Praktisch aber sorgte schon die Unterboden-Neuregelung für größere Umbauten an den Fahrzeugen. Und Ferrari hat sein Auto obendrein betont kleinteilig weiterentwickelt, wie diverse Winglets zeigen.


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"Solche Herausforderungen", sagt Cardile, "schrecken uns sicherlich nicht. Wir nehmen sie an, wie immer in dem Wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Und wir müssen dem Namen, den wir repräsentieren, Ehre erweisen."

Vergangenes Jahr ist Ferrari das mit dem SF1000 nicht gelungen: Das Formel-1-Traditionsteam blieb komplett ohne Sieg und rutschte auf WM-Rang sechs ab. So schlecht hatte sich Ferrari schon seit knapp 40 Jahren nicht mehr in der Konstrukteurswertung klassiert.

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