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  • 05.10.2018 · 15:07

  • von Dominik Sharaf

Fernando Alonso "frustriert": McLaren testet freitags nur noch für 2019

Ein Dreher nach einem Fahrfehler und entnervende Entwicklungsarbeit verhagelten dem Ex-Weltmeister das Freitagstraining - Alonso befürchtet "bluten zu müssen"

(Motorsport-Total.com) - Frustrierender Freitag für Fernando Alonso beim Japan-Grand-Prix (Formel 1 2018 live im Ticker!): Der McLaren-Pilot kam in den ersten beiden Trainings in Suzuka über den 17. Rang im Tagesklassement nicht hinaus und war 2,771 Sekunden hinter der Spitze. Dazu leistete er sich am Vormittag einen wilden Dreher, der im Kiesbett endete. Die Aussichten für das Wochenende sind trostlos.

Fernando Alonso

Fernando Alonso muss in Japan ordentlich unter seinem McLaren leiden Zoom

Alonso erklärt seinen Ausritt in der Degner-Kurve: "Ich bin auf den Dreck gekommen und abgeflogen", meint er, hätte aber lieber von dem Grünstreifen sprechen sollen, den er beim Anbremsen mit dem linken Vorderrad erwischte und deshalb die Kontrolle verlor. Klassischer Fahrfehler. Die gute Nachricht: "Ich habe nichts am Auto beschädigt." Doch darüber konnte Alonso sich nicht freuen.

Er weiß, dass sich McLaren im Angesicht der sportlichen Krise längst nur noch um die kommende Saison bemüht - wenn er nur noch Formel-1-Fan ist: "Wenn wir bestimmte Probleme haben oder die Aerodynamik uns Schwierigkeiten macht, nutzen wir die Freitage schon als Tests für 2019", weiß Alonso. "Oft tut das Auto deshalb nicht das, was es tun soll." So war es wohl auch in Suzuka.

"Es sorgt für Frust, weil ich nicht die Runden fahren kann, die optimal wären, um das Wochenende vorzubereiten. Aber es hilft dem Team", hadert Alonso und macht den McLaren-Fans wenig Mut, dass es in Japan um WM-Punkte gehen könnte. "Wir hoffen auf Regen, was aber nicht heißt, dass wir im Nassen einen wahnsinnigen Leistungssprung erwarten würden", sagt Alonso. "In Ungarn sind wir nicht einmal in das Q3 gekommen. Aber klar ist, dass wir im Trockenen bluten müssen."

Japan- und Suzuka-Fan Alonso zeigt sich traurig, sich in dieser Manier von seinem Lieblingskurs verabschieden zu müssen: "Ich komme als Tourist und genieße das Rennen mit den Fans auf der Tribüne."

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