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F1-Training Ungarn 2021: Kein Quali für Schumacher nach 30g-Crash?

Haas-Rookie Mick Schumacher fliegt im dritten Freien Training auf dem Hungaroring ab und muss jetzt um seine Teilnahme am Qualifying bangen

(Motorsport-Total.com) - Das Abschlusstraining zum Grand Prix von Ungarn 2021 wurde 17 Minuten vor Schluss wegen eines Unfalls von Mick Schumacher unterbrochen. Der Haas-Pilot flog auf seiner schnellen Runde mit der weichsten Reifenmischung bei Kurve 11 von der Strecke ab und sorgte damit für rote Flaggen.

Unfall von Mick Schumacher (Haas) im dritten Freien Training zum Grand Prix von Ungarn 2021 auf dem Hungaroring bei Budapest

Mick Schumacher ist im dritten Freien Training auf dem Hungaroring abgeflogen Zoom

"Sorry dafür. Ich weiß, was das bedeutet. Es tut mir leid", funkte Schumacher, hörbar geknickt, an sein Team. Denn so kurz vor dem Qualifying (Formel 1 ab 14:55 Uhr im Liveticker) wird es für seine Mechaniker eine Riesenherausforderung, das Auto rechtzeitig flott zu machen.

"Das Auto schaut ramponiert aus", seufzt Teamchef Günther Steiner im Interview mit 'Sky'. "Es sieht danach aus, dass der Lufteinlass beim Kühler auch kaputt ist. Wir müssen schauen, ob wir das Chassis wechseln müssen. Ich glaube eher schon. Ich glaube, mit dem Qualifying wird das nichts werden bei Mick." (ANZEIGE: Ob es Haas gelingt, das Auto rechtzeitig zu reparieren, kannst Du übrigens auch kurzentschlossen live verfolgen. Mit einem sofort buchbaren Supersport-Ticket live streamen, ganz ohne Receiver. Jetzt informieren!)

Zumindest scheint Schumacher aber gesundheitlich mit einem blauen Auge davongekommen zu sein: "Ein Einschlag ist nie schön. Er wird jetzt ins Medical Center gebracht und dort durchgecheckt. Aber er hat durchgefunkt, er ist okay", gibt Steiner Entwarnung.

Wenig später gab es von der Untersuchung durch die Formel-1-Ärzte endgültig grünes Licht, wie das Haas-Team inzwischen auf Twitter bestätigt hat. Ebenfalls bestätigt ist inzwischen die Wucht der Verzögerung beim Einschlag, die mit über 30g gemessen wurde.

Hinweise auf ein technisches Gebrechen gibt es übrigens nicht. Es dürfte sich schlicht und einfach um einen Fahrfehler gehandelt haben: "Wir haben mit dem Ingenieur die Daten angeschaut. Es sieht so aus, als sei er sehr aggressiv unterwegs gewesen. Er wollte das Maximum rausholen. Da hat's nicht mehr gepasst", bestätigt Steiner.

Das Abschlusstraining wurde nach acht Minuten Unterbrechung wieder freigegeben, sodass die Topstars doch noch Gelegenheit hatten, eine Qualifyingrunde zu simulieren. Am Ende stand Lewis Hamilton (Mercedes) mit einer Bestzeit von 1:16.826 Minuten an der Spitze, 0,088 Sekunden vor seinem Titelrivalen Max Verstappen (Red Bull).

Dahinter landete Valtteri Bottas (Mercedes/+0,229), der zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch in Führung gelegen war. Auf P4/5 dann die im Vergleich zum Freitag stark verbesserten Ferraris, denen die etwas kühleren Temperaturen entgegenkommen dürften. Carlos Sainz war mit seinem neu eingebauten Motor um 0,023 Sekunden schneller als Charles Leclerc.

Sebastian Vettel (Aston Martin) belegte mit 1,409 Sekunden Rückstand den 13. Platz. Trotz einer defekten Dichtung. "Wenn wir im Qualifying einen guten Job machen, sind vielleicht die Top 10 drin", glaubt Teamchef Otmar Szafnauer, der im Hinblick auf die Wetterprognose sagt: "Unsere beiden Fahrer fühlen sich im Regen sehr wohl. Im Grunde wäre uns das nicht unrecht."

Ein weiteres "Highlight" des dritten Trainings war jene Situation, als Vettels Teamkollege Lance Stroll in der Boxenstraße über den Frontflügel von Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo) gefahren ist, der sich dafür seinerseits mutmaßlich eine Strafe für unsichere Freigabe eingehandelt hat.

Giovinazzi eckte später auch noch bei Pierre Gasly (AlphaTauri) an, dem er im letzten Sektor im Weg stand. Beide Zwischenfälle wurden von den FIA-Rennkommissaren untersucht. Für die unsichere Freigabe gab's 5.000 Euro Geldstrafe, für die Situation mit Gasly eine Verwarnung.

"Das war wirklich eine Schrecksekunde, weil Pierre auf einer schnellen Runde war und Giovinazzi ihn nicht gesehen hat", sagt AlphaTauri-Teamchef Franz Tost im Interview mit 'Sky'. "Er ist auch wahrscheinlich über Funk nicht informiert worden. Das ist gerade hier auf dem Hungaroring, wo die Abstände sehr gering sind auf dieser kurzen Strecke, schon eine gefährliche Sache."

Trotzdem glaubt Tost, "dass wir mit Pierre in der Lage sind, um einen siebten, achten Platz zu fahren. Er hat seine schnelle Runde wegen der roten Flagge leider abbrechen müssen. Dann ist der Reifen natürlich bei der zweiten Ausfahrt nicht mehr so konkurrenzfähig. Yuki hat sich schön gesteigert. Ich denke also, dass er sicherlich ins Q2 kommt. Dann sind wir morgen gut dabei."


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Für McLaren war das Abschlusstraining die letzte Möglichkeit vor dem Qualifying, die neuesten Updates zu testen. "So weit, so gut", sagt Teamchef Andreas Seidl nach den Positionen sechs (Lando Norris) und acht (Daniel Ricciardo). "Die Änderungen, die wir am Auto vorgenommen haben über Nacht, haben gut funktioniert."

"Wenn man sich die Platzierungen ansieht, dann sind wir sehr zufrieden. Wir wollen diesen Kampf um P3 gegen Ferrari, die sehr stark sind, offenhalten. Daher war es wichtig, dass wir noch einmal Updates bringen. Die haben gut funktioniert und die sind auch jetzt am Auto. Das hilft uns hoffentlich, dass wir am Nachmittag ins Q3 kommen und Ferrari die Stirn bieten können."

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