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Entwarnung bei Button: Karbonfragment aus Auge entfernt

Ein Karbonteilchen fällt im Training ins linke Auge von Jenson Button - Er wird am Samstag wieder in Hockenheim fahren können - Fernando Alonso feiert Geburtstag

(Motorsport-Total.com) - Entwarnung bei Jenson Button: Der McLaren-Pilot hat sich keine Augenverletzung zugezogen und wird am Samstag wieder in Hockenheim in sein Formel-1-Cockpit steigen können. Im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Deutschland stellte der Routinier seinen Boliden nach 16 Runden ab und klagte über Schmerzen im linken Auge. Da im Medical Center an der Strecke das Problem nicht gelöst werden konnte, wurde Button nach Mannheim in ein Krankenhaus gebracht.

Jenson Button

In der Klinik in Mannheim wurde das Karbonteilchen aus dem Auge entfernt Zoom

Am späten Nachmittag kehrte der Brite nach Hockenheim zurück und klärte auf, was eigentlich genau geschehen war: "Alles ist okay. Ich hatte etwas in meinem Auge, Karbon oder ein kleines Teil, das herausgenommen werden musste. Mir ist das schon früher einmal passiert, ein kleines Karbonteilchen von den Bremsen. Ich hatte nicht nur Staub im Auge, es war etwas schlimmer. An der Strecke hatten sie nicht das richtige System für einen Check. Also wurde ich im Krankenhaus genau untersucht. Sie haben es herausgewaschen und jetzt ist alles gut."

Auch wenn es unter Anführungszeichen ein harmloser Zwischenfall war, war es dennoch sehr unangenehm: "Es war sehr schmerzhaft, deswegen bin ich stehengeblieben", so Button. "Das Team hat mir gesagt, dass sie sechs Runden mit den Supersoft-Reifen brauchen. Bevor ich stoppte, hatte ich sechs Runden absolviert. Also war alles in Ordnung." Obwohl der McLaren-Pilot im zweiten Training nur rund die Hälfte der Runden der anderen Fahrer fuhr, blieb er auf dem achten Platz.

35 Jahre jung: Kleine Party für Fernando Alonso

Teamkollege Fernando Alonso beendete den Freitag auf dem zehnten Rang. McLaren ist erneut in den Top 10 zu finden. "Abgesehen von meinem Auge war das Training okay", findet Button sein Lächeln wieder. "Das Gefühl im Auto war nicht zu schlecht, aber ich bin mit wenig Benzin keine gute Runde gefahren. Im letzten Sektor kam ich in Verkehr, aber trotzdem bin ich Achter. Man kann sich immer noch verbessern. Für morgen ist unser Ziel, dass wir das viertbeste Team sind."

Alonso feierte am Freitag seinen 35. Geburtstag. In der Box gab es auch eine kleine Party: "Es ist schön, dass ich meinen Geburtstag gemeinsam mit dem Team feiern kann, denn wir verbringen 200 Tage pro Jahr miteinander. Es war heute ein schönes Gefühl", schmunzelt der zweimalige Weltmeister. Auf der Strecke lief es nicht ganz perfekt. McLaren arbeitete an der Abstimmung und fand noch keine ideale Balance.

Der Spanier meint: "Wir müssen unsere Pace verbessern. Im ersten Training waren wir aus dem Stand konkurrenzfähig, aber dann büßten wir am Nachmittag etwas Performance ein. Wir müssen weiter am Setup arbeiten und das Auto verbessern." Das Ziel ist der siebte Platz, der am Freitag an Force India ging. "Wir müssen realistisch sein. Die besten drei Teams sind nicht in Reichweite, aber dahinter tobt ein enger Kampf. Wenn wir unsere direkte Konkurrenz schlagen wollen, müssen wir alles gut hinbekommen. Es könnte etwas schwieriger als in Ungarn werden. Am Sonntag erwarten wir dennoch WM-Punkte."

Vor allem für Honda ist der Grand Prix von Deutschland ein besonderes Wochenende, denn 2014 waren die Japaner noch nicht dabei. "Wir arbeiteten heute an der Power Unit und am Setup des Chassis, damit das Auto zu diesem Powerkurs passt", sagt Honda-Motorsportchef Yusuke Hasegawa. "Honda fährt zum ersten Mal auf dieser Strecke, also arbeiteten unsere Ingenieure daran, die Charakteristik des Antriebs anzupassen. Da es keine Probleme gibt, konnten wir viele Daten sammeln."