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Doch kein Zoff zwischen Lewis Hamilton und George Russell

Lewis Hamilton soll angeblich nicht mehr mit George Russell sprechen, seit der in seinem Mercedes gesessen ist, doch die Gerüchte entsprechen nicht der Wahrheit

(Motorsport-Total.com) - Rund um den Saisonauftakt 2021 in Bahrain kamen in der Formel 1 Gerüchte auf, wonach Lewis Hamilton angeblich nicht mehr mit George Russell redet, seit dieser beim Grand Prix von Sachir 2020 als Ersatzmann dessen Mercedes beinahe zum Sieg pilotiert hätte. Jetzt hat sich herausgestellt: An diesen Gerüchten war nichts dran.

Lewis Hamilton, George Russell

Das Verhältnsis zwischen Lewis Hamilton und George Russell ist nicht beschädigt Zoom

Besonders in Fancommunitys war der Eindruck entstanden, Hamilton fühle sich durch Russell möglicherweise bedroht. Kompletter Unsinn, wie der siebenmalige Weltmeister auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' klarstellt: "Unsere Beziehung ist hundertprozentig intakt. Sie ist genau wie vorher auch."

Russell stellt klar, wie es zu dem Missverständnis gekommen sein könnte: "Mir wurde die Frage gestellt, ob ich nach dem Rennen im Mercedes mit Lewis gesprochen habe. Und nein, das hatten wir nicht, denn wir sprechen nach einem Rennen eigentlich nie miteinander. Wir fahren ja gegeneinander."

"Wenn wir uns über den Weg laufen, sprechen wir natürlich. Dann gibt's einen kurzen Faustgruß und ein paar nette Worte. Wie das halt immer war, auch schon vor Bahrain. Meine Beziehung zu Lewis ist genau gleich wie zu vielen anderen Fahrern im Paddock: total okay. Es gibt kein böses Blut und keine Probleme zwischen ihm und mir."

Das wurde dann auch spätestens nach dem Grand Prix in Imola den letzten Zweiflern klar. "Nach seinem Unfall", erzählt Hamilton, "habe ich eine Nachricht an George gepostet. Die kann ja jeder sehen. Er muss seinen eigenen Weg gehen, aber er ist ein toller Kerl und hat großartige Arbeit geleistet, als er bei uns gefahren ist. Und das wird auch weiterhin so sein."


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Ob Russell 2022 Teamkollege von Hamilton bei Mercedes wird, das steht noch nicht fest. Branchenkenner schreiben ihm aber gute Chancen zu, denn sein Williams-Vertrag läuft mit Ende 2021 aus, und Valtteri Bottas hatte seit 2017 genug Chancen, sich zu beweisen. Viele finden, dass jetzt mal Russell dran sein sollte.

Außerdem würde der 23-Jährige bei anderen Teams wahrscheinlich offene Türen einrennen, sollte ihn Mercedes wieder nicht zum Zug kommen lassen und er sich deswegen einen neuen Partner suchen. Aber "das kommt mir im Moment gar nicht in den Sinn", versichert Russell auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com', denn: "Mercedes war vom ersten Tag an loyal zu mir."

"Sie vertrauen mir, ich vertraue ihnen", unterstreicht er. "Seit ich 2016 bei Mercedes unterschrieben habe, war immer klar, dass ich meine Chancen kriegen werde, solange ich auf der Strecke meinen Job erledige. In der GP3, der Formel 2 und bisher auch in der Formel 1 haben sie immer Wort gehalten. Warten wir ab. Im Moment beschäftige ich mich damit nicht."