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Dennis will Bewertung abwarten: Umstrukturierung braucht Zeit

Aktuell findet bei McLaren ein großer Umbruch statt, der seinen Höhepunkt mit der Ankunft Hondas findet, doch Ron Dennis will erst im kommenden Jahr Bilanz ziehen

(Motorsport-Total.com) - Never change a winning team, sagt ein bekanntes Sprichwort aus, doch das kann derzeit nur für Mercedes gelten. Für die lange Zeit erfolgsverwöhnte Konkurrenz von Ferrari oder McLaren läuft es hingegen weniger rosig, sodass sich in diesen Teams Veränderungen breit machen. Allen voran Ferrari zeigt sich in Wechsellaune und machte durch Ablösungen von Teamchef Stefano Domenicali, Motorenchef Luca Marmorini und jüngst Präsident Luca di Montezemolo von sich Reden.

Kevin Magnussen, Ron Dennis

Ron Dennis kümmert sich in dieser Sasion wieder intensiver um das Formel-1-Team Zoom

Doch auch bei McLaren findet aktuell ein Umbruch statt - allerdings nicht ganz so auffällig. Für große Schlagzeilen sorgten die Entmachtung von Teamchef Martin Whitmarsh, dessen Aufgaben nun Eric Boullier übernommen hat, sowie das "Comeback" von McLaren-Boss Ron Dennis. Doch damit war die Umstrukturierung beim Team noch nicht gelaufen. In dieser Woche fing auch der neue Chefingenieur Peter Prodromou, der von Red Bull kam, seinen Job an. Im Hintergrund läuft noch mehr.

Erste Erfolge ließen sich in dieser Saison bereits sehen, zumindest dachte man das am Anfang, nachdem Kevin Magnussen und Jenson Button gleich beim ersten Rennen mit Ron Dennis an der Spitze auf die Ränge zwei und drei fuhren, doch seit dem Doppelpodest von Australien kam kein weiterer Achtungserfolg hinzu. Doch Ron Dennis mahnt, dass sichtbare Erfolge erst langfristig erkennbar sein würden.

"Wenn man Leute zusammenbringt, dann bringt man auch ihre Persönlichkeiten zusammen, und das klappt nicht innerhalb von einem Monat oder zwei", wird er von 'Autosport' zitiert. "Man muss erst alles richtig formen, um sicherzustellen, dass alles reibungslos läuft." Doch in der Formel 1 werde stets der schnelle Erfolg erwartet. Alles soll von hier auf jetzt plötzlich funktionieren und perfekt sein, was Dennis allerdings für Unsinn hält.


Fotostrecke: Die letzten McLaren-Weltmeister

"Wenn ein neuer großer Sponsor kommt, dann bauen sie als erstes ein neues Motorhome und bauen neue Trucks. Sie kommen wie ein großer, neuer Zirkus und bumm!", so der Brite. Doch ein neuer Anstrich im Team sei eben mehr Schein als Sein. "Bis sich die Resultate einstellen, ist das allerdings etwas schwieriger. Man möchte anders aussehen, aber eigentlich ist das nicht dort, von wo man starten muss."

McLaren hatte sich vor der Saison vom langjährigen Titelsponsor Vodafone getrennt und tritt in einem leicht veränderten Design auf. Im kommenden Jahr kommt mit Motorenhersteller Honda eine völlig neue Komponente ins Team. Die Japaner kündigten bereits vollmundig Siege in der ersten Saison an, doch Dennis tritt auf die Euphoriebremse: "Es ist eine komplette Veränderung und wird Zeit brauchen. Rennresultate werden natürlich wie immer aller zwei Wochen gemessen, aber ich möchte wirklich, dass das Unternehmen in einem oder zwei Jahren gemessen wird, wenn alle Teile richtig sitzen."

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