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  • 12.10.2014 · 17:19

  • von Dennis Hamann

Bottas: "Wir müssen glücklich sein"

Valtteri Bottas hatte sich in Russland mehr ausgerechnet, trotzdem ist er mit seinem dritten Platz zufrieden

(Motorsport-Total.com) - Zum dritten Mal nach Österreich und Belgien fuhr Valtteri Bottas mit seinem Williams in dieser Saison auf Platz drei. Nur in Großbritannien und Deutschland war er jeweils mit einem zweiten Platz besser. Trotzdem zeigte sich der Finne nach dem Rennen nicht voll zufrieden: "Ich muss glücklich für uns als Team für das sein, was wir seit dem vergangenen Jahr erreicht haben. Das ist fantastisch. Aber wir sind heute mit der Einstellung ins Rennen gegangen, mit Mercedes um den Sieg zu kämpfen oder zumindest mit ihnen auf Augenhöhe zu sein."

Im Qualifying war das auch noch der Fall. Auf seiner letzten Runde im letzten Qualifying-Abschnitt zauberte Bottas in den ersten beiden Sektoren Bestzeiten auf den Asphalt, ehe er es in den letzten beiden Kurven zu wild trieb und doch wieder nur auf Platz drei fuhr. "Ja, ich habe 17 Kurven genagelt, aber es gibt halt 19 Kurven auf dieser Strecke, also war es nicht genug", erklärt er lachend gegenüber "Sky Sports F1'. "Aber ja, es war ein gutes Qualifying. Wir sind dieses Jahr samstags insgesamt sehr stark. Hoffentlich bekomme ich in Austin oder Abu Dhabi eine weitere Chance."

Denn im Rennen hatte der Finne dann nicht mehr wirklich eine Chance gegen die Übermacht der Silberpfeile. Deswegen ist Bottas auch trotz seines dritten Platzes nicht ganz zufrieden: "Zu Beginn des Rennens sah es für uns noch sehr gut aus. Ich war nicht weit hinter Lewis und alles lief nach Plan. Die Reifen fühlten sich gut an aber plötzlich verabschiedeten sich die Hinterreifen. Als ich dann in die Box kam, wechselten wir auf die harte Mischung. Die hat dann aber sehr lange gebraucht, bis sie funktionierte", erklärt Bottas.


Fotos: Valtteri Bottas, Großer Preis von Russland


"Erst zum Ende des Rennens wurde es dann wirklich besser. Ich fuhr meine beste Runde in der letzten Rennrunde. Weil das mit den Reifen so lange dauerte, hat mich Nico in Kurve 1 auch überholen können. Da war ich etwas überrascht, denn ich habe nicht erwartet, dass er innen rein sticht. Zum Glück sah ich ihn aber und wir berührten uns nicht. Wir stehen immerhin wieder einmal auf dem Podium und haben viele Punkte eingefahren."

"Vergangenes Jahr war es unvorstellbar, dass wir das jetzt schaffen."

"Heute waren wir 'best of the rest'. Mercedes ist leider noch ein Stück voraus. Aber wir haben unser Bestes gegeben, also müssen wir glücklich sein. Mercedes hat mal wieder gezeigt, dass sie überall schnell sind, auf jeder Strecke. Dieses Jahr wird es deswegen schwierig, sie noch zu schlagen, aber man weiß nie, was passiert", gibt sich der 25-Jährige kämpferisch. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, als Williams nach der kompletten Saison nicht annähernd so viele Punkte wie jetzt hatte, waren Ergebnisse wie in Russland sowieso noch utopisch: "Vergangenes Jahr war es unvorstellbar, dass wir das jetzt schaffen."

Trotz der guten Ergebnisse in dieser Saison bleibt das Ziel des Finnen aber relativ bescheiden: "Dritter in der Fahrerwertung zu werden, scheint ein bisschen weit weg, aber solange es noch theoretisch die Möglichkeit gibt, ist es auch ein Ziel. Aber am Ende ist es egal, ob du Vierter, Fünfter oder Sechster wirst, das Ziel ist einfach, so gut wie möglich zu sein. Das Hauptziel ist es, das Team in eine gute Position zu bringen."