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Besser spät als nie: Maldonado mit Lotus-Testauftakt zufrieden

Lotus nimmt sein Testprogramm in Jerez mit einem Tag Verspätung auf - Pilot Pastor Maldonado zeigt sich mit den ersten Eindrücken des E23 absolut zufrieden

(Motorsport-Total.com) - "Hier sind wir. Etwas spät, aber wir sind da", begrüßt Pastor Maldonado die anwesenden Journalisten nach dem zweiten Testtag in Jerez mit einem großen Lächeln. Der Venezolaner freut sich, dass es auch für ihn und sein Team endlich wieder losgeht. Am Sonntag hatte Lotus auf dem Circuit de Jerez noch durch Abwesenheit geglänzt, am Montag konnte der E23 dann endlich seine ersten Runden hinter sich bringen. 41 waren es am Ende des Tages, um ganz genau zu sein.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado konnte am Montag 41 Runden drehen - Ein deutlicher Fortschritt Zoom

"Es sieht gut aus", schildert Maldonado seinen ersten Eindruck und ergänzt: "Es ist schwierig, etwas zu sagen, denn wir sind heute nur ein paar Runden gefahren. Aber der Eindruck ist positiv. Es ist in Sachen Zuverlässigkeit und die Funktionalität des ganzen Pakets ganz anders als das, was wir im vergangenen Jahr hatten. Es war ein ziemlich positiver Tag. Mechaniker und Ingenieure haben einen tollen Job gemacht, das Auto heute hierher zu bringen."

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag. Vielleicht hatten wir etwas mehr als 41 Runden erwartet, aber wir hatten ein kleines Probleme mit dem Auto. Das ist aber normal, denn wir haben eine Menge verändert. Wir haben einen neuen Antrieb und das ganze Auto ist eine Revolution. Es hat nichts mehr mit dem Auto des vergangenen Jahres zu tun", erklärt der Venezolaner, der wohl mehr als froh sein dürfte, dass der E22 endlich der Vergangenheit angehört.

Oberstes Ziel: Kilometer sammeln

Maldonados schnellste Rundenzeit lag am Ende bei 1:25.802 Minuten. Unter dem Strich machte das Platz sechs und einen Rückstand von 1,635 Sekunden auf die Tagesbestzeit von Sebastian Vettel. Ein technisches Problem beendete den Lotus-Tag dann vorzeitig. "Es war irgendetwas mit dem Getriebe. Wir suchen das Problem und arbeiten daran. Aber es ist nichts Großes, was wir nicht beheben könnten", so der Venezolaner.


Fotos: Lotus, Testfahrten in Jerez


"Beim zweiten Versuch fuhren wir ohne Probleme zehn Runden am Stück. Die Balance war gut. Ich habe vielleicht nicht ganz am Limit gepusht, aber es ist okay", so der 29-Jährige, für den es am Montag sowieso nicht darum ging, einen neuen Rundenrekord aufzustellen. "Wir haben das Setup nicht angerührt", berichtet Maldonado, der sich eher darauf konzentrierte, möglichst viele Kilometer zu absolvieren.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag." Pastor Maldonado

Kein Wunder, denn schließlich fehlt Lotus ein kompletter Tag. "Wir müssen unseren Plan weiter verfolgen und versuchen, die fehlenden Kilometer zu sammeln", sagt Maldonado und ergänzt: "Wir werden in den letzten Tagen beobachten, wie sich die Situation entwickelt." Momentan kann es der Venezolaner jedenfalls "gar nicht abwarten", erneut in sein brandneues Arbeitsgerät zu steigen.

Nachtschicht zahlt sich aus

Auch für Nick Chester war es ein gelungener Tag. "Es war sehr befriedigend, den E23 erstmals auf der Strecke zu sehen", freut sich der Lotus-Technikchef und ergänzt: "Wir müssen uns bei allen in Enstone und hier an der Strecke für die Überstunden bedanken. Außerdem gilt der Dank unseren Partnern und Zulieferern, die uns bei unserem sehr ambitionierten Programm geholfen haben."

"Wir hatten erwartet, dass wir heute nur ein paar Runden fahren könnten, aber dank der fantastischen Arbeit in der vergangenen Nacht konnten wir gleich am Morgen loslegen. Das Feedback von Pastor war in dieser frühen Phase des Testprogramms sehr positiv. Am Nachmittag hatten wir ein Problem mit dem Antrieb, aber wir verloren nicht so viel Zeit, denn kurz danach regnete es sowieso."


Fotostrecke: Lotus E23 vs. Lotus E22

Trotz des kleinen Spätstarts ist der Test für Lotus eigentlich bereits jetzt als Erfolg zu werten, denn im vergangenen Jahr hatten Maldonado und Co. die vier Tage in Jerez noch komplett auslassen müssen. Dadurch fehlen nun allerdings auch Vergleichsdaten. "Das kann man sowieso nicht vergleichen. Die Autos sind zu unterschiedlich. Wir wollen gar nichts vergleichen", erklärt der Venezolaner allerdings.

"Wenn wir das machen würden, dann würde alles meilenweit auseinander liegen. Das ist zumindest meine Meinung", so Maldonado, der den E23 auch am Dienstag wieder über den 4,428 Kilometer langen Kurs im spanischen Jerez steuern wird. Möglicherweise wird sein Lächeln am Ende des Tages dann sogar noch ein bisschen größer werden.

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