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  • 13.06.2018 12:11

Bernd Mayländer: "Jeder Safety-Car-Einsatz ist anders"

Im Kurzinterview spricht Bernd Mayländer unter anderem über die Herausforderung in seinem Job als Safety-Car-Fahrer und über das Rennen in Montreal 2011

(Motorsport-Total.com) - Seit der Formel-1-Saison 2000 ist Bernd Mayländer offizieller Safety-Car-Fahrer der Königsklasse. Auch in diesem Jahr kam der 47-Jährige bereits mehrfach zum Einsatz. Im Kurzinterview spricht Mayländer über sein neues Arbeitsgerät in diesem Jahr, die größten Herausforderung in seinem Job und über das legendäre Regenrennen in Kanada in der Saison 2011.

Bernd Mayländer

Bernd Mayländer ist schon länger dabei als jeder aktuelle Formel-1-Pilot Zoom

Frage: "Was ist die größte Herausforderung für den Safety-Car-Fahrer?"
Bernd Mayländer: "Ich muss wissen, wo sich ein Unfall ereignet hat, wo ich im Feld herauskomme, wo sich die anderen Autos befinden und ob es Autos gibt, die mich überholen müssen. Außerdem muss ich wissen, wo sie mich am besten überholen können, ohne dass es riskant für die anderen Autos oder die Streckenposten ist. Zudem stehe ich in ständigem Kontakt mit der Rennleitung. Jeder Safety-Car-Einsatz ist anders, aber das gefällt mir daran."

Frage: "Sie haben in dieser Saison mit dem Mercedes-AMG GT R ein neues Auto. Wie haben Sie sich damit vertraut gemacht?"
Mayländer: "Im Winter hatte ich fünf Testtage mit dem neuen Auto auf einer High-Speed-Teststrecke im italienischen Nardo. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich darin wohl gefühlt habe, da ich vorher schon den GT S gefahren war. Das neue Auto ist insgesamt schneller, etwa eine Sekunde pro Kilometer auf einer Rennstrecke. Das Auto ist mit einem speziellen Kommunikations- und GPS-System sowie den deutlich sichtbaren Sicherheitslichtern ausgestattet, aber ein Großteil des Fahrzeugs - der Motor, das Getriebe und die Aufhängung - ist serienmäßig."

Frage: "Der Große Preis von Kanada 2011 war einer der denkwürdigsten Einsätze des Safety-Cars. Welche Erinnerungen verbinden Sie damit?"
Mayländer: "Das war ein verrücktes Rennen. Ich habe es für 46,9 Prozent der Renndistanz angeführt. Schlussendlich war es der längste Grand Prix in der Geschichte der Formel 1. Die Wetterbedingungen waren so schlecht, dass sie das Rennen für eine Weile unterbrechen mussten. Die Verhältnisse waren so schlimm, dass ich während der Unterbrechung sogar Zeit hatte, um mir einen Kaffee und einen Snack zu holen. Die Pause habe ich im Rennleitungsraum verbracht, so konnte ich sicherstellen, dass ich keine wichtige Information verpasse."

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