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Berger imponiert Alonsos Le-Mans-Start: "Bei uns normal"

Gerhard Berger und Hans-Joachim Stuck freuen sich über eine neue Kultur, andere Rennserien ausprobieren - Vettel und Verstappen "würden das sofort machen"

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonsos Plan, in der Saison 2018 ein Doppelprogramm aus Formel 1 und Langstrecken-WM (WEC) zu fahren, nötigt zwei Motorsport-Legenden Respekt ab. Im Gespräch mit 'ServusTV' zeigen sich Gerhard Berger und Hans-Joachim Stuck beeindruckt davon, dass der McLaren-Star für seinen Traum von der Triple Crown karrieretechnische Risiken eingeht: "Mich freut es richtig, dass endlich wieder ein Rennfahrer alles Mögliche fährt. Zu unserer Zeit war das normal", sagt Berger.

Fernando Alonso

Fernando klettert in der Saison 2018 auch in einen LMP1-Boliden von Toyota Zoom

Berger ist sicher, dass auch Alonsos Kollegen an solchen Doppelprogrammen interessiert wären, sie aber nicht umsetzen könnten oder dürften: "Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und Max Verstappen würden das auch sofort machen." Das Problem ist allerdings, dass ihre Hauptarbeitgeber in der Formel 1 dem einen Riegel vorschieben - entweder wegen der Gesundheitsrisiken, der sportlichen Perspektive oder Interessenkonflikten mit Sponsoren und Herstellern. Riccardo bekam das zu spüren.

Als der Australier mit Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans starten wollte, legte Red Bull sein Veto ein. Bei Ferrari erging es Alonso nicht anders. "Da hat sich eine Kultur eingebürgert, die nicht gut ist für den Motorsport. Wenn Alonso Freude daran hat, in Indianapolis zu fahren, soll er doch fahren", findet Berger. "Das ist das Schönste, was es für uns als Fans gibt. Dass er es kann, hat er bewiesen." Er hält es für "legitim", dass Alonso sich nun Chancen auf den Le-Mans-Sieg ausrechnet.


Fotostrecke: Top 10: Formel-1-Piloten in Le Mans

Berger weiß, wovon er spricht. Er fuhr zu seiner aktiven Zeit sogar am gleichen Wochenenden in zwei Rennserien, zum Beispiel in der Formel 1 und einem Tourenwagen-Championat. "Das war ganz normal", sagt er. Stuck hält solche Belastungen für förderlich: "Es hat dich weitergebracht. Andere Länder, andere Sitten, andere Autos. Ich bin GT3 gefahren, Truck gefahren - alles was es gegeben hat." Es zeichne einen guten Motorsportler aus, wenn er in verschiedenen Klassen erfolgreich wäre.

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