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Barrichello spricht über seinen frühes Aus in Kanada

Der Brasilianer erklärte seine Probleme und sprach über Montoya und den eigentlichen Auslöser für seinen Rennunfall

(Motorsport-Total.com) - Während Michael Schumacher beim Großen Preis von Kanada die Gesamtdistanz von 69 Runden locker überstand und am Ende des Rennens Zweiter wurde, hatte sein brasilianischer Teamkollege, Rubens Barrichello, nur 18 Runden in einem für ihn plötzlich problematischen Grand Prix fahren können.

Rubens Barrichello

Ein defekter Sensor war der Auslöser für Barrichellos Probleme in Montreal Zoom

Hatte der Start für "Rubhino" noch relativ gut geklappt und er mit der Überholung von Jordan-Pilot Jarno Trulli das erste Überholmanöver des Rennens durchgeführt, plagte sich der 29-Jährige schon wenig später mit einer nicht mehr funktionierenden Traktionskontrolle herum.

Während der Mann aus Sao Paulo an den Knöpfen seines Lenkrads versuchte krampfhaft die Probleme in den Griff zu bekommen, wurde ihm nach Deaktivierung der Traktionskontrolle genau das fehlende Eingreifen der Fahrerhilfe zum Verhängnis. Beim Versuch Druck auf Ralf Schumacher zu machen drehte sich der Brasilianer in der Haarnadelkurve und fiel etliche Plätze zurück. Bei seiner folgenden Aufholjagd hing er nach ein paar Überholmanövern hinter Juan-Pablo Montoya fest, der dem Ferrari-Piloten schlussendlich zum Verhängnis wurde. Nachdem der Kolumbianer nämlich die Leitplanken auf der rechten Seite touchiert hatte und nach links in die gegenüberliegende Absperrung krachte, kam der dadurch irritierte Barrichello beim Ausweichmanöver ebenfalls vom Kurs ab und beendete das Rennen in den Leitplanken.

In einem Interview dem Magazin 'Autosport' gegenüber sprach er über seine Probleme im Rennen, sowie den Zwischenfall mit Juan-Pablo Montoya.

Dass der Ausfall der Traktionskontrolle das Fahrverhalten zunächst nicht negativ beeinflusste, sagte Barrichello in diesem Interview, in dem er den wahren Grund für seine Probleme preisgab: "Ich habe mich mit dem Team über Funk über meine Probleme unterhalten, aber in den Telemetriedaten konnten sie nichts erkennen. Also schaltete ich die Traktionskontrolle ab. Das Problem war aber ein defekter Sensor, welcher mir beim Beschleunigen dazwischen funkte und jede Menge Unannehmlichkeiten bereitete."

Um sein Auto überhaupt auf der Strecke halten zu können verstellte Barrichello eigenen Worten nach ständig die Balance des F2001, genau in dem Moment reagierte das Gaspedal aber für den Brasilianer unvorhersehbar, sodass er sich durch das Durchdrehen der Reifen in der Haarnadelkurve selbst drehte und bei dem eng beieinander liegenden Fahrerfeld weit zurückfiel.

Ähnlich erging es dem 29-Jährigen bei dem Versuch Montoya auszuweichen, als er von der Strecke abflog. Im Fernsehen war danach zu beobachten wie sich beide Fahrer miteinander unterhielten, aber eine Entschuldigung seitens Montoya war nicht das Thema des Gespräches: "Er hat mich gefragt ob ich irgendetwas bemerkt hätte was mit der Strecke nicht stimmte, denn er war dieser Meinung. Um sich bei mir zu entschuldigen gingen ihm einfach zu viele andere Dinge durch den Kopf. Ich war ganz einfach zu dicht hinter ihm, um eine wahre Chance gehabt zu haben meinen Abflug zu verhindern", sagte Barrichello zum Schluss.

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