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Singapur: Antriebsproblem bei Vettel zum Auftakt

Keiner der beiden Mercedes-Piloten, sondern Fernando Alonso im verbesserten Ferrari sicherte sich die Bestzeit im ersten Training zum Grand Prix von Singapur

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso (Ferrari) sicherte sich die Bestzeit im ersten Freien Training zum Grand Prix von Singapur (Formel 1 live im Ticker). Der Spanier umrundete den Stadtkurs bei anbrechender Dunkelheit in 1:49.056 Minuten, blieb damit zwei Sekunden hinter der FT1-Bestzeit von 2013 zurück, aber vor den beiden Mercedes-Piloten.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel erlitt am Ende des ersten Freien Trainings einen Motorschaden Zoom

0,122 Sekunden fehlten Lewis Hamilton auf Alonso, 0,149 waren es bei Nico Rosberg. Für Rosberg begann das Wochenende mit einer kleinen technischen Panne, als sein Rückspiegel locker wurde. Doch den brach er kurzerhand selbst ab und ließ ihn später an der Box reparieren. Mehr Kopfzerbrechen bereitete ihm (und allen anderen) hingegen das neue Funkverbot: "Vorher dachte ich, ich blicke durch. Jetzt bin ich unsicher geworden", stöhnt selbst Experte Marc Surer.

Denn so genau scheint keiner zu wissen, was laut FIA nun erlaubt ist und was nicht mehr. Das führte zu einigen kuriosen Kommunikationen. "Will ich gar nicht wissen", funkte etwa Rosberg, als ihn sein Renningenieur gerade ausführlich informieren wollte, und Hamiltons Bedürfnis nach Daten musste einmal vom Kommandostand abgewürgt werden: "Das besprechen wir dann an der Box." Offensichtlich loten die Teams noch aus, was erlaubt ist und was nicht.

Nicht zimperlich war Sebastian Vettel, als er der Red-Bull-Box ganz am Ende der Session einen Motorschaden meldete und seinen RB10 sofort abstellen musste. Bis dahin war der Vorjahressieger ordentlich unterwegs: 0,818 Sekunden Rückstand, vierter Platz, zweieinhalb Zehntelsekunden schneller als Teamkollege Daniel Ricciardo auf P5. Sechster wurde mit Jean-Eric Vergne (Toro Rosso/+1,483) ein weiterer Fahrer des Red-Bull-Kaders.

Für den Franzosen war die Session allerdings frühzeitig vorbei, als er wegen eines technischen Defekts aussteigen musste. Vor dem zweiten Training muss nun die Batterie gewechselt werden. Irritierend in diesem Zusammenhang, dass Vergne kurz vor dem Aussteigen am Funk nach "Medizin" verlangte. Technische Probleme gab es zum Auftakt auch bei Jenson Button (8./McLaren/+1,866) und Esteban Gutierrez (16./Sauber/+3,115), die eine Weile zusehen mussten.

Kimi Räikkönen (Ferrari) lag zwischenzeitlich sogar in Führung, musste sich nach eineinhalb Stunden aber mit dem siebten Platz zufrieden geben. Dem "Iceman" fehlten 1,727 Sekunden auf seinen Teamkollegen an der Spitze. Wenige Minuten vor dem Ende sorgte er für die vielleicht spektakulärsten TV-Bilder des Abends, als bei der Rückkehr an die Box seine rechte Vorderbremse zu brennen begann. Die Ferrari-Crew löschte diese aber ohne Hektik.

Nico Hülkenberg (Force India/+2,548) wurde Zwölfter, Adrian Sutil (Sauber/+3,181) 17. Irgendwo dazwischen die beiden Williams-Piloten, die zwar in der Topspeed-Wertung ganz vorne auftauchen, in den engen Kurven des Stadtkurses aber bei weitem nicht so konkurrenzfähig wirken wie zuletzt in Monza. Sowohl Felipe Massa wie auch Valtteri Bottas fehlten zum Auftakt drei Sekunden auf die Spitze - trotz einiger neuer Aero-Teile.

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