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Trotz Alonso: Hamilton bleibt Schnellster am Donnerstag

Lewis Hamilton kann verschlafen und trotzdem Tagesbestzeit in Monaco fahren - Fernando Alonso und Daniel Ricciardo erste Mercedes-Verfolger

(Motorsport-Total.com) - 80 Minuten lang herrschte am Donnerstagnachmittag in Monaco fast Totenstille - und zwar nicht wegen der neuen Turbomotoren, sondern weil im zweiten Freien Training der Formel 1 einfach nicht gefahren wurde. Nach einem Unwetter zu Mittag, bei dem es zwischendurch sogar gehagelt hatte, wurde die Strecke nämlich so nass, dass es zunächst niemand als sinnvoll empfand, die trockene Box zu verlassen.

Umso hektischer ging es dann in den letzten zehn Minuten zu, als Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) und Nico Hülkenberg (Force India) bewiesen hatten, dass man mit Trockenreifen um fünfeinhalb Sekunden schneller fahren kann als davor mit Intermediates. Von da an begann eine betriebsame, aber wenig aussagekräftige Zeitenjagd, an deren Ende eine Bestzeit für Fernando Alonso (1:18.482 Minuten) zu Buche stand. Das bedeutet aber nicht gleich die Tagesbestzeit für den Ferrari-Piloten.

Mit der darf sich Lewis Hamilton (Mercedes) schmücken, aufgestellt schon heute Morgen (1:18.271 Minuten) - obwohl er zu spät zum Training gekommen war. "Ich habe verschlafen", gibt der WM-Leader zu, der am Mittwochabend bei einem Teamdinner auf Gerhard Bergers Jacht eingeladen war. In der zweiten Session belegte er dann den zweiten Platz, 0,419 Sekunden hinter Alonso und 0,116 Sekunden vor Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull/Gesamtfünfter am Donnerstag).

Hamilton und Vettel mit Auftakt zufrieden

Fernando Alonso

Fernando Alonso zählt laut Marc Surer nicht zum allerengsten Favoritenkreis Zoom

"Das Auto hat sich großartig angefühlt", sagt Hamilton, "viel besser als im vergangenen Jahr." Auch Vettel wirkt nicht unzufrieden: "Wir sind heute nicht allzu viele Runde gefahren, aber es hat sich gut angefühlt. Wir konnten nur wenig lernen, aber ich denke, wir haben das Auto ein wenig verbessert. Zumindest hat es sich heute Vormittag so angefühlt. Hier ist es wichtig, Vertrauen zum Auto zu haben. Dann kannst du ans Limit gehen."

Überbewerten sollte man dieses Ergebnis nicht: "Hoffnung gibt's immer, aber es ist unrealistisch, dass jetzt plötzlich Ferrari vorne ist", glaubt Experte Marc Surer. "Wir haben heute Morgen gesehen, dass neue Teile angekommen sind. Dass die jetzt so gut funktionieren, würde mich wundern, weil Aerodynamik in Monaco nicht das Ein und Alles ist. Da müsste man noch viel mehr umbauen am Ferrari. Aber Alonso hat wieder mal gezeigt: Wenn's drauf ankommt, ist er da."


Fotos: Großer Preis von Monaco, Donnerstag


Vorjahressieger Nico Rosberg belegte mit mehr als vier Sekunden Rückstand den 20. Platz, rangiert in der Tageswertung aber dank seiner Zeit in der ersten Session an zweiter Stelle. Noch schlechter erging es Kimi Räikkönen: Der Ferrari-Pilot stotterte schon nach vier Runden bei Start und Ziel vorbei, rettete sich noch irgendwie in die Box. Wegen eines Getriebeproblems konnte er danach aber nicht mehr ins Geschehen eingreifen und wurde Letzter.

Getriebeprobleme bei Räikkönen

Hinter Hamilton, Alonso und Vettel belegten Vergne, Valtteri Bottas (Williams), Sergio Perez (Force India), Hülkenberg und Jenson Button (McLaren), der zwischenzeitlich Schnellster war, die weiteren Plätze. Daniel Ricciardo (Red Bull) wurde Neunter und erlebte eine (zum Glück harmlose) Schrecksekunde, als einer seiner Mechaniker beim Zurückrollen des Fahrzeugs niedergewalzt wurde. "Sollte einem erfahrenen Mechaniker nicht passieren", findet Surer.


Weitere Zwischenfälle waren ein harmloser Crash von Marcus Ericsson (Caterham) in der letzten Minute am Hafen, sowie ein paar Ausritte im Notausgang bei Sainte Devote. Romain Grosjean (Lotus) meldete ein "merkwürdiges Geräusch" an die Box. Aber der Ergebnisliste und den Zeiten ernsthafte Bedeutung beizumessen, wie das sonst an einem Freitag (in Monaco: Donnerstag) üblich ist, wäre wegen des wechselhaften Wetters heute fehl am Platz.

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