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Tomczyk sorgt im Jahreswagen für Unterhaltung

Für viele war Martin Tomczyk im Audi-Jahreswagen der Mann des ansonsten wenig aufregenden DTM-Rennens in Zandvoort

(Motorsport-Total.com) - Es scheint fast so, als würde Martin Tomczyk die Degradierung vom Neu- zum Jahreswagenfahrer gut tun: Nach dem fünften Platz in Hockenheim war der Rosenheimer heute für viele der Mann des Rennens und wurde mit Platz drei in Zandvoort belohnt. Dass das für ihn eine gewisse Genugtuung bedeutet, ist verständlich.

Martin Tomczyk

Martin Tomczyk hatte in der Schlussphase den besten Speed aller Fahrer Zoom

"Das Auto ist schnell, das Team arbeitet gut, der Fahrer arbeitet nicht schlecht", grinst Tomczyk im Interview mit der 'ARD' und antwortet auf die Frage nach seinem unfreiwilligen Wechsel vom Werksteam Abt zu Phönix: "Nach zehn Jahren hat man im Motorsport viele Ups and Downs erlebt, aber ich bin sportlich, mache das Beste aus dem, was ich habe, und das habe ich heute ganz klar wieder gemacht - wie schon am Hockenheimring."

Tomczyk hat noch große Ziele

Wenn er sagt, "Ich habe auch nicht vor, in den nächsten Rennen etwas anders zu machen", klingt das fast wie eine Kampfansage. Denn Tomczyk ist derzeit Gesamtdritter, hat genau wie der heutige Sieger Mike Rockenfeller zehn Punkte auf dem Konto. "Wenn das Gesamtpaket passt, fährt man auch ganz vorne", hält er nüchtern fest. "Das scheint dieses Jahr so zu sein. Ist doch mal schön, wenn ein Jahreswagen in der Tabelle ganz vorne mitmischt."

Heute fuhr er phasenweise "in einer anderen Liga", weiß der 29-Jährige sogar selbst - besonders am Ende, als er dank einer cleveren Strategie an Timo Scheider vorbeikam, Jamie Green überholte und beinahe sogar noch Bruno Spengler geschnappt hätte. "Martin hat uns mit seinem Auftritt alle unterhalten", lobt Sportchef Wolfgang Ullrich. "Auch am Ende hat er für Entertainment gesorgt. Ein tolles Race!"

Sogar Norbert Haug ist von Tomczyks Leistung beeindruckt: "In diesem Rennen gab es eine Menge guter Geschichten. Um mit Martin Tomczyk anzufangen: Das ist ein drei Jahre altes Auto, mit dem ein guter Fahrer auf das Podium fahren kann, mit demselben Speed wie die Führenden", klatscht der Mercedes-Sportchef Beifall. "So, wie Jamie Green am Norisring dreimal in Folge mit demselben Auto gewinnen konnte. Das ist DTM."


Fotos: Martin Tomczyk, DTM in Zandvoort


Dritter zu werden sei aber "immer etwas Besonderes, egal, in welchem Auto man sitzt", relativiert Tomczyk. "Man genießt es einfach. Genauso ist es bei mir an diesem Wochenende. Ich habe es schon in Hockenheim genossen - da hatten wir ein großartiges Ergebnis. Heute war es auch toll. Ich hoffe, dass wir so weitermachen. Es ist etwas Neues und Schönes, wenn man einen Jahreswagen in der Meisterschaftstabelle im Spitzenfeld sieht."

Zandvoort war "nach Hockenheim wieder ein tolles Rennwochenende für mich", zieht Tomczyk zufrieden Bilanz: "Es fing eigentlich schon am Freitag sehr gut an. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass die Pace da war. Ich habe aber auch gesehen, dass es in Zandvoort recht eng zugeht. Das hat sich dann auch im Qualifying bewahrheitet. Aber trotz alledem: Das Rennen war glaube ich ein tolles Ergebnis für mich."

Tempo im Rennen besonders schnell

"Im Rennen war mein Auto sehr, sehr schnell, sehr gut über die Distanz. Ich konnte sehr schnelle Rundenzeiten fahren, als ich alleine gefahren bin", so der vierfache DTM-Rennsieger. "Im Großen und Ganzen ist es toll, hier zu sitzen und ein Podium heimgebracht zu haben. Mike hat gewonnen, ein Audi-Sieg, also glaube ich, es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben. Und ich freue mich jetzt auf alle Fälle schon auf den neuen Red-Bull-Ring und hoffe, dass es so weitergeht!"

Martin Tomczyk

Zu Beginn des Rennens wurde Martin Tomczyk von Timo Scheider überholt Zoom

"Das Auto war das ganze Wochenende über schnell, vor allem im Rennen. Als ich drei Runden lang meinen eigenen Speed gehen konnte, war ich wirklich schnell und konnte den kleinen Fehler wieder wettmachen, den wir beim ersten Boxenstopp hatten und der mich viel Zeit gekostet hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich durch freies Fahren wieder so viel Zeit aufholen kann. Aber glücklicherweise hat es wirklich gut funktioniert", staunt Tomczyk über sein eigenes Tempo.

Daher ist die Erleichterung groß: "Es ist immer gut, wenn man vorne ist. Ich kämpfe weiter und hoffe, dass die Kollegen mehr die grüne als die gelbe Farbe sehen", spielt er auf seine Lackierung an, die vorne gelb und hinten grün ist. Das musste Green schon heute feststellen, als er vom "brasilianischen" Audi überholt wurde: "Als ich hinter ihm gefahren bin, habe ich gesehen, dass ich definitiv die Chance habe, ihn zu überholen, vor allem beim Herausbeschleunigen", schildert Tomczyk.

Das Manöver sei "hart, aber fair" gewesen: "Ich war neben ihm. Natürlich hat er versucht, mich ein bisschen zur Seite zu drücken, aber ich bin neben ihm geblieben. Die nächste Kurve war zum Glück eine Rechtskurve. Danach war ich vor ihm. Ich glaube, das war eine kleine Revanche, denn beim Start war es genau andersherum: Jamie war rechts und hat mich da überholt - und nach einem halben Rennen habe ich ihn wieder überholt."

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