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Scheider und Green: Alles passt zusammen

Die neuen Titelkandidaten: Nicht nur auf der Strecke, sondern auch privat stimmt alles - Das sorgt für großes Selbstbewußtsein bei beiden Fahrern

(Motorsport-Total.com) - Momentan stehen zwei Piloten ganz oben in der Gesamtwertung, denen man die Leistung zwar zugetraut, aber nicht damit gerechnet hat: Timo Scheider und Jamie Green. Die Entwicklung der beiden sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten ist allerdings überraschend ähnlich verlaufen. So hat sich schon bei beiden Ende der vergangenen Saison angedeutet, dass sie 2008 mehr als nur ein Wörtchen mitreden werden.

Jamie Green

Jamie Green ist dieses Jahr mit viel Selbstbewußtsein unterwegs. Zoom

Timo Scheider holte sich nach unzähligen fehlgeschlagenen Anläufen 2007 seinen ersten Podiumsplatz. Zuvor hatte er sich oft in den Dienst von Audi gestellt und den Sprung aufs Treppchen verpasst. Jamie Green fand sogar auf die Siegerstraße und gewann die letzten beiden Rennen. Ein Umstand, der ihm durchaus seinen Platz bei Mercedes sicherte. Beide konnten sich demnach mit einem positiven Gefühl in die Winterpause verabschieden. Blieb allerdings noch die Frage, ob sie es auch schaffen, ihr neugewonnenes Selbstbewusstsein in die neue Saison zu bringen.#w1#

Scheider machte mit einem zweiten Platz beim Saisonauftakt und seinem ersten Sieg in Oschersleben klar, dass 2008 mit ihm zu rechnen ist. "Wenn mir Anfang der Saison jemand gesagt hätte, dass es so gut läuft, hätte ich gerne hingehört, aber es nicht geglaubt", sagte der Audi-Pilot lachend gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Zudem war er in allen Rennen der schnellste Audi im Qualifying. "So ist momentan eine ganze Stange Selbstbewusstsein da." Nur der Nuller in Mugello, den er sich auch noch selbst zurechnen muss, lies die Meisterschaft so eng bleiben.

Ganz anders bei Jamie Green. Der junge Brite schlich sich heimlich, still und leise von hinten an und holte in Mugello zum Paukenschlag aus. In Italien gelang ihm ein grandioser und überlegener Sieg. In dem Moment kehrte er in die Köpfe der Zuschauer, Experten und Fans zurück. Als er auf dem Norisring Sieg zwei seinem Konto gutschreiben konnte, hatte auch der Mercedes-Pilot endgültig bewiesen, dass auch er ein Titelkandidat ist. "Ich bin in allen Rennen in den Top sechs gewesen und habe zwei Siege eingefahren - das ist sehr gut", so Green gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Dieses Jahr bin ich kompletter und glücklicher und selbstbewusster." Jamie Green

Speziell in der Saison 2006 konnte Green mit tollen Qualifyingergebnissen und mehreren Polepositionen auf sich aufmerksam machen. Allerdings schaffte er es nicht diese gute Ausgangsposition im Rennen umzusetzen. Vergangenes Jahr war er im Rennen durchaus schnell, doch seine gute Qualifying-Performance war verloren gegangen. "Meine Pace im Rennen war gut, aber wenn du dich nicht vorne qualifizierst, ist es schwieriger", so Green. "Es hat für mich etwas gedauert, bis ich in der DTM alles zusammenbekommen habe. Dieses Jahr bin ich kompletter und glücklicher und selbstbewusster."

Doch zu guten Ergebnissen auf der Rennstrecke gehört nicht nur ein gutes Team und ein gutes Auto. Auch das Umfeld muss stimmen und da hat sich bei beiden etwas verändert. Besonders Jamie Green hat seine mentale Stärke gefunden. "Mein Leben ist besser sortiert, besonders außerhalb der Rennstrecke", erzählt der 26-Jährige. "Die Situation mit meinem Management und ähnliches. Ich bin einfach glücklicher." Ähnliches ist von Timo Scheider zu hören: "Das Schöne ist, dass das Gesamtpaket einfach passt. Egal ob es privat ist, wo die Basis einfach funktioniert, wo wir uns ein tolles Umfeld geschaffen haben."

"Das macht natürlich Spaß, es geht alles ein bisschen einfacher" Timo Scheider

Mentale Stärke plus ein erfolgreicher Saisonbeginn und der Rest geht fast wie von selbst. "Das macht natürlich Spaß, es geht alles ein bisschen einfacher", erzählt Scheider. "Man vertraut sich gegenseitig im Team." Der 29-Jährige freut sich auch schon auf den Rest der Saison und kann jeder Rennstrecke etwas Positives abgewinnen. Auch Green zeigt ungeahntes Selbstbewusstsein: "Ich bin ein Top-Fahrer, also warum sollte ich nicht der beste Mercedes-Pilot sein?"

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