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Ekström holt die Zandvoort-Pole

In der Qualifikation von Zandvoort waren drei Audi vorn: Mattias Ekström vor Timo Scheider und Tom Kristensen - Jamie Green bester Mercedes als Vierter

(Motorsport-Total.com) - Fast auf den Tag genau ein Jahr musste Mattias Ekström darauf warten, wieder ganz vorn zu stehen: In Mugello 2007 holte er seine bisher letzte Pole Position. In Zandvoort konnte der schwedische Audi-Pilot endlich wieder die Qualifikationsbestzeit holen. Ekström dominierte die gesamte Qualifikation und holte sich die Pole Position vor seinen Teamkollegen Timo Scheider und Tom Kristensen. Jamie Green kam als bester Mercedes-Pilot auf Rang vier.

Mattias Ekström

Mattias Ekström holte sich die erste Pole Position seit fast einem Jahr Zoom

In den letzten Sekunden der Qualifikation wurde es noch einmal richtig spannend: Scheider setzte sich an die Spitze, doch ganz am Schluss war Ekström noch 0,219 Sekunden schneller. "Das Auto war gut, es hat richtig Spaß gemacht", sagte Ekström der 'ARD', nachdem er wegen einer klemmenden Tür artistisch aus dem Auto klettern musste. "Der A4 mag so schnelle und langsame Kurven, wie wir sie in Zandvoort haben. Ich bin fehlerfrei gefahren und war gut drauf."#w1#

Jarvis einziger Jahreswagen in Q3

Scheider gab zu Protokoll: "Wir waren alle dicht beisammen und Eki ist eine super Runde Zusammengebracht. Riesenglückwunsch - die war echt super! Audi hat auch wieder eine tolle geschlossene Teamleistung gezeigt." Die Top 8 komplettierten Bruno Spengler (Mercedes), Martin Tomczyk (Audi), Paul di Resta (Mercedes) und Oliver Jarvis (Audi), der es als einziger Jahreswagen-Pilot ins Shoot-Out der letzten Acht geschafft hatte. "Ich hatte aber keine Chance, weiter nach vorn zu kommen", sagte er.

"Ich bin mit zwei Reifen durch den Kies gefahren und habe mir dabei das Heck abgerissen." Mike Rockenfeller

"Best of the Rest" war Markus Winkelhock. Der Audi-Jahreswagenpilot wurde Neunter und verpasste den Einzug in Q3 um rund eine Zehntelsekunde. "Ich bin nicht ganz unzufrieden", so Winkelhock. Sein Teamkollege Mike Rockenfeller kam auf Startplatz zehn. Zu Beginn von Q2 kam er allerdings von der Strecke ab und demolierte sich das Heck seines Audi. "Ich bin mit zwei Reifen durch den Kies gefahren und habe mir dabei das Heck abgerissen", berichtete Rockenfeller. "Danach hat die Aerodynamik nicht mehr gestimmt. Leider konnten wir auch nicht wechseln. Tut mir leid, heute wäre bestimmt mehr drin gewesen." Auf Platz elf reihte sich Alexandre Prémat ein, der ebenfalls einen Fehler gemacht hatte.

Schneider sauer auf Rockenfeller

Zwölfter wurde Rekordchampion Bernd Schneider, (Mercedes), der als einziger Neuwagenfahrer nicht in Q3 kam. Schneider war danach mächtig sauer auf Rockenfeller: "Rockenfeller ist wie ein Blinder rumgefahren", schimpfte er in der ARD. "Wenn man so ein kaputtes Auto hat, sollte man zur Seite gehen, wenn von hinten ein Schneller kommt - so blind kann man nicht sein! Strecke und Auto waren gut, deshalb bin ich so sauer, dass ich nicht weiter bin." Rockenfeller ließ das nicht ganz auf sich sitzen und erklärte, Schneider habe wegen ihm höchstens ein paar Tausendstelsekunden verloren.

"Rockenfeller ist wie ein Blinder rumgefahren!" Bernd Schneider

Gary Paffett schaffte es als einziger Jahreswagen-Pilot von Mercedes in Q2 und wurde 13. "Wir sind dichter dran als wir dachten. Wir konnten einen 08er und ein paar 07er schlagen. Zudem bin ich schnellster Mercedes-Jahreswagen. Mal sehen, was wir morgen im Rennen machen können", sagte Paffett.

Lokalheld Christijan Albers war im Zweijahres-Audi ebenfalls in die Top 14 und die zweite Qualifikation gekommen. Dann ließ er das Auto allerdings in der Box stehen. "Ich hätte mich vielleicht noch um zwei oder drei Plätze verbessern können", sagte er in der 'ARD'. "Aber wir haben überlegt, dass wir lieber Reifen sparen. Der Unterschied zwischen alten und neuen Reifen macht hier leicht zwei oder zweieinhalb Sekunden pro Runde aus."

Schumacher erstmals Letzter

Paffett war der einzige Mercedes-Jahreswagen-Pilot in Q2, für die anderen gab es - wie sie vorher schon befürchtet hatten - nicht viel zu holen. Mathias Lauda schied als 15. nach Q1 aus. Audi-Pilotin Katherine Legge zeigte an ihrem heutigen Geburtstag ihr bisher bestes Qualifying und hielt sich lang in den Top 14. Am Ende wurde sie aber doch noch verdrängt und belegte Rang 16. Ausgeschieden sind auch die Mercedes-Piloten Maro Engel (17.), Susie Stoddart (18.) und Ralf Schumacher (19.).

"Das Resultat ist natürlich sehr schlecht", sagte Schumacher, der noch nie Letzter in einer DTM-Qualifikation war. "Aber morgen steht uns ein langes Rennen bevor. Da waren wir bisher immer besser als im Qualifying." Und er nahm es mit Humor - jetzt könne ihn wenigstens am Start keiner Überholen.

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