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Rückzug von Audis DTM-Titelkandidaten von 24h Spa: Corona als Hintergrund?

Audis DTM-Titelkandidaten Rene Rast, Nico Müller und Robin Frijns werden von den 24 Stunden von Spa zurückgezogen: Will man gegen die Coronagefahr vorbeugen?

(Motorsport-Total.com) - Kurzfristige Planänderung bei Audi: Die DTM-Titelrivalen Rene Rast, Nico Müller und Robin Frijns werden kommendes Wochenende nicht wie geplant beim 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps am Start sein. Man habe die Piloten von ihrer Pflicht entbunden, "damit sie sich voll auf das DTM Finale, bei dem die Meisterschaftsentscheidung unter den dreien fällt, fokussieren können", erklärt Audi-Kundensport-Chef Chris Reinke auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' in einem Statement.

Nico Müller, Rene Rast, Robin Frijns

Die DTM-Titelkandidaten werden nicht beim 24-Stunden-Klassiker in Spa fahren Zoom

"Rene, Robin und ich haben uns gemeinsam mit Audi Sport entschieden, dieses Jahr nicht beim legendären Rennen anzutreten, um für das DTM-Finale in Hockenheim perfekt vorbereitet und in der bestmöglichen Form zu sein", schreibt Müller auf 'Instagram'.

Die Entscheidung sei ihm "nicht leicht gefallen", dennoch bedankt sich der Schweizer bei seinem Arbeitgeber für die Professionalität. Auch Rast meint, dass er den Schritt "befürworte". Während Rast und Frijns in unterschiedlichen Autos für die WRT-Truppe an den Start gegangen wären, war Müllers Start für das französische Sainteloc-Team geplant gewesen. Als Ersatz wurden die Franzosen Dorian Boccolacci und Matthieu Vaxiviere sowie der Deutsche Dennis Marschall nominiert.

Heikle Lage in Belgien

Dabei hatte Rast vor dem zweiten DTM-Wochenende in Zolder noch gemeint, dass er sich keine Sorgen mache, dass die Zeit für die Vorbereitung auf das DTM-Finale nicht ausreiche.

"Vor Zolder saß ich sogar in zwei anderen Rennautos", spielte Rast auf seinen Einsatz bei den 24 Stunden auf der Nordschleife im Audi R8 LMS und einen Formel-E-Test in Italien an. "Daher sollte es kein Problem darstellen, zumal die Zeit vor dem Finale ausreichen wird, um mich wieder auf das Fahren im DTM-Auto einzustellen."

Es wäre allerdings nachvollziehbar, wenn man wegen der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen und deren möglicher Konsequenzen die Reißleine zieht. Denn Belgien ist Risikogebiet: Am vergangenen Dienstag verzeichnete man über 12.000 Neuinfektionen an einem Tag, während man im mehr als sieben Mal größeren Deutschland knapp über 5.000 verzeichnete. Sogar ein Lockdown ist nicht auszuschließen.

Fast 200 Piloten aus unterschiedlichen Rennserien

Für die DTM wäre es nicht auszudenken, wenn Rast oder Müller beim DTM-Saisonfinale nicht an den Start gehen können - auch weil die Gefahr einer Infektion nicht auszuschließen ist. Das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps zählt zu den größten Langstreckenrennen in Europa - mit etwas weniger als 200 Fahrern und insgesamt 56 Teams am Start, die aus unterschiedlichsten Rennserien kommen.

Trotz des Sicherheitskonzepts ist die Gefahr nicht zu unterschätzen, dass es zu einer Ansteckung kommt, zumal die Veranstaltung am Dienstag beginnt und im Grunde die gesamte Woche beansprucht.

Ein Corona-Fall in der Bubble könnte DTM-Start gefährden

Und wie man dieses Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gesehen hat, reicht ein positiver Coronatest in der eigenen Bubble - wie bei Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans, wo sich die Ergebnisse im Nachhinein als falsch herausgestellt haben -, um ein ganzes Team und zahlreiche Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen.

Beim belgischen WRT-Team, für das Rast und Frijns gestartet wären, gab es beim vergangenen GT-Masters-Wochenende in Spielberg übrigens drei positive COVID-19-Fälle, weshalb man beide Autos vom Start zurückzog. Das DTM-Saisonfinale findet zwar zwei Wochen nach dem 24-Stunden-Rennen statt, doch sollte es einen positiven Fall in der eigenen Bubble geben, könnte eine Teilnahme zur Zitterpartie werden.

Je nach Aufenthaltsort sind die Regelungen unterschiedlich, aber Kontaktpersonen eines Infizierten müssen bis zu 14 Tage in Quarantäne, die auch durch einen negativen Coronatest nicht verkürzt werden kann. Das liegt daran, dass es bis 14 Tage dauern kann, ehe man selbst erkrankt.

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