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Prémat schenkt Tomczyk den Sieg

Eigentlich hätte Alexandre Prémat seinen ersten DTM-Sieg geholt, Mattias Ekström dank Stallorder auf Rang drei

(Motorsport-Total.com) - Bis wenige Meter vor dem Ziel sah es nach einem Sensationssieg für Alexandre Prémat im Jahreswagen von Audi aus - doch kurz vor der Ziellinie ließ der Franzose seinen Kollegen Martin Tomczyk, den er einige Runden vorher überholt hatte, wieder passieren und schenkte ihm den Sieg. Tomczyk bedankte sich danach sofort: "Vielen Dank an Audi Sport, an Phoenix und an Alex. Ich stehe in seiner Schuld. Das war richtige Teamarbeit." In der Meisterschaft hat sich Tomczyk damit mit 30 Punkten auf Platz zwei verbessert.

Alexandre Prémat, Martin Tomczyk, Mattias Ekström

Das Audi-Podium in Zandvoort: Alexandre Prémat, Martin Tomczyk, Mattias Ekström Zoom

Prémat musste sich mit dem zweiten Platz begnügen: "Es war ein gutes Rennen, ich habe das Bestmögliche gegeben", sagte der Franzose der 'ARD'. "Es ist aber auch wichtig, dass Martin in der Meisterschaft wieder nach vorn kommt, deshalb habe ich ihn gern wieder vorbeigelassen. Und ich hatte in der letzten Runde einen Fehler, insofern war das schon okay."#w1#

Scheider überlässt Ekström Platz drei

Dank Stallorder nach vorn gebracht wurde auch Mattias Ekström: Nach einem verpatzten Boxenstopp und zeitintensiven Zweikämpfen war der Schwede zeitweilig zurückgefallen auf Rang neun. Er konnte sich wieder zurückfighten bis auf den vierten Platz. In der letzten Runde ließ ihn sein drittplatzierter Teamkollege Timo Scheider noch passieren, Ekström damit dritter und mit 38 Punkten weiter Gesamtführender.

Scheider war natürlich enttäuscht: In seiner langjährigen DTM-Karriere hatte er sein erstes Podium vor Augen. Doch er musste seinen Teamgefährten Ekström ziehen lassen. "Es ist hart, aber wir kämpfen um die Meisterschaft und ich kämpfe auch für Audi, es ist auch ein Teamsport und wir sind keine Einzelkämpfer."

Harsche Kritik von Mercedes-Benz

"Wenn ich ein Audi-Fahrer wäre, wäre ich heute nicht stolz auf den Sieg." Bruno Spengler

Richtig sauer war Mercedes-Benz-Pilot Bruno Spengler, der auf Rang fünf gelandet war. Er wurde zunächst in der Box von Christian Abt gerammt, wenige Runden vor Schluss wurde er dann mehrfach von Scheider angerempelt, der schließlich auch an ihm vorbeikonnte. "Ich muss sagen, dass Audi heute sehr unfair war, das war kein Racing mehr", schimpfte Spengler. "Die haben alles gemacht, damit ich nicht aufs Podest komme. Scheider hat mich dreimal gerammt, Abt auch. Wenn ich ein Audi-Fahrer wäre, wäre ich heute nicht stolz auf den Sieg."

Harsche Kritik gab es auch von Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Er fand es unverständlich, dass Aktionen der Audi-Piloten unbestraft blieben. Dabei bezog er sich nicht nur auf das Duell Scheider gegen Spengler, sondern auch an die Feindberührung von Bernd Schneider und Tom Kristensen, die Schneider weit nach hinten warf. Der amtierende Champion wurde am Ende nur 12. In die Punkte fuhren noch Christian Abt (Audi) als Sechster, Mika Häkkinen (Mercedes) schaffte es von Platz 13 auf Rang sieben, Alexandros Margaritis (Mercedes) holte als Achter den letzten Punkt.

Vor den turbulenten letzten Runden war das Rennen weitgehend ruhig verlaufen. Es blieb trocken und abgesehen von den bereits angesprochenen Rempeleien und den Problemen bei Ekström ereignete sich nicht viel. Nicht an den Start gehen konnte Mercedes-Pilot Daniel la Rosa - er hatte eine defekte Antriebswelle und musste statt auf die Startaufstellung in die Box gehen.

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