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Preining nach Eau-Rouge-Kollision: "Bin froh, in einem Stück hier zu sitzen"

Thomas Preining saß nach der Kollision mit Lucas Auer in Eau Rouge der Schreck in den Gliedern: Wie er den Porsche abfing und trotzdem noch Dritter wurde

(Motorsport-Total.com) - Es war der "Save" des Wochenendes, vielleicht sogar der DTM-Saison: Thomas Preining bog nach dem Start im Kampf um Platz zwei Tür an Tür links neben Winward-Mercedes-Fahrer Lucas Auer in die Eau-Rouge-Mutkurve ein, ehe es zur Berührung der beiden Landsleute kam. Der Bernhard-Porsche-Pilot verlor die Kontrolle, drehte sich nach rechts - und fing das Auto wie durch ein Wunder ab.

Thomas Preining nach der Kollision mit Lucas Auer in Eau Rouge beim DTM-Samstagsrennen in Spa-Francorchamps 2022

Preining fängt seinen Porsche nach der Kollision mit Auer in Eau Rouge ab Zoom

"Ich bin froh, in einem Stück hier zu sitzen", so der Österreicher, der am Ende starker Dritter wurde (hier geht's zum Rennbericht) und laut eigenen Angaben "vor allem geschockt" war, als er die Kontrolle über den 911 GT3 R verlor. Denn der Zwischenfall weckte Erinnerungen an tödliche Unfälle in der gefürchteten Senke.

"Es ist nie schön, wenn man in Eau Rouge quersteht und 25 Autos daherkommen. In solchen Situationen ist schon viel passiert", weiß Preining.

"Wurde ein bisschen zu sehr nach außen gedrückt"

Über die Schuldfrage wollte Preining kein Urteil abgeben, obwohl er zumindest aus der Cockpitperspektive nichts falsch gemacht habe: "Ich muss mir die Wiederholung ordentlich ansehen, aber ich war ganz links. Ich wurde ein bisschen zu sehr nach außen gedrückt und mir ist der Platz ausgegangen."

Dann sei es zur Berührung gekommen. "Zum Glück konnte ich das Auto noch abfangen", sagt Preining, der beim Zwischenfall von Platz drei auf Rang neun zurückfiel.

Danach dauert es eine Weile, bis er wieder in den Rhythmus kam. "Ich hatte bereits ein paar Schrecksekunden in meiner Karriere - und normalerweise ist das kein Problem", erklärt Preining. "Aber in diesem Fall habe ich ein, zwei Runden gebraucht, um mich wieder zu fangen."

So erlebte Götz die Schrecksekunde erste Reihe fußfrei

Wie Winward-Mercedes-Pilot Maximilian Götz, der direkt hinter den beiden auf Eau Rouge zusteuerte, den Zwischenfall erlebte? "Die beiden fuhren direkt nebeneinander. Luggi war innen, Thommy außen - und keiner hat nachgegeben", so der Titelverteidiger. "Ich habe dann gelupft - und da hat er sich nach innen gedreht. Ich habe etwas gebremst, damit er mich nicht trifft."

Lucas Auer, Thomas Preining

Bei der Anfahrt auf Eau Rouge lagen Auer und Preining direkt nebeneinander Zoom

Dafür fungierte Preining als "Rasenmäher", wie Götz offenbart: "Ich habe viel Dreck auf die Windschutzscheibe bekommen und daher die Scheibenwischer aktiviert. Das war eine ziemliche Schrecksekunde - auch für mich. Aber es ist alles gutgegangen."

Götz hatte laut eigenen Angaben bereits bei der Anfahrt auf Eau Rouge damit gerechnet, dass die Aktion nicht gutgehen würde. "Ich hatte gehofft, dass einer nachgibt, aber das ist nicht passiert. Also dachte ich: Das endet in einem Dreher oder einem Crash, denn es gab nur einen trockene Spur", so der Winward-Mercedes-Pilot.

Wie Preining noch auf das Podest fuhr

"Wenn man hinten ist, sieht man es etwas anders als die Jungs, die kämpfen und nicht nachgeben wollen. Ich habe es ganz gut eingeschätzt, denn zwei Sekunden später ist es passiert."


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Auch wenn Preining nach dem Zwischenfall wieder auf Tempo kam, wurden seine Reifen
ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. "Sie waren wirklich flach", sagt der Linzer. "Wenn man 100 Meter lang bei so hoher Geschwindigkeit driftet, dann ist das natürlich nicht gut für die Reifen."

Daher zog das Team den Boxenstopp vor - und der Bernhard-Pilot kam in der siebten Runde zum Reifenwechsel herein. "Mit einem Undercut beim Boxenstopp haben wir versucht, freie Fahrt zu bekommen", erklärt Teamchef Timo Bernhard die Taktik. "Das hat Thomas dann auch super umgesetzt. Wir waren mit das schnellste Auto auf der Strecke, haben die Chance genutzt, sind schön nach vorn gekommen."

Das Ergebnis war der zweite Podestplatz des Jahres nach Preinings Sieg auf dem Norisring. "Das Podest haben wir uns wirklich verdient", sagt der Bernhard-Porsche-Pilot erleichtert.

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