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Motorenstrafe bei BMW: Marquardt fordert bessere Zuverlässigkeit

Erste Motorenstrafen für BMW kurz nach Halbzeit der DTM-Saison 2019: Was dahinter steckt und wieso Motorsportdirektor Marquardt mit der Haltbarkeit unglücklich ist

(Motorsport-Total.com) - Bei Aston Martin gab es diese Saison schon mehrmals Motorenstrafen, jetzt hat es mit BMW auch erstmals einen in der DTM etablierten Hersteller erwischt: Die Münchner zogen vor dem Samstagsrennen in Brands Hatch - dem elften von 18 Saisonrennen - gleich drei Motoren-Joker und holten nachträglich plombierte Motoren ins Kontingent, wodurch die Punkte für die drei bestplatzierten BMW in der Markenwertung gestrichen wurden.

Marco Wittmann, Motor

Bei Marco Wittmanns Siegerauto wurde für Brands Hatch ein neuer Motor eingebaut Zoom

Da neben Sieger Marco Wittmann nur Philipp Eng und Sheldon van der Linde auf den Plätzen sechs und acht ihre M4 in die Punkte brachten, ging man im Rennen in der Markenwertung, in der man 225 Punkte hinter Audi liegt, leer aus. In der Fahrer- und Teamwertung zählen die Punkte aber weiterhin, wodurch sich der Schaden in Grenzen hält.

"Aus Zuverlässigkeitsgründen kommen in Brands Hatch drei neue Motoren zum Einsatz", erklärt ein BMW-Sprecher gegenüber 'Motorsport-Total.com' den Hintergrund der Entscheidung, drei neue Motoren ins Pool zu holen. Das bedeutet, dass man bei BMW fürchtet, mit den erlaubten neun Motoren für sechs Autos nicht über die gesamte Saison zu kommen.

Motor wurde bisher nur bei Wittmann gewechselt

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' wurde der neue Turbo-Motor bisher nur bei Samstag-Sieger Wittmann tatsächlich eingebaut, während die anderen zwei Triebwerke vorerst nur als Reserve dienen. Wann und bei wem sie zum Einsatz kommen, ist vorerst unklar.

Jens Marquardt

BMW-Motorsportdirektor Marquardt will die technische Fehlerquote abstellen Zoom

Währenddessen fordert BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt für das Saisonfinale, in dem sich Wittmann immer näher an die Audi-Piloten Rene Rast und Nico Müller heranarbeitet, eine bessere Zuverlässigkeit.

"Ein Thema ist bei uns, dass wir wirklich gesagt haben: Wir brauchen operative Exzellenz", sagt Marquardt gegenüber 'ran.de'. "Die Autos müssen einfach perfekt funktionieren. Das tut mir für Marco leid, denn das haben wir zum Beispiel zuletzt in Assen im Qualifying nicht wirklich gut hingekriegt", spielt er auf das Sensorproblem Wittmanns an, dass ihn auf den letzten Startplatz zurückwarf. "Solche Sachen dürfen nicht mehr passieren."

Marquardt mit Zuverlässigkeit unglücklich

Es war nicht das erste Mal, dass Wittmann diese Saison von einem technischen Problem eingebremst wurde: In Misano musste er am Samstag wegen eines Problems im Qualifying wie später in Assen von ganz hinten starten, beim Heimrennen auf dem Norisring rollte Wittmann am Sonntag aus.

Während der bestplatzierte BMW-Pilot in der Meisterschaft diesmal verschont blieb, konnte man den Defektteufel aber auch am Samstag nicht ganz vertreiben: RBM-Pilot Joel Eriksson musste beim Samstagrennen nach einem technischen Problem im Qualifying zuschauen, weil man den Fehler nicht rechtzeitig beheben konnte. "Für morgen sollten wir sein Fahrzeug aber wieder optimal vorbereiten können", kündigt Marquardt an.

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