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Mercedes-DTM-Abschied: Keine Sorgen bei HWA

Nach dem Ende des langjährigen DTM-Projektes wird HWA neue Engagements vorantreiben - Vorstand Ulrich Fritz: "Stand heute muss sich niemand Sorgen machen"

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Abschied von Mercedes aus der DTM am Ende der Saison 2018 geht auch für das Unternehmen HWA eine Ära zu Ende. Die von Hans Werner Aufrecht 1998 gegründete Firma betreute die DTM-Einsätze der Marke aus Stuttgart. Von den insgesamt rund 300 Mitarbeitern am Standort Affalterbach sind über 150 im DTM-Projekt beschäftigt. Sorgen über die Zukunft müsse sich aber niemand machen, so HWA-Chef Ulrich Fritz.

Ulrich Fritz

Ulrich Fritz ist Mercedes-DTM-Rennleiter und Vorstandschef der HWA AG Zoom

"Man muss etwas Verständnis haben. HWA ist eine börsennotierte AG, daher kann ich zu machen Dingen nicht allzu viel sagen", sagt Fritz, der gleichzeitig auch als Mercedes-DTM-Chef fungiert. Als AG muss die HWA bei der Verkündung von neuen Deals einen vorgeschriebenen Kommunikationsweg einhalten, um unter anderem etwaigen Insiderhandel zu unterbinden und alle Shareholder gleichzeitig zu informieren.

"Ich bin erstaunt, wie viel Interesse und wie viele Möglichkeiten es auf dem freien Markt zu dem Thema gibt. Nicht nur aus der DTM, sondern wirklich breit gefächert", deutet Ulrich neue Chancen für HWA nach 2018 an. "Wir sind in der Evaluierungsphase für verschiedene Projekte. Es sind sogar viele Projekte. Das Formel-E-Thema ist sowieso klar. Alles andere ist noch nicht fixiert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Varianten. Wir schauen uns an, was für uns das Beste ist und in welche Richtung wir wollen."

WEC und Le Mans könnten ebenso neue Betätigungsfelder sein wie die nordamerikanische IMSA-Serie. "Wenn man an 20 Projekten dran ist, dann gehe ich davon aus, dass mindestens fünf oder sechs davon auch wirklich kommen. Wenn alles schiefgeht - und das ist in jedem Unternehmen so -, dann muss man sich vielleicht auch mal über die Struktur Gedanken machen. Stand heute sage ich als Vorstand von HWA aber, dass sich keiner unserer Mitarbeiter Sorgen machen muss."

Auch das hauseigene Karriereportal gibt deutliche Hinweise darauf, dass im Hause HWA in Zukunft die Arbeit kaum weniger wird. Derzeit sollen 23 Stellen in Affalterbach neu besetzt werden.

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