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Marquardts emotionaler Abschied: Von Wittmann mit Geschenk überrascht

Jens Marquardt hat sein Aus als Motorsportdirektor von BMW verkündet - Zum Abschied wurde er von DTM-Fahrer Marco Wittmann überrascht

(Motorsport-Total.com) - Nach zehn Jahren räumt Jens Marquardt seinen Posten als Motorsportdirektor bei BMW - und zwar laut eigenen Angaben aus freien Stücken. Bei seinem Abschiedsrennen, dem DTM-Finale in Hockenheim, überraschte ihn sein erfolgreichster Pilot Marco Wittmann mit einem besonderen Geschenk. Dabei hatte der 53-Jährige eigentlich damit gerechnet, dass er für ein Interview gebraucht wird, wie er selbst erzählt.

"Als mich Britta (Weddige; für BMW-Pressearbeit an der Rennstrecke zuständig) für ein ITR-Interview in der Startaufstellung mit Marco angerufen hat, habe ich mich auf den Weg gemacht und mich vorbereitet. Aber dann hat mir Marco als Abschiedsgeschenk seinen Helm geschenkt", zeigt sich Marquardt gerührt.

"Das war eine sehr nette Geste. Und es war etwas ganz Spezielles für mich. Marco ist ein zweimaliger Champion. Und jeder weiß, wie wertvoll Helme für einen Rennfahrer sind. Und ich habe so ein Geschenk bekommen", freut sich der langjährige BMW-Motorsportchef.

Die richtige Entscheidung?

Jens Marquardt

Jens Marquardt arbeitet nicht mehr im Motorsportbereich Zoom

Bereut hat Marquardt seinen Rückzug aus dem Motorsport bisher aber nicht. Er sei gemeinsam mit seiner Familie zum Entschluss gekommen, dass es der richtige Zeitpunkt sei, den Posten bei BMW zu räumen. "Meine neue Aufgabe ist extrem herausfordernd, interessant und auch spannend", erklärt Marquart, der das Pilotwerk für den Prototypenbau der Serienmodelle der BMW-Gruppe leiten und damit für 700 Mitarbeiter verantwortlich sein wird.

"Das ist möglicherweise die spannendeste Funktion außerhalb des Motorsports, die ich bei BMW finden konnte. Ich habe meine erste Arbeitswoche dort bereits genossen. Daher bereue ich nichts. Dennoch war das in Hockenheim sehr emotional", sagt Marquardt, der dem Motorsport verbunden bleibt. "Das ist eine Passion. Und diese Passion bleibt für immer."

Wittmanns Geschenk war keine spontane Eingebung. Der Fürther verrät, bereits zwei Wochen vor Hockenheim den Plan ausgeheckt zu haben, Marquardt mit dem Helm zu überraschen, den er mit einer Widmung versehen hat. Der zweimalige DTM-Champion sagt: "Ich habe mit Jens acht oder neun Jahre bei BMW Motorsport zusammengearbeitet und 2014 und 2016 ziemlich viele Rennen und zwei Titel mit ihm gewonnen. Daher habe ich mir gedacht, dass es ein nettes Geschenk für seinen Abschied wäre. Und es war ein großartige Idee."

Ein Helm immer etwas Besonderes

Jens Marquardt, Marco Wittmann

Marquardt und Wittmann verbinden viele DTM-Erfolge Zoom

Um Marquardt den Helm zu übergeben, hat das Team den Ex-Motorsportdirektor von BMW mit dem Vorwand zum Auto gelockt, er müsse ein Interview geben: "Er hatte keine Ahnung, dass er einen Helm bekommen würde", freut sich Wittmann über die gelungene Überraschung.

"Und für einen Rennfahrer ist der Helm das Wichtigste", erklärt der 30-Jährige. "Man arbeitet so lange am eigenen Helmdesign, versucht es individuell zu gestalten. Und man konnte es in seinem Gesicht und in seinen Augen sehen, dass es für ihn sehr emotional war. Und auch für mich, muss ich zugeben. Ich blicke gerne auf die Zeiten zurück, in denen wir gemeinsam unsere größten Erfolge gefeiert haben."

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