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Marquardt: Weniger Werksautos pro Hersteller als Zukunftsperspektive

Warum sich BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt vorstellen könnte, in Zukunft in der DTM weniger Werksautos einzusetzen, und was er sich von Class 1 erhofft

(Motorsport-Total.com) - Ab der kommenden Saison wäre es für ein Super-GT-Team mit ein paar Anpassungen möglich, in der DTM an den Start zu gehen - und umgekehrt. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sieht darin langfristig die Chance, Werksautos in der DTM zu reduzieren.

Gerhard Berger, Jens Marquardt

Weniger Werksautos, mehr Vielfalt? Daran arbeiten Berger und Marquardt Zoom

"Wir haben sechs Hersteller, die ab dem kommenden Jahr extrem ähnliche Autos haben", verweist Marquardt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' auf BMW, Audi, Aston Martin sowie Honda, Nissan und Toyota.

"Und wenn ich jetzt die Fans frage: 'Was ist euch lieber - drei Hersteller mit je sechs Autos, oder eben sechs Hersteller mit drei neuen Marken aus Japan und vielleicht noch einem Privatteam hier und da?' Ich glaube, die Antwort ist relativ klar."

Idealszenario: Weniger Autos pro Hersteller, mehr Marken

Daher müsse es für die DTM das oberste Ziel sein, für mehr Markenvielfalt zu sorgen und neue Hersteller anzulocken. "Bei der Internationalisierung und Verbreitung des Reglements ist nach Japan ja eine zweite Stoßrichtung die USA", verweist Marquardt auf die Versuche, auch die US-amerikanische IMSA-Serie ins Class-1-Boot zu kriegen, was zuletzt für positive Reaktionen gesorgt hat.

Jonathan Aberdein, Jenson Button

Japanische Hersteller könnten in der DTM für mehr Vielfalt sorgen Zoom

"Und wenn ich es so hinkriege, dass die Hersteller auch untereinander in den Serien aktiv sind, dann würde das dazu führen, dass sich die individuelle Anzahl der Werksfahrzeuge in der jeweiligen Serie reduziert, aber der Wettbewerb damit sogar steigt", prophezeit der BMW-Motorsportdirektor, der in der kommenden Saison laut eigenen Angaben sechs Werksautos einsetzen will.

Für vollere Starterfelder könnten auch die Kundenautos sorgen, die DTM-Boss Gerhard Berger seit dieser Saison forciert. "Gerhard will langfristig Privatteams etablieren, die eine Chance haben und vorne mitfahren können, wenn sie einen ordentlichen Fahrer an den Start bringen", sagt Marquardt. "Ich glaube, dass ist für die DTM ein sehr guter Ansatz."

Marquardt: Kundenteams benötigen gleiches Material

Während die Münchner diese Saison daran scheiterten, ein Kundenteam an den Start zu bringen und mit dem Schweizer Porsche-Supercup-Rennstall Fach Auto Tech einen potenziellen Kandidaten für 2020 bereitstehen haben, hat Audi bereits diese Saison mit WRT-Audi gezeigt, dass Überraschungen möglich sind.

"Dass du das als Außenseiter vorne mitspielen kannst, ist doch super", sagt Marquardt. "Das zeigt aber auch die Herangehensweise von Audi - dass WRT das Gleiche kriegt wie die Werksteams. Das ist auch für uns wichtig, dass das nicht irgendwie Second-Hand ist."

Das Konzept mit den Jahreswagen, wie es sie in der DTM bis Ende 2011 gab, ist laut Marquardt überholt. "Das haben wir mit Gerhard durchdiskutiert, und das macht einfach keinen Sinn", sagt er.

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