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Kurioses Rookie-Training: Habsburg löst Matheaufgaben im Simulator

Aston-Martin-Rookie Ferdinand Habsburg hatte sich vor seinen ersten DTM-Saison etwas einfallen lassen, um sich an die Herausforderungen anzupassen ...

(Motorsport-Total.com) - Ferdinand Habsburg hat seine erste DTM-Saison nun bereits hinter sich. Mit 22 Jahren gehörte er zu den jüngsten Fahrern in der Startaufstellung 2019. Er stieg direkt von der europäischen Formel 3 in die Tourenwagen. Der Österreicher hat sich deshalb etwas einfallen lassen, um sich der Herausforderung zu stellen.

Ferdinand Habsburg

Ferdinand Habsburg hat vor seiner Rookie-Saison nichts dem Zufall überlassen Zoom

"Ich habe sehr viel im Simulator geübt, indem beim Fahren jemand neben mir gesessen ist, der mich 20 Runden lang Matheübungen abgefragt hat", verrät er gegenüber dem österreichischen Magazin 'Rally&More' seine ungewöhnliche Herangehensweise. Auch andere Ablenkungen waren gefragt: "'Was ist die Hauptstadt von Salzburg?' Alles Fragen, die mir geholfen haben, Kapazitäten freizulassen, anzutrainieren."

Was Habsburg damit erreichen wollte? "Ich habe mir angewöhnen müssen, dass das Fahren mehr zur Gewohnheit wird", erklärt er. "In der DTM muss man sehr viele Sachen gleichzeitig im Auge behalten. Es gibt DRS, man hat Push-to-Pass und die hohe Degeneration des Reifens kann ein Rennen extrem beeinflussen. Man muss auch die anderen im Blick behalten. Und seitdem es keine Funkkommunikation zwischen mir und dem Team gibt, muss ich das die ganze Zeit selbst einschätzen."

Neben der gesteigerten Multitasking-Fähigkeit hat die DTM aber auch physisch Ansprüche gestellt, auf die sich Habsburg vorbereitet hat. "Früher habe ich sehr viel Training für die Arme und den Nacken gemacht", so Habsburg. "Da die G-Kräfte nicht ganz so hoch sind wie in der Formel 3 und wir Power-Steering haben, ist es nicht mehr so anstrengend für die Arme. Daher habe ich mein Training auf die Beine orientiert, weil in den DTM-Autos die Bremse sehr schwer ist."


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"Außerdem mache ich viel Ausdauertraining", erklärt er weiter. "In einem DTM-Auto ist es sehr heiß, 50 bis 55 Grad. Da muss man sich auch mental durchkämpfen können. Deshalb habe ich, wenn ich Fahrradfahren gegangen bin, einen dicken Pulli und eine Jacke angezogen, obwohl es 25 Grad draußen hatte."

Schon am zweiten Rennwochenende schaffte es Habsburg dann mit dem unterlegenen Aston Martin in die Punkte. Trotz der intensiven Vorbereitung war es für "eine gute Überraschung", dass er sich so schnell mithalten konnte. "Eigentlich dachte ich, dass ich länger brauch, um mich zurechtzufinden", räumt er ein. "Es ist ein gutes Zeichen, dass meine Anpassungsfähigkeit gut funktioniert."

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