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"Hat den Lehrbuben gespielt": Wie Rast bei BMW so schnell an die Spitze kam

Trotz eines verpassten Rennwochenendes wurde Rene Rast in der DTM-Saison 2023 Fünfter und war im M4 GT3 sofort auf Topniveau: Wie ihm dieses Kunststück gelang

(Motorsport-Total.com) - Ein Wochenende musste Rene Rast in der DTM-Saison 2023 auslassen, weil es eine Terminkollision mit der Formel E gab, in der der Mindener für McLaren an den Start ging. Trotz dieser beiden Nullrunden belegte der dreimalige DTM-Champion einen starken fünften Gesamtrang, obwohl er im für ihn neuen BMW M4 GT3 saß und kaum Eingewöhnungszeit hatte. BMW-Motorsportchef Andreas Roos ist von Rasts Leistung begeistert.

Titel-Bild zur News: Rene Rast

Rene Rast beim Start in Spielberg: Das Rennen gewann der Mindener Zoom

"Ich bin sehr zufrieden, wenn man bedenkt, wie wenig Test- und Vorbereitungszeit Rene in unserem GT3-Auto hatte", sagt Roos gegenüber Motorsport-Total.com. "Weil er sich am Anfang auf die Formel E konzentriert hat und die Autos doch sehr unterschiedlich sind, haben wir versucht, das zu trennen. Und dann war er in Oschersleben und im Qualifying der schnellste BMW."

In Zandvoort fehlte Rast, doch nach seiner Rückkehr drehte der 37-Jährige richtig auf. Zwei zweite Plätze auf dem Norisring und der Sieg in Spielberg waren die Höhepunkte einer starken Saison, in der Rast einmal mehr gezeigt hat, wie sehr ihm die DTM liegt. "Er hat in diesem Jahr auch sein erstes Rennen für BMW gewonnen", so Roos weiter. "Aber wer Rene kennt, der weiß, dass er zu solchen Taten fähig ist und sich auch sehr schnell von einem Auto auf das andere umstellen kann."

Von Audi zu BMW

Rast, der in der DTM früher sowohl in der Class-1- als auch in der GT3-Ära mit Audi unterwegs war, musste sich bei BMW laut Roos an "ein ganz anderes Konzept" als beim R8 gewöhnen. Der BMW-Motorsportleiter erklärt: "Der Audi war ein Mittelmotor-Auto, unseres hat einen Frontmotor, das ist schon ein anderes Auto. Aber da sieht man die Stärke und die Qualität von Rene, dass er sich in so kurzer Zeit umstellen kann und sofort auf höchstem Niveau fährt".

Doch wie hat es Rast geschafft, trotz begrenzter Testzeit und kurzer Vorbereitung auf Anhieb so konkurrenzfähig zu sein? Roos hat darauf eine klare Antwort: "Es ist eine Stärke von Rene, dass er extrem akribisch ist und aus Daten extrem viel herauslesen kann. Er hatte mit Sheldon van der Linde den amtierenden Champion auf diesem Auto als Teamkollegen. Das ist zunächst einmal die beste Referenz und der erste Anhaltspunkt, um sich zu orientieren."

"Das hat er perfekt gemacht - auch wenn Sheldon eigentlich der Junior ist und Rene der ältere Fahrer, hat Rene erst mal den Lehrbuben gespielt und von Sheldon gelernt. Und ist so relativ schnell auf das gleiche Niveau gekommen", erinnert sich Roos an die Dynamik im Schubert-Team. Rast hat sich also anfangs untergeordnet, um die nötige Erfahrung zu sammeln, um dann angreifen zu können.

Rast überzeugt mit seiner akribischen Arbeit

Obwohl van der Linde Rasts erster Gegner auf der Strecke war, haben die beiden laut Roos gut zusammengearbeitet, um BMW in der DTM nach vorne zu bringen. Der Südafrikaner landete direkt vor Rast auf dem vierten Gesamtrang. "Das ist eine sehr gesunde Rivalität", bescheinigt Roos. "Es wird auch in Zukunft Rennen geben, bei denen die beiden zusammen im Auto sitzen und dann hoffentlich das Rennen gewinnen", verweist er auf Langstrecken-Einsätze.


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Welche Rolle das Datenstudium für Rast spielt, weiß Roos bereits aus gemeinsamen Audi-Zeiten. "Rene nutzt am liebsten seinen eigenen Laptop und schaut sich die Daten selbst an. Schon bei meinem allerersten Test hat er als erstes nach dem Laptop gefragt - und dass er sich die Daten selbst anschauen kann. So ist Rene. Und das hat er beibehalten."

Was Rast in den Daten sehe, könne er "dann auch sehr schnell und sehr gut im Auto umsetzen", weiß der BMW-Motorsportleiter, der auch beim Wechsel des dreimaligen DTM-Champions zu den Münchnern eine Rolle spielte.

In der DTM-Saison 2024 wird es keine Überschneidungen mit der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) geben, in der Rast aller Voraussicht nach an den Start gehen wird. "Das sieht diesmal besser aus", freut sich Roos auf eine volle Saison des 37-Jährigen.

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