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Gut ein Jahr nach Rasts Horrorunfall: "Werde nicht daran denken"

Wie DTM-Leader Rene Rast seinen Horrorunfall vom Mai 2018 auf dem Lausitzring heute sieht und warum ihn der Tag danach viel mehr schmerzt

(Motorsport-Total.com) - Die Bilder wird vermutlich kein DTM-Fan so schnell vergessen: Rene Rasts Überschlag im Vorjahr auf dem Lausitzring, als beim Anprall das Dach und die Windschutzscheibe weggerissen wurden, schockten die Motorsport-Welt. Doch der DTM-Leader sieht die Ereignisse mehr als ein Jahr danach und kurz vor seiner Lausitzring-Rückkehr nüchtern.

Rene Rast

Der Audi von Rene Rast nach Horrorunfall im Mai 2018 auf dem Lausitzring Zoom

"Ich hatte keine Schmerzen und ich habe auch bei den Rennen danach nicht darunter gelitten, also war es für mich ein Unfall wie jeder andere", spielt Rast seine aufsehenerregende Rolle herunter. "Von außen hat es schlimmer ausgesehen als von innen."

Viel härter getroffen habe ihn stattdessen die Tatsache, dass er wegen der enormen Beschädigung an seinem RS 5 beim zweiten Lausitzring-Rennen aussetzen musste und auch von den Ärzten keine Freigabe erhielt: "Dass ich am Sonntag nicht starten konnte, hat mich möglicherweise den Titel gekostet. Schließlich haben am Ende nur vier Punkte gefehlt."

Aber wie hat Rast die bangen Sekunden, nachdem er durch eine Berührung mit dem ins Schleudern gekommenen Audi von Loic Duval in die Luft katapultiert worden war, in Erinnerung? "Das ist wie in Zeitlupe passiert", erzählt er.


DTM Lausitzring 2018: Horror-Crash von Rast

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"Im Cockpit spürt man nicht, dass man einen heftigen Unfall hat. Ich habe mich im Grunde auf den Einschlag vorbereitet, als das Auto in der Luft war. Man nimmt dann eine Schutzhaltung ein und wartet, bis das Auto aufhört, sich zu bewegen."

Beim Anprall blieb Rast, der danach nur über ein paar Schmerzen am Ellbogen klagte, wie durch ein Wunder unverletzt. "Ich bin ausgestiegen, hatte keine Schmerzen, hatte keine Nachwirkungen - also nichts, was irgendwie schlechte Erinnerungen in den Kopf ruft", erklärt der 32-Jährige, warum er so locker mit den Ereignissen umgeht. "Das war also für mich kein großes Thema, und ich habe auch kein Problem, darüber zu sprechen."

Bei der Rückkehr in die Lausitz werde er nicht an den Unfall denken. "Nur wenn ich darauf angesprochen werde", meint er. "Wir hatten ja auch schon den Test auf dem Lausitzring, und für mich war das Thema bereits am Tag nach dem Crash abgehakt. Ich werde daran also mit Sicherheit nicht mehr denken, denn von innen war es nur halb so wild."

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