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Fuji schon vor Titelgewinn im Simulator: So bereitet sich Rene Rast vor

Wie sich Rene Rast und Marco Wittmann auf das Dream-Race in Fuji vorbereiten, welche Rolle YouTube dabei spielt und was dem Audi-Piloten Angst macht

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Saisonfinale in Hockenheim kann DTM-Champion Rene Rast auch beim Dream-Race in Fuji völlig ohne Druck antreten und seinen Triumph auskosten. "Der Fokus liegt darauf, das Wochenende zu genießen, Spaß zu haben - und allen eine gute Show zu bieten", sagt der Audi-Pilot, der von einer "ähnlichen Situation" wie in Hockenheim spricht, als er seinen zweiten Titel bereits sichergestellt hatte.

Rene Rast, Simulator

Akribische Vorbereitung: Rene Rast in seinem Simulator in Bregenz Zoom

Doch wer glaubt, dass Rast das erste gemeinsame Rennen der DTM und der Super-GT-Serie, das zu keiner Meisterschaft zählt, auf die leichte Schulter nimmt, der irrt sich gewaltig. "Du wirst lachen, aber Fuji läuft längst im Simulator", verrät Rast im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich habe mich schon vor dem Nürburgring auf Fuji vorbereitet."

Vor dem Nürburgring? Das bedeutet, dass Rast schon an das Dream-Race dachte, als er noch nicht einmal als Meister feststand. Und das war Anfang September, denn das Eifel-Wochenende der DTM fand Mitte des Monats statt.

Vorbereitung via YouTube

"Wir haben bereits am Donnerstag ein Training, bei dem wir uns die Strecke schon mal anschauen können", verweist Rast auf die zwei 45-minütigen Testsessions, die zusätzlich zum klassischen DTM-Programm eingeschoben wurden. "Abgesehen davon können wir nicht viel mehr tun als den Simulator und YouTube zu nutzen."

Rast, der zuhause in Bregenz einen eigenen Simulator hat, mit dem er sich vorbereitet, war eben erst in Neuburg bei Audi Sport. Dort habe er "eineinhalb Tage im Simulator verbracht, um uns an die Strecke zu gewöhnen und wieder in den Rennmodus zu kommen", erzählt er. "Der Simulator ist natürlich das logische Werkszeug, denn das hilft am meisten."


Fotostrecke: Dream-Race Fuji: Diese Piloten und Boliden sind am Start

Abgesehen davon sind auch YouTube-Videos eine immer beliebtere Art der Vorbereitung im Rennsport. Darauf greift auch Rasts Rivale Marco Wittmann zurück, der als einziger BMW-Stammpilot nach Japan reist. "Auf YouTube gibt es ziemlich viele Onboard-Videos von den Super-GT-Rennen", stellt er klar. "Da gibt es einiges, was man sich anschauen kann."

Rast fürchtet Zeitumstellung

Abgesehen davon sei die Vorbereitung beim Dream-Race "gleich wie vor einem normalen DTM-Wochenende, außer dass wir jetzt ein paar zusätzliche Testsessions haben. Das wird uns auch dabei helfen, uns an die Strecke zu gewöhnen." Auch er habe "einige Stunden" im Simulator gesessen.

Ein Aspekt, auf den man sich allerdings kaum vorbereiten kann, ist die Zeitumstellung, die ganze acht Stunden beträgt. "Ich habe mir den Zeitunterschied angeschaut und gesehen, dass wir nach europäischer Zeit Meetings um 1 am Morgen haben", sagt Rast. "Und dass das Training um drei Uhr stattfindet. Die Umstellung wird sicher eines der härtesten Dinge an diesem Wochenende sein."


DTM & Super GT: Das Dream Race in Fuji

In Japan treten sieben DTM-Autos und 15 Super-GT-Boliden unter gleichen Bedingungen gegeneinander an Weitere DTM-Videos

Dennoch freut er sich auf das Wochenende, schließlich ist Japan für ihn völliges Neuland. "Ich war noch nie in Japan und freue mich wirklich auf die Kultur", sagt der Meister. "Ich habe schon viel Gutes gehört - über die Fans, über die Menschen, über das Leben dort."

Wittmann-Sieg zum 30er?

Wittmann war zwar schon einmal bei einem Go-Kart-Rennen in Suzuka, Fuji ist aber auch für ihn eine neue Erfahrung. "Ich freue mich speziell auf die Fans", sagt er. "Die japanischen Fans sind sehr Motorsport-fanatisch. Außerdem freue ich mich darauf, meinen Geburtstag am Sonntag in Tokio zu feiern. Das ist auch etwas Besonderes."

Der BMW-Pilot wird in einer Woche 30. Ein Sieg zum runden Jubiläum wäre natürlich das beste Geschenk. Doch da hat einer was dagegen: Rene Rast. "Auch wenn es vor allem darum geht, den Fans eine gute Show zu bieten, wollen wir natürlich beide Rennen gewinnen", gibt der ehrgeizige Audi-Pilot dann am Ende doch zu.

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