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Ferdinand Habsburg: Startplatz zwei dank geweihtem Auto?

Am Morgen vor dem DTM-Qualifying am Nürburgring wurde das Auto von Ferdinand Habsburg geweiht - Dafür kam ein entfernter Cousin zur Rennstrecke

(Motorsport-Total.com) - "Das war die größte Set-up-Veränderung", so Habsburg über die Weihung seines DTM-Boliden am Sonntagmorgen vor dem Qualifying am Nürburgring. Der göttliche Segen dürfte gewirkt haben: Denn der gläubige Katholik stellte seinen WRT-Audi-Boliden sensationell auf den zweiten Startplatz. Es war das erste Mal, dass der Österreicher in der DTM aus der ersten Reihe starten durfte.

Ferdinand Habsburg

Habsburgs Auto wurde vor dem Qualifying geweiht Zoom

Aber wie kam es zur ungewöhnlichen Aktion? "Ein distanzierter Cousin von mir, Pater Wolfgang [Diechgans], ist zum Priester geweiht worden", berichtet Habsburg. "Wir haben es geschafft, dass er nach der Messe am Morgen an die Strecke gekommen ist. Ich fand das lustig, denn wir haben von einem Tag auf den nächsten nicht am Auto herumgeschraubt. Nur Pater Wolfgang ist gekommen und hat mein Auto geweiht."

"Das hat mir im Qualifying einen Extra-Boost gegeben", ist sich Habsburg sicher, der nur 0,2 Sekunden langsamer war als Pole-Setter Robin Frijns aus den Niederlanden. "Das ist eine Sache, durch die man etwas Gutes, etwas Schönes spürt", fügt der Österreicher hinzu.

Im Rennen ging es für den Audi-Piloten dann aber etwas zurück. Nach einem siebten Platz am Samstag folgte am Sonntag ein solider sechster Rang. Den Sonntagslauf gewann Nico Müller, der von Platz drei aus in das Rennen gestartet war.

Aus seinem Glauben zieht Habsburg generell Kraft, um im Rennsport das Maximum aus sich herauszuholen. Er sagt: "Es ist schon eine nervöse Sache, aus der ersten Startreihe zu starten. Es ist schön ihn [seinen Cousin] dabei zu haben. Alles, was einen beruhigt, kann nützlich sein. Ich trete hier gegen Weltklasse-Rennfahrer an, das macht mich sehr stolz."

Außerdem macht der Rennfahrer aus Salzburg aus seinem starken christlichen Glauben kein Geheimnis. Er wuchs in einer zutiefst katholischen Familie auf und hat seine Bindung zur Kirche damit quasi in die Wiege gelegt bekommen. In seiner Karriere bezieht sich der Österreicher immer wieder auf seinen Glauben und die Kraft, die er daraus schöpft.

Sportlich gesehen läuft es für Habsburg aktuell aber noch holprig: In der Gesamtwertung liegt Habsburg nach den Läufen am Nürburgring auf dem zwölften Platz. Seine besten Platzierung sind bisher zwei sechste Plätze am Lausitzring und am Nürburgring. Am vergangenen Wochenende hat der 23-Jährige erstmals in der DTM Bonuspunkte für eine Top-3-Platzierung im Qualifying erhalten.

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