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DTM-Training Zolder: BMW-Pilot Eng holt bei "heimlichem" Heimspiel Bestzeit

Erster DTM-Trainingstag in Zolder: Während Philipp Eng BMW die Tagesbestzeit schenkt, präsentiert sich der Kurs beim Comeback als große Herausforderung

(Motorsport-Total.com) - BMW-Pilot Philipp Eng beschert seiner belgischen RBM-Truppe mit der Tages-Bestzeit im Freitag-Training in Zolder einen perfekten Auftakt ins Heimrennen. Der Österreicher, der sich schon beim Saisonauftakt in Hockenheim bärenstark präsentierte und jede Woche sein Team in Mechelen (60 Kilometer von Zolder entfernt) besucht, umrundete den engen Kurs im zweiten Freien Training in 1:22.476 Minuten.

Philipp Eng

Philipp Eng zeigte beim Auftakt in Zolder, dass Hockenheim keine Eintagsfliege war Zoom

"Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich als einer der ersten mit dem neuen Satz Reifen auf der Strecke war", sagt Eng, der im 30-minütigen zweiten Training eine gelungene Qualifying-Simulation durchführte. "Die Balance des Autos ist sehr gut. Alles ist ruhig und entspannt, und ich hoffe, der Rest des Wochenendes wird genauso."

Auch auf Platz zwei machte ein Pilot sein belgisches Team stolz: Rookie Jonathan Aberdein, der im privaten WRT-Audi sitzt, reihte sich nur 0,039 Sekunden hinter Eng ein. Für den Südafrikaner ist der Kurs, auf dem die DTM zuletzt vor 17 Jahren gastierte, übrigens kein Neuland, da er sich vor einer Woche im Fun-Cup-Beetle seines WRT-Teams gemeinsam mit Teamkollege Pietro Fittipaldi auf die Herausforderung einschießen durfte.

Rast spricht von "verrückter Strecke"

Rene Rast

Audi-Ass Rene Rast stellt sich der Herausforderung Zolder gerne Zoom

Auf Platz drei folgt mit 0,105 Sekunden Rückstand Audi-Ass Rene Rast, der im ersten Training Bestzeit fuhr. "Die Plätze eins und drei sind vielversprechend, aber es ist nur Training", sagt der Vizemeister. "Insgesamt sehen wir nicht so schlecht aus. Wenn wir das im Qualifying schaffen, dann wird das ein gutes Rennen. Ich habe bislang ein gutes Gefühl."

Rast hatte an dem rutschigen Kurs, der wegen der direkt neben der Strecke liegenden Mauern keine Fehler verzeiht, durchaus seine Freude.

"Das ist vielleicht eine der verrücktesten Strecken, denn sie ist sehr schmal und es gibt wenig Auslaufzonen", schildert er seine ersten Eindrücke aus dem DTM-Cockpit in Zolder. "Dazu kommen viele Schikanen und hohe Randsteine. Das macht Spaß." Einmal fühlte er sich aber auch von WRT-Audi-Kollege Pietro Fittipaldi aufgehalten und machte seinem Ärger am Boxenfunk Luft.

Aston Martin am Ende des Feldes

Der Niederländer Robin Frijns, der nur 20 Autominuten von der Strecke entfernt wohnt, belegt mit 0,165 Sekunden Rückstand die vierte Stelle, ehe auf Platz fünf und sechs mit Timo Glock (+0,253) und DTM-Leader Marco Wittmann (+0,282) die nächsten BMW-Piloten folgen. Auffällig: die Top 10 liegen in Zolder innerhalb von nur 0,608 Sekunden.

Die vier Aston-Martin-Boliden von Daniel Juncadella (+1,247), Jake Dennis (+1,263), Paul di Resta (+1,463) und Ferdinand Habsburg, der mit 3,354 Respektabstand hatte, belegten geschlossen die letzten vier Plätze.

Erstes Training bei abtrocknender Strecke

Das 45-minütige erste Freie Training fand auf abtrocknender Strecke statt, nachdem 40 Minuten vor der Session leichter Regen eingesetzt hatte. Audi-Pilot Rast erwies sich dabei mit 0,790 Sekunden vor Wittmann klar als schnellster Mann.

Nico Müller

Schikanen und wenig Spielraum für Fehler: So präsentiert sich der Zolder-Kurs Zoom

"Anfangs war es nass, dann hat es abgetrocknet", erzählt der BMW-Pilot. "Ich bin später wie jeder andere auf Slicks gegangen." Die wechselhaften Bedingungen machten es nicht unbedingt einfacher, weil die Strecke für viele Piloten komplett neu ist.

Aston Martin bei wechselhaften Bedingungen stärker

"Bei Nässe ist es sehr rutschig, bei trockener Strecke haben wir natürlich mehr Grip. Der erste Platz bedeutet nicht viel", meinte Rast nach den ersten 45 Minuten. Hinter BMW-Pilot Eng, der Dritter wurde, reihten sich die beiden WRT-Audi-Piloten Aberdein und Pietro Fittipaldi ein.

Die Aston-Martin-Piloten tauchten bei wechselhaften Bedingungen auch immer wieder im Vorderfeld auf und waren auch am Ende der Session gut platziert: Rookie Dennis, der die Strecke aus der Blancpain-Serie kennt, war auf Platz acht mit 1,033 Sekunden schnellster Vantage-Pilot.

Juncadella, di Resta und Habsburg belegten die Plätze neun, 15 und 18. Der Österreicher nahm das Training mit Verspätung auf und fuhr mit 19 Umläufen auch die wenigsten Kilometer.

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