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DTM-Training Assen: Audi-Dominanz, aber Reifenschäden wie in Misano!

Audi-Fünffachführung bei der Premiere in Assen, aber wie in Misano verzeichnet man Reifenschäden - waren es wieder die gefürchteten Baguette-Randsteine?

(Motorsport-Total.com) - Audi bestätigt seine aktuelle Klasse auch bei der DTM-Premiere in Assen: Lokalmatador Robin Frijns führt im Freien Training am Freitag mit einer Bestzeit von 1:26.277 Minuten eine Audi-Fünffachführung an: Hinter dem Niederländer reihen sich DTM-Leader Rene Rast, Nico Müller, Loic Duval und Mike Rockenfeller ein. Auf den Champ-Car-Rundenrekord von Sebastien Bourdais aus dem Jahr 2007 (1:18.756) fehlen Frijns 7,5 Sekunden.

Nico Müller, Reifenschaden

Nach Duvals Reifenschaden im ersten Training erwischte es später Nico Müller Zoom

"Das Auto fühlt sich ganz gut an, auch wenn wir noch etwas Zeit im Longrun finden müssen", zieht Frijns, der vergangenes Wochenende das Formel-E-Rennen in New York gewann, eine positive Bilanz. "Für morgen sieht es vielversprechend aus", ist er zuversichtlich, obwohl Regen droht.

Bester BMW-Pilot ist Timo Glock, der auf Platz sechs bereits 0,634 Sekunden Rückstand hat - eine Welt in der DTM. Und auch für Philipp Eng, der in der Meisterschaft als Dritter bester BMW-Pilot ist, lief es alles andere als rund: Der Österreicher hatte ein Getriebeproblem und wurde nach insgesamt nur 21 Runden 15. Zum Vergleich: Rast fuhr insgesamt 47 Runden.

Wie in Misano: Reifenschäden bei Audi

Das heißeste Thema waren aber - wie von 'Motorsport-Total.com' prognostiziert - die Track-Limits. Weil die Randsteine auf der MotoGP-Kultstrecke wie in Misano komplett flach sind, gab es zahlreiche Verstöße und gestrichene Rundenzeiten.

Und erneut verzeichnete Audi zwei Reifenschäden: In der ersten Session erwischte es Bestzeit-Halter Duval, in der zweiten kam Müller mit einem kaputten Reifen rechts hinten an die Box zurück.

Gut möglich, dass das wie in Misano auf die Curbs zurückzuführen ist. Damals gingen die Hankook-Reifen kaputt, weil die Audi-Piloten die aus Gummi bestehenden Baguette-Randsteine überfuhren. Dabei gab der Gummi nach, und die Schrauben bohrten sich in die Lauffläche des Reifens.

Erneute Streckenbegehung nach zweitem Training

Am Abend nach dem zweiten Training wird nun noch eine weitere Streckenbegehung durchgeführt, an der auch Rennleiter Sven Stoppe und Vertreter der Fahrer teilnehmen.

Rene Rast

Wegen der flachen Randsteine wurden auch in Assen Baguette-Curbs angebracht Zoom

Dabei soll auf Basis der gewonnenen Erfahrungswerte entschieden werden, an welchen Stellen neue Baguette-Randsteine angebracht werden müssen, weil Piloten beim Verlassen der Strecke einen Vorteil erlangen - und wo sie vielleicht ungünstig platziert sind.

Positives Urteil nach erstem Trainingstag in Assen

Robin Frijns

Lokalmatador Robin Frijns war am Freitag in Assen der schnellste Mann Zoom

Wie die Strecke generell bei den Piloten ankommt? "Es macht Spaß", hält Glock den Daumen nach oben und spricht von einer Herausforderung für die Piloten. "Die Strecke ist sehr schnell und sehr eben - bis auf Kurve sechs, wo es recht uneben ist. Einige der Kurven sind sehr schnell, vor allem im letzten Sektor. Das ist mit einem DTM-Auto schon sehr beeindruckend. Man kann dort einen guten Rhythmus finden."

Lokalmatador Frijns stimmt Glock zu: "Die Strecke hat einen guten Flow. Ich glaube, die Reifen werden auch wieder eine große Rolle spielen." Die flachen Randsteine sieht er nicht als Problem: "Wir haben die Track-Limits etwas zu sehr ausgereizt. Aber solange wir uns an die Regeln halten, ist das eine gute Strecke für gutes Racing."

Und Aston-Martin-Pilot Jake Dennis, der die Strecke aus der Formel Renault kennt, zeigt sich vor allem von der Mutkurve "Ramshoek" angetan, in der die Boliden mit dem Splitter leicht aufsetzen und Funken schlagen: "Das ist eine Kurve für uns Fahrer. Und generell ist die Herausforderung im DTM-Auto größer als gedacht."

Bester Aston-Martin-Pilot war übrigens wie auf dem Norisring Daniel Juncadella, der mit 1,224 Sekunden Rückstand auf Platz elf kam.

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